Rocket macht das auch wenn Hunde ihm zu nah auf die Pelle rücken da er viel negative Erfahrungen gemacht hat und mit seinen Schmerzen umso sensiebler ist.
Fixieren sagt dem anderen er ist zu nah und soll gefälligst mehr Abstand halten.
Da es ein sehr offensives Verhalten ist kanns von anderen auch bedrohlich oder mindestens mal unhöflich aufgenommen werden.
Hier ists wichtig ihm einen Rahmen zu geben, zu zeigen wie er damit klarkommen kann und sich höflich verhält aber andererseits auch Management das du guckst das es garnicht so weit kommt das er so kommunizieren muss.
Schau das du genug Abstand zu anderen hälst so viel das er sich noch zu dir umorientieren kann, nicht straight auf andere zumaschieren sondern Schlangenlinien/ Bogen laufen, das entschärft.
Wenn wir in eine Situation kommen wo es zu nah wird zb eine Frontalbegegnung auf einem Weg dann stell ich mich an die Seite und hole Rocket in den Vorsitz und das bevor er Anstalten macht zu fixieren oä.
Dann gibts die Leberwursttube und ruhige verbale Bestätigung solang er zu mir guckt, schaut er zum Hund tipp ich ihn kurz an, langt das nicht weil er aus unserem Gespräch ausgestiegen ist geh ich langsam auf ihn zu (schiebende Hilfe) bis er mir wieder zuhört und bestätige direkt weiter.
Das mach ich alles so lang bis die anderen weit genug weg sind das sich die Erregung gelegt hat.
Nach der Situation kann man noch ne Hand voll Leckerlies zum suchen streuen, die Uhr Übung oder das 10 Leckerlie Spiel machen um ihm zu helfen sich zu regulieren damit ihr entspannt weitergehen könnt falls er Probleme hat sich nach Begegnungen wieder runterzufahren.
Was mir im Vorbeigehen letztens geholfen hat war das wenn er guckig wurde oder man merkte das die Erregung steigt das ich ihn dann auf Kommando schütteln lassen habe, damit hat er sich Stress abgeschüttelt, sich selbst reguliert und konnte somit entspannter vorbei gehen.
Bei ihm ists auch oft eine Sache der emotionalen Regulation weil er das mit den Schmerzen nicht mehr so gut kann und dann derzeit schnell ins Kontrollieren und Außenscanning kippt, da hilfts oft schon was zu machen um einfach seinen Stress zu regulieren, er weiß ja wie man sich gut verhält, aber wenn der Stress zu hoch schießt kann der Hund es halt auch net mehr leisten.
Daher neben Erziehung und Verbindlichkeit aufbauen find ich das auch ne sehr wichtige Sache.
Was du auch machen kannst wenn dein Hund sich darauf gut einlassen kann das du ihm wenn du den anderen Hund siehst Leckerlies auf die Wiese streust und suchen lässt bis der andere wieder weit genug weg ist.
Das geht auch im Vorbeilaufen wenn du ihm immer ein Leckerlie vor die Pfoten wirfst und wenn er das hat das nächste bis ihr vorbei seid.
Dann lernt er sich höflich abzuwenden, schnüffeln ist auch freundliches beschwichtigendes Verhalten und es beruhigt ihn auch selbst in der Situation bzw hilft ihm sich zu regulieren.
So hab ichs damals Rocket beigebracht.
Bei uns ist es so, dass wir an fremden Hunden so gut wie nie auf engen Bürgersteigen vorbei ziehen, wir wechseln eig rechtzeitig die Seite oder gehen um ein Auto.
Im ruhigen draußen reichen oft schon weite Abstände zum "glotzen" also fixieren verleiten. Ist da 50m weiter jemand am anderen Ende der Wiese wird schon gespannt. Ich versuche es rechtzeitig zu erkennen und gegen zu lenken, also etwas mit ihr zu machen, dass ihre Aufmerksamkeit bei mir liegt und sie das gar nicht so sehr wahrnimmt. Ist der Punkt verpasst, kann ich aber mit 1000 Leckerchen auf dem Kopf und mit Leberwurst eingecremt vor ihrer Nase jodelnd Handstand machen - keine Chance mehr in ihr Hirn zu kommen. In dem Fall hilft dann mMn nur noch Kreis um sie laufen zum Sicht abschneiden und an kurzer Leine mitnehmen (ob sie will oder nicht).
Im Stadtsetting geht es in der Regel besser, mehr Umgebungsreize, dass sie Artgenossen idR nicht schneller als ich wahrnimmt.
Da haben wir dafür hin und wieder das mit den Hausecken/Kreuzungen. Man biegt ab und plötzlich Hund auf 5/10 Meter Sichtweite plötzlich da. Da hole ich dann mein "Wedel" raus, also Zergel und versuche sie auf mich zu lenken, was immerhin schon besser wird.
Wir arbeiten dran. Ich denke das wichtigste ist für uns jetzt, das ich mir der Sache immer bewusster werde worauf es ankommt, vorausschauend bin ich schon durch meinen ersten Hund, andere Hunde sehr schnell wahrzunehmen, aber aktuell müssen wir bzw ich vor allem am Timing arbeiten und das Kind nicht mehr in den Brunnen fallen lassen. Danke für die vielen guten Tipps von allen.