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Tira
Einleitungs-Beitrag
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heute 17:24

Fixieren

Hallo zusammen, ich hoffe, ihr könnt mir ein paar Denkanstöße geben. Mein dreijähriger Rüde fixiert seit einigen Monaten vermehrt andere Hunde, die uns entgegenkommen. Sobald er einen Hund sieht, wird er sehr aufmerksam, starrt ihn intensiv an und lässt ihn kaum noch aus dem Blick. Er wirkt dabei auch sehr angespannt. Er bellt nicht (manchmal eher so ein oinken/fiepen), aber man merkt deutlich, dass er „drin“ ist und leider selten oder gar nicht mehr ansprechbar ist. Wenn er an der Schleppleine ist, und es kommt uns unerwartet jemand entgegen, dann steht er stramm in der Leine und orientiert sich null zu mir zurück. Ich muss ihn dann „einsammeln“ gehen oder ihn in die andere Richtung mitziehen. Bei Fussgängern, Velofahrern, Reitern etc. ist das in der Regel kein Problem. Sobald er etwas entgegenkommen sieht, orientiert er sich um und kommt zu mir. Bei anderen Hunden - keine Chance. Da steht der Bocksteif in der Leine und macht keinen Wank mehr oder fängt an zu fiddeln. Ich bin unsicher, wie ich richtig reagieren soll. Einerseits möchte ich das Fixieren nicht einfach laufen lassen, andererseits habe ich Sorge, mit Leckerlis im falschen Moment eventuell genau dieses Verhalten zu bestätigen. Bisher versuche ich meist, ihn mit einem wir gehen weiter (Leine ist straff, anders geht es nicht) an der Situation vorbeizumanövrieren oder etwas Abstand zu schaffen – aber ich habe nicht das Gefühl, dass es dadurch langfristig besser wird. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie würdet oder habt ihr reagieren/reagiert? Lg
 
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Sebbi
Beliebteste Antwort
19. Feb. 09:58
Ich mach das zwar Hauptsächlich wenn ich meinen Hund ohne Leine laufen lasse. Aber in deinem/euren Fall würde ich es auch mit Leine so praktizieren.
Immer alles im großen Radius abscannen🧐

Das A und O ist, dass du den anderen Hund vor deinem Rüden siehst.
In dem Moment, in dem sein Blick hängen bleibt, beginnt der Tunnel – und da kommst du kaum noch gegen an.
Versuch mal, ihn schon beim allerersten Ohrenwackeln oder Kopfheben mit einer richtig hochwertigen Belohnung zu dir zu locken.
Du bestätigst damit nicht das Starren, sondern schaffst eine neue Verknüpfung: Fremder Hund bedeutet Party bei dir.

Wenn er bereits bocksteif in der Leine steht, ist Hopfen und Malz für den Moment meist verloren. Statt ihn dann vorbeizuziehen, dreh lieber frühzeitig ab oder lauf einen so großen Bogen, dass er gerade noch ansprechbar bleibt. Jedes Mal, wenn er es schafft, den Blick kurz von sich aus abzuwenden, ist das dein Jackpot-Moment.
Achte auch auf deine eigene Körpersprache.

Oft werden wir selbst starr, halten die Luft an oder nehmen die Leine kürzer, sobald ein Hund auftaucht. Das sind Reflexe. Passiert mir auch noch ofr🤦‍♂️

Das ist für ihn das Signal, dass es jetzt gleich knallt. Bleib locker in der Bewegung, atme bewusst aus und versuch, zügig und dynamisch die Richtung zu wechseln, bevor er einfriert. Das nimmt den Druck raus und zeigt ihm, dass du die Führung übernimmst.
 
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Tina
19. Feb. 09:37
Der Frage schließe ich mich gern an und bin auch sehr auf die Antworten gespannt, um uns Tipps mitzunehmen.

