Die Berichterstattung war einfach sehr widersprüchlich, erst hieß es „keine offensichtliche , äußeren Verletzungen“, dann Bissverletzungen im Gesicht. Dann tödliche Verletzungen. Und bei tödlichen Verletzungen, wäre es wahrscheinlich doch sofort aufgefallen, und man würde diese ganze Debatte gar nicht führen. Aber erst dieses „Der Hund wacht über sein totes Herrchen“ wird dann von der Mitbewohnerin angeleint und mitgenommen und dann soll er ihn getötet haben, das hat Viele einfach verunsichert, denke ich. Denke daran war aber eher die komische Berichterstattung schuld.
Fakt ist, Keiner war dabei und der Pathologe wird sich das abschließende Ergebnis ja nicht ausgedacht haben. Ist der Hund deshalb böse und ein schuldiger Mörder? Nein…es ist ein Tier. Was da schief gelaufen ist weiß Keiner. Erst war es allerdings ein American Bully, dann nur noch eine Bulldogge. Das Ergebnis dieser schwurbeligen Berichterstattung sehe ich tagtäglich bei unseren Spaziergängen.
Sind deshalb alle Hunde dieser Rassen tickende Zeitbomben? Natürlich nicht
Sind alle Hunde dieser Rassen unschuldige Kuschelmonster? Die so Etwas niemals tun würden? Ebensowenig !
Man kann die Genetik nicht wegreden, nur weil sie heute keinen Nutzen mehr erfüllt,
Aber der moderne Jagdhund weiