Ganz lieben Dank euch allen für eure ausführlichen Antworten und die vielen wertvollen Impulse. 🙏
Ich nehme für mich in erster Linie mal daraus, dass das Timing aktuell vermutlich der entscheidende Punkt ist. Zudem werde ich unser Aufmerksamkeitssignal, das in weniger aufregenden Situationen eigentlich gut funktioniert, noch einmal gezielt und intensiver trainieren. Da ist bestimmt noch Luft nach oben 😊.
Ein weiterer Punkt ist sicherlich meine eigene Körpersprache. Mir ist bewusst, dass ich vermutlich unbewusst zur Anspannung beitrage. Gleichzeitig ist es aber so, dass ich ihm in solchen Situationen nicht wirklich viel Leine geben kann – wenn ich entspannt bleibe und die Leine länger lasse, prescht er sofort nach vorne und springt völlig unkontrolliert in Richtung des anderen Hundes. Deshalb muss ich ihn in dem Moment deutlich kürzer nehmen. Ich werde aber versuchen, dabei bewusster locker und in Bewegung zu bleiben und vor allem das Atmen nicht zu vergessen. 😅
Was mich aber dennoch beschäftigt, ist nicht nur das Symptom - also sprich das fixieren selbst, sondern auch das warum? Aufregung bei Hundebegegnungen war bei ihm schon immer da. Vielleicht spielt auch mit hinein, dass er keinen festen, regelmässigen Hundekumpel hat. Es gibt zwei, drei Hunde, mit denen er sich gut versteht und die wir ab und zu treffen – aber eben nicht konstant. Die Hunde, mit denen regelmäßiger Kontakt möglich wäre, sind leider schon deutlich älter. Das hat natürlich auch seine Vorteile, aber für sein Bedürfnis nach Spiel und Action ist das natürlich nicht ideal. Trotzdem frage ich mich, warum diese Aufregung inzwischen so stark ins Fixieren gekippt ist.
Wie ist das denn bei euch im Freilauf? Bei uns ist es so: Bei wirklich großem Abstand schaut er zwar hin, lässt sich aber abrufen oder über das Aufmerksamkeitssignal zu mir orientieren. Wird der Abstand jedoch kleiner – und damit meine ich deutlich mehr als nur 20 Meter – dann prescht er stürmisch los, läuft höchstens noch einen kleinen Bogen und steht dann sehr schnell beim anderen Hund. Das kommt verständlicherweise weder bei den Hunden noch bei den Haltern gut an. Deshalb läuft er aktuell überwiegend an der Schleppleine. Nur in sehr übersichtlichen Gebieten darf er frei laufen.
Zum Thema Trainer: Unsere Trainerin ist momentan noch im Mutterschaftsurlaub. Ab Mai sollten wir aber wieder einen Termin bei ihr bekommen können – das werde ich auf jeden Fall angehen.
Danke euch nochmal für den hilfreichen Austausch. Lg
Das ist wenn der Hund in zu große Erregung kommt und er meint er muss es selbst regeln, kommt der Reiz dann zu nah explodiert der Hund weil ers nicht mehr aushalten kann.
Daher ists wichtig die Grunderregung runterzuschrauben damit in so Situationen noch Luft nach oben ist und zweitens den Hund eben an der Schleppi sichern damit man ihn besser managen und an die Hand nehmen kann.
Damals als Rocket 1 Jahr alt wurde also in die große Pubertät kam fing er auch mit seinem Kontrollverhalten an, dadurch das ich damals ihn in vielen Situationen aus Unwissenheit allein gelassen hab und er lernte alles selbst regeln zu müssen hat er das dann auch getan.
Mittlerweile kann ich ohne Leine usw auch frontal an anderen vorbeigehen und er bleibt im Fuß.
Man muss halt lernen wie Hunde leben und kommunizieren und nicht vermenschlichen das der Hund ja Freunde bräuchte und ständig Fremdhunde zum "spielen" dran lassen, den Fehler hab ich anfangs auch gemacht.
Es sind Rudeltiere und keine ich hab alles und jeden lieb Tiere.
Den Hund ständig in Begegnungen mit fremden und somit zu unnatürlichem Verhalten zu zwingen zeigt dem Hund nur das man seine Bedürfnisse missachtet und kein kompetenter Rudelführer ist, natürlich fängt ers dann an selbst zu regeln mit fixieren usw.
Was das vorpreschen angeht musst du lernen deine Energie und Körper(sprache) zu nutzen und in den Griff zu kriegen, darüber kommunizieren Hunde hauptsächlich und damit fängst du ihn wieder ab.
Leine stramm/ kurz nehmen zeigt dem Hund "Alarm!" oder auch wenn du ihn immer nur rufst wenn du nen Hund siehst, auch das zeigt deinem Hund wieder Inkompetenz "die ist angespannt, die kommt damit grad net klar, ich muss das regeln".
Deswegen immer die Leine locker lassen, natürlich nicht ellenweit das der Hund sonst was machen kann, aber eben so das keine Spannung drauf ist.
Und dann eben körperlich seinen Raum verwalten, das kann man wenn man es gut kann auch ganz ohne Leine, aber fürn Anfang eben mit Schleppi absichern wenn man Energie und Körper(sprache) noch nicht so im Griff hat.
Du denkst dir zb ne Linie die durch deine Mitte geht von hinten nach vorne.
Sagen wir mal du führst den Hund rechts und der Reiz ist links dann darf dein Hund diese Linie nicht nach links überschreiten.
Macht er auch nur minimal Anstalten die Energie hochzufahren, sich aus seinem angewiesenen Raum zu verdünnisieren oder zu glotzen (nicht erst aufs Fixieren warten) dann machst du ihm den Raum zu, zu ihm eindrehen und frontal in ihn reingehen (also du stehst frontal zu ihm und schiebst ihn körpersprachlich weg)
Je nach dem wie erregt der Hund ist und wie sensiebel er ist muss das intensiver oder sachter sein.
Neben dem richtigen Timing musst du hier auch lernen deine Energie und Körperspannung richtig zu dosieren.
Immer erstmal vorsichtig rantasten, reagiert der Hund nicht setzt du nach und das alles nicht hektisch sondern ganz ruhig und souverän, sobald der Hund bei dir im Gespräch ist direkt wieder weich werden, loben und mitnehmen, macht er wieder Faxen (bzw setzt dazu an, nicht erst wenn er voll dabei ist) fängst du wieder damit an.
Bei sowas ists auch immer gut nen Trainer oder andere erfahrene Person draufschauen zu lassen das die einen da gut anweisen können damit man ein besseres Gefühl dafür bekommt.