Bei uns läuft es sehr ähnlich wie bei euch. Andere Hunde = einfrieren/beobachten. Die Ohren zucken, wenn ich sie anspreche, das heißt sie hört mich, reagiert aber nicht/guckt nicht zu mir. Sie nimmt in der Situation keine Leckerli.


Wir haben es bisher so gehandhabt, dass ich sie auch "mitnehme" also ich möglichst einen Bogen/Kreis um sie herum laufe wodurch ich ihr die Sicht abschneide und sie in dem Moment an kurzer Leine mitführe.
Oder mit Zergeln, schon bevor sie einen anderen Hund sieht beginne ich sie zergelnd dran vorbei zu führen, dann sehe ich das die Augen nur mal kurz drehen und versuchen einen kurzen Blick zu haschen, aber das Zergel behält dann doch das Hauptinteresse.

Mein Hund ist noch sehr jung, aber eine deutliche Besserung, also das fremde Hunde in Sicht nicht mehr so super spannend sind und sie trotzdem an mir orientiert bleibt, kann ich aber leider auch noch nicht feststellen. 🤔
 
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Vivi &
19. Feb. 09:41
Ich bin auch Team Bogen. Wenn Pico an der Leine ist, schicke ich ihn in einen Bogen und gehe mit (er geht von sich aus ein sehr großen Bogen. Sprich, ich muss immer auf die Wiese ausweichen). Und wenn er gerade offline unterwegs ist, lass ich ihn einen angemessen großen Bogen laufen. Das sind auch gern mal 10-20 m, die er ausweicht.
Wenn er darauf nicht reagieren möchte, wird er angesprochen und kommt ins Kommando und muss im Fuß dran vorbei. Ich habe es auch eine Zeit lang versucht, mit ansprechen und Leckerli werfen, allerdings hatte ich dann das Problem, dass er die anderen Hunde nicht mehr gut mitbekommt. Und unangenehm überrascht wurde. Das liegt aber daran, dass er taub ist.

Bei Pico ist das Thema aber weniger das hin wollen, als das andere fernhalten wollen. Das ist vielleicht eine andere Thematik.
 
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Sebbi
19. Feb. 09:58
Ich mach das zwar Hauptsächlich wenn ich meinen Hund ohne Leine laufen lasse. Aber in deinem/euren Fall würde ich es auch mit Leine so praktizieren.
Immer alles im großen Radius abscannen🧐

Das A und O ist, dass du den anderen Hund vor deinem Rüden siehst.
In dem Moment, in dem sein Blick hängen bleibt, beginnt der Tunnel – und da kommst du kaum noch gegen an.
Versuch mal, ihn schon beim allerersten Ohrenwackeln oder Kopfheben mit einer richtig hochwertigen Belohnung zu dir zu locken.
Du bestätigst damit nicht das Starren, sondern schaffst eine neue Verknüpfung: Fremder Hund bedeutet Party bei dir.

Wenn er bereits bocksteif in der Leine steht, ist Hopfen und Malz für den Moment meist verloren. Statt ihn dann vorbeizuziehen, dreh lieber frühzeitig ab oder lauf einen so großen Bogen, dass er gerade noch ansprechbar bleibt. Jedes Mal, wenn er es schafft, den Blick kurz von sich aus abzuwenden, ist das dein Jackpot-Moment.
Achte auch auf deine eigene Körpersprache.

Oft werden wir selbst starr, halten die Luft an oder nehmen die Leine kürzer, sobald ein Hund auftaucht. Das sind Reflexe. Passiert mir auch noch ofr🤦‍♂️

Das ist für ihn das Signal, dass es jetzt gleich knallt. Bleib locker in der Bewegung, atme bewusst aus und versuch, zügig und dynamisch die Richtung zu wechseln, bevor er einfriert. Das nimmt den Druck raus und zeigt ihm, dass du die Führung übernimmst.
 
