Die Polizei hat ja noch einmal gekräftigt, daß es zweifelsfrei die Bisse von Sam waren, die zum Tod führten.
Es ist kaum zu rekonstruieren, wie es dazu kam. Die wenigsten Bissverletzungen sind Folge aggressiven Verhaltens, sondern meist Unfälle und Missverständnisse. Da sagt so ein Wesenstest wenig aus, insbesondere wenn man nicht weiß, was tatsächlich der Auslöser war.
Ein bitterer Beigeschmack ist nun, daß Sam als Cash Cow für Spendenaufrufe ausgeschlachtet wird...
Genau deswegen mache ich mir Sorgen, wenn dieser Hund in Familie und Freundeskreis bleibt. Man will ja offensichtlich nicht glauben, was da passiert ist. Also wird der Hund genau so weiter verhätschelt und vermenschlicht (vielleicht aus Mitleid sogar noch mehr), wie man es überall liest.
Ich weiß nicht ob sowas geplant ist, aber der Bruder müsste eigentlich regelmäßig und nachweislich Seminare über Verhalten und Kommunikation besuchen und sich auch testen lassen im Umgang. Ob er es tatsächlich beherrscht, Hunde zu lesen und mit ihnen richtig umzugehen. Und eben nicht ständig aus menschlicher, verklärter Sicht. Wenn das nicht jedem endlich klar wird, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis wieder etwas passiert. Eben weil der Hund missverstanden und vermutlich in diversen Situationen bedrängt wird. Ich glaube ja sofort, dass er keine Bestie ist. Aber sicherlich hat er nun eine Strategie mehr, um sich nicht mehr dauerhaft für dumm verkaufen zu lassen... Und die kann man nicht unbedingt direkt mit einem Wesenstest auslösen.