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Lisa-Eileen
19. Feb. 15:06
Rocket macht das auch wenn Hunde ihm zu nah auf die Pelle rücken da er viel negative Erfahrungen gemacht hat und mit seinen Schmerzen umso sensiebler ist.
Fixieren sagt dem anderen er ist zu nah und soll gefälligst mehr Abstand halten.
Da es ein sehr offensives Verhalten ist kanns von anderen auch bedrohlich oder mindestens mal unhöflich aufgenommen werden.
Hier ists wichtig ihm einen Rahmen zu geben, zu zeigen wie er damit klarkommen kann und sich höflich verhält aber andererseits auch Management das du guckst das es garnicht so weit kommt das er so kommunizieren muss.
Schau das du genug Abstand zu anderen hälst so viel das er sich noch zu dir umorientieren kann, nicht straight auf andere zumaschieren sondern Schlangenlinien/ Bogen laufen, das entschärft.
Wenn wir in eine Situation kommen wo es zu nah wird zb eine Frontalbegegnung auf einem Weg dann stell ich mich an die Seite und hole Rocket in den Vorsitz und das bevor er Anstalten macht zu fixieren oä.
Dann gibts die Leberwursttube und ruhige verbale Bestätigung solang er zu mir guckt, schaut er zum Hund tipp ich ihn kurz an, langt das nicht weil er aus unserem Gespräch ausgestiegen ist geh ich langsam auf ihn zu (schiebende Hilfe) bis er mir wieder zuhört und bestätige direkt weiter.
Das mach ich alles so lang bis die anderen weit genug weg sind das sich die Erregung gelegt hat.
Nach der Situation kann man noch ne Hand voll Leckerlies zum suchen streuen, die Uhr Übung oder das 10 Leckerlie Spiel machen um ihm zu helfen sich zu regulieren damit ihr entspannt weitergehen könnt falls er Probleme hat sich nach Begegnungen wieder runterzufahren.
Was mir im Vorbeigehen letztens geholfen hat war das wenn er guckig wurde oder man merkte das die Erregung steigt das ich ihn dann auf Kommando schütteln lassen habe, damit hat er sich Stress abgeschüttelt, sich selbst reguliert und konnte somit entspannter vorbei gehen.
Bei ihm ists auch oft eine Sache der emotionalen Regulation weil er das mit den Schmerzen nicht mehr so gut kann und dann derzeit schnell ins Kontrollieren und Außenscanning kippt, da hilfts oft schon was zu machen um einfach seinen Stress zu regulieren, er weiß ja wie man sich gut verhält, aber wenn der Stress zu hoch schießt kann der Hund es halt auch net mehr leisten.
Daher neben Erziehung und Verbindlichkeit aufbauen find ich das auch ne sehr wichtige Sache.
Was du auch machen kannst wenn dein Hund sich darauf gut einlassen kann das du ihm wenn du den anderen Hund siehst Leckerlies auf die Wiese streust und suchen lässt bis der andere wieder weit genug weg ist.
Das geht auch im Vorbeilaufen wenn du ihm immer ein Leckerlie vor die Pfoten wirfst und wenn er das hat das nächste bis ihr vorbei seid.
Dann lernt er sich höflich abzuwenden, schnüffeln ist auch freundliches beschwichtigendes Verhalten und es beruhigt ihn auch selbst in der Situation bzw hilft ihm sich zu regulieren.
So hab ichs damals Rocket beigebracht.
 
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Tina
19. Feb. 15:31
Rocket macht das auch wenn Hunde ihm zu nah auf die Pelle rücken da er viel negative Erfahrungen gemacht hat und mit seinen Schmerzen umso sensiebler ist. Fixieren sagt dem anderen er ist zu nah und soll gefälligst mehr Abstand halten. Da es ein sehr offensives Verhalten ist kanns von anderen auch bedrohlich oder mindestens mal unhöflich aufgenommen werden. Hier ists wichtig ihm einen Rahmen zu geben, zu zeigen wie er damit klarkommen kann und sich höflich verhält aber andererseits auch Management das du guckst das es garnicht so weit kommt das er so kommunizieren muss. Schau das du genug Abstand zu anderen hälst so viel das er sich noch zu dir umorientieren kann, nicht straight auf andere zumaschieren sondern Schlangenlinien/ Bogen laufen, das entschärft. Wenn wir in eine Situation kommen wo es zu nah wird zb eine Frontalbegegnung auf einem Weg dann stell ich mich an die Seite und hole Rocket in den Vorsitz und das bevor er Anstalten macht zu fixieren oä. Dann gibts die Leberwursttube und ruhige verbale Bestätigung solang er zu mir guckt, schaut er zum Hund tipp ich ihn kurz an, langt das nicht weil er aus unserem Gespräch ausgestiegen ist geh ich langsam auf ihn zu (schiebende Hilfe) bis er mir wieder zuhört und bestätige direkt weiter. Das mach ich alles so lang bis die anderen weit genug weg sind das sich die Erregung gelegt hat. Nach der Situation kann man noch ne Hand voll Leckerlies zum suchen streuen, die Uhr Übung oder das 10 Leckerlie Spiel machen um ihm zu helfen sich zu regulieren damit ihr entspannt weitergehen könnt falls er Probleme hat sich nach Begegnungen wieder runterzufahren. Was mir im Vorbeigehen letztens geholfen hat war das wenn er guckig wurde oder man merkte das die Erregung steigt das ich ihn dann auf Kommando schütteln lassen habe, damit hat er sich Stress abgeschüttelt, sich selbst reguliert und konnte somit entspannter vorbei gehen. Bei ihm ists auch oft eine Sache der emotionalen Regulation weil er das mit den Schmerzen nicht mehr so gut kann und dann derzeit schnell ins Kontrollieren und Außenscanning kippt, da hilfts oft schon was zu machen um einfach seinen Stress zu regulieren, er weiß ja wie man sich gut verhält, aber wenn der Stress zu hoch schießt kann der Hund es halt auch net mehr leisten. Daher neben Erziehung und Verbindlichkeit aufbauen find ich das auch ne sehr wichtige Sache. Was du auch machen kannst wenn dein Hund sich darauf gut einlassen kann das du ihm wenn du den anderen Hund siehst Leckerlies auf die Wiese streust und suchen lässt bis der andere wieder weit genug weg ist. Das geht auch im Vorbeilaufen wenn du ihm immer ein Leckerlie vor die Pfoten wirfst und wenn er das hat das nächste bis ihr vorbei seid. Dann lernt er sich höflich abzuwenden, schnüffeln ist auch freundliches beschwichtigendes Verhalten und es beruhigt ihn auch selbst in der Situation bzw hilft ihm sich zu regulieren. So hab ichs damals Rocket beigebracht.
Bei uns ist es so, dass wir an fremden Hunden so gut wie nie auf engen Bürgersteigen vorbei ziehen, wir wechseln eig rechtzeitig die Seite oder gehen um ein Auto.

Im ruhigen draußen reichen oft schon weite Abstände zum "glotzen" also fixieren verleiten. Ist da 50m weiter jemand am anderen Ende der Wiese wird schon gespannt. Ich versuche es rechtzeitig zu erkennen und gegen zu lenken, also etwas mit ihr zu machen, dass ihre Aufmerksamkeit bei mir liegt und sie das gar nicht so sehr wahrnimmt. Ist der Punkt verpasst, kann ich aber mit 1000 Leckerchen auf dem Kopf und mit Leberwurst eingecremt vor ihrer Nase jodelnd Handstand machen - keine Chance mehr in ihr Hirn zu kommen. In dem Fall hilft dann mMn nur noch Kreis um sie laufen zum Sicht abschneiden und an kurzer Leine mitnehmen (ob sie will oder nicht).

Im Stadtsetting geht es in der Regel besser, mehr Umgebungsreize, dass sie Artgenossen idR nicht schneller als ich wahrnimmt.
Da haben wir dafür hin und wieder das mit den Hausecken/Kreuzungen. Man biegt ab und plötzlich Hund auf 5/10 Meter Sichtweite plötzlich da. Da hole ich dann mein "Wedel" raus, also Zergel und versuche sie auf mich zu lenken, was immerhin schon besser wird.

Wir arbeiten dran. Ich denke das wichtigste ist für uns jetzt, das ich mir der Sache immer bewusster werde worauf es ankommt, vorausschauend bin ich schon durch meinen ersten Hund, andere Hunde sehr schnell wahrzunehmen, aber aktuell müssen wir bzw ich vor allem am Timing arbeiten und das Kind nicht mehr in den Brunnen fallen lassen. Danke für die vielen guten Tipps von allen.
 
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Lisa-Eileen
19. Feb. 15:49
Bei uns ist es so, dass wir an fremden Hunden so gut wie nie auf engen Bürgersteigen vorbei ziehen, wir wechseln eig rechtzeitig die Seite oder gehen um ein Auto. Im ruhigen draußen reichen oft schon weite Abstände zum "glotzen" also fixieren verleiten. Ist da 50m weiter jemand am anderen Ende der Wiese wird schon gespannt. Ich versuche es rechtzeitig zu erkennen und gegen zu lenken, also etwas mit ihr zu machen, dass ihre Aufmerksamkeit bei mir liegt und sie das gar nicht so sehr wahrnimmt. Ist der Punkt verpasst, kann ich aber mit 1000 Leckerchen auf dem Kopf und mit Leberwurst eingecremt vor ihrer Nase jodelnd Handstand machen - keine Chance mehr in ihr Hirn zu kommen. In dem Fall hilft dann mMn nur noch Kreis um sie laufen zum Sicht abschneiden und an kurzer Leine mitnehmen (ob sie will oder nicht). Im Stadtsetting geht es in der Regel besser, mehr Umgebungsreize, dass sie Artgenossen idR nicht schneller als ich wahrnimmt. Da haben wir dafür hin und wieder das mit den Hausecken/Kreuzungen. Man biegt ab und plötzlich Hund auf 5/10 Meter Sichtweite plötzlich da. Da hole ich dann mein "Wedel" raus, also Zergel und versuche sie auf mich zu lenken, was immerhin schon besser wird. Wir arbeiten dran. Ich denke das wichtigste ist für uns jetzt, das ich mir der Sache immer bewusster werde worauf es ankommt, vorausschauend bin ich schon durch meinen ersten Hund, andere Hunde sehr schnell wahrzunehmen, aber aktuell müssen wir bzw ich vor allem am Timing arbeiten und das Kind nicht mehr in den Brunnen fallen lassen. Danke für die vielen guten Tipps von allen.
Ja, mach ich auch so.
Timing ist glaubich immer so das schwierigste.
Da musste ich auch dran arbeiten, grad Border sind da ja sehr schnell und fein.
Ist alles einfach auch Übungssache.
Es hilft da extrem sich filmen zu lassen oder das jemand dabei ist (Trainer oder erfahrener Hundemensch) der von außen noch n Blick drauf hat und dir bescheid sagt und/ oder Feedback gibt und dich da so bissi korrigiert und trainiert bis dein Gehirn sich das verinnerlicht mit dem richtigen Zeitpunkt.
Das hatte mir sehr geholfen.
Und in so Situationen wo der Hund eben aussteigt aus eurem Gespräch musst du auf sozialer Beziehungsebene arbeiten, da ists klar das den Hund dann Leckerlies nicht jucken weil ergrad in ner Konfliktsituation ist und meint die selbst zu lösen, da dann eben die schiebende Hilfe und das sofort wenn er auf die Ansprache nicht reagiert.
Damit erarbeitest du dir die Verbindlichkeit.
Ich hatte früher auch den Fehler gemacht mehrere Chancen zu geben oder zu denken der Hund braucht n Moment, aber seit ichs gelernt habe das es direkt entsprechendes Feedback gibt wenn er nicht zuhört läufts.
 
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Liane
19. Feb. 15:57
Ich habe meinen als er noch so drauf war, das Wort Schau beigebracht. Erst zu Hause, dann in reizarmer Umgebung und dann mit reizen. Als das klappte habe ich mich verabredet, so war ich vorbereitet und locker. Dann habe ich gezielt nach hundebegenungen gesucht, wollte ja das Problem nicht umgehen sondern lösen. Mittlerweile gibt's da gar nichts mehr. Wir können von jedem vorbei auch nebeneinander. Hat ein halbes Jahr gedauert, dann wars Schnee von gestern.
 
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~Flair
19. Feb. 18:05
In einem Buch fand ich dazu mal einen Tipp, der für uns den Anfang zur Lösung brachte. Basiert auf der Tatsache, dass die Nase der Sinn ist, der am längsten noch aufnahmefähig bleibt bei Stress (bis etwa Stresslevel 7 von 10):

Mit hochwertigem duftendem Futter ablenken...
‼️ABER NICHT GLEICH GEBEN! ‼️❣️

Durch den Geruch fängt das Gehirn dann wieder in anderen Regionen an zu arbeiten, Stress sinkt, Ansprechbarkeit erhöht sich. Dann leichte Übungen, Bogen laufen, oder was immer eure Technik ist, Begegnungen zu trainieren.

Diese Extra-Zeit mit Duft hat bei uns den Unterschied gemacht, um überhaupt "daran arbeiten zu können". Dabei hab ich ihm das Futter direkt an die Nase gehalten, geschlossene Hand.

Natürlich ist jeder Hund anders, aber vielleicht ist das ja auch für euch ein Ansatz...?
Liebe Grüße 🐶🤗
 
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Sabrina
19. Feb. 18:37
Hier bei den Trainingsvideos gibt es dazu was. Ich weiß allerdings nicht, ob da jeder Zugriff drauf hat, oder nur wenn man Dogorama bezahlt. Ich habe Henry das Kommando "guck" beigebracht. Das geht bei ihm mit Leckerlies gut. Ich nehme den Keks zwischen Daumen und Mittelfinger, der Zeigefinger ist nach oben gestreckt (wie beim Melden in der Schule). Den gestreckten Zeigefinger halte ich direkt vor meiner Nase (von Nasenspitze bis zur Stirn) und sage "guck". Am Anfang fixiert er natürlich erst nur den Keks. Aber sobald er mir beim Kommando "guck" in die Augen sieht, bekommt er den Keks. Das geht dann später ohne Keks in der Hand. Das haben wir erst zu Hause und dann draußen geübt. Und nun guckt er mich beim Kommando auch bei Hundebegegnungen an und die Fixierung wird aufgelöst . Ich hoffe ich habe das jetzt verständlich geschrieben 😅 Vielleicht hilft euch dieser Weg, je nachdem, wie verfressen dein Hund ist 😊
 
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Sonja
20. Feb. 08:04
Besser als alle Videos/Bücher etc sind ein paar Einzelstunden bei guten Trainer der dich einfach beim Gassigehen begleitet. Der/die kann dir helfen das richtige Timing zu finden, indem er dir die "vorzeichen lesen lehrt". Vor dem stehenbleiben/Fixieren gibts einige und die sind in de Regel ( wenn man seinen Hund kennt und lesen kann) schon "lange" erkennt bevor der andere Hund auftaucht. Es sind kleinigkeiten z.b. ; Körperspannung, zuckendes Ohr, bestimmte art zu wittern etc. Solche kleinigkeiten "entgehen" einem besonders "anfangs" öfter wenn man 24/7 mit einem Hund zusammen ist. Jemand der wieder darauf aufnerksam macht , also Trainer , kann helfen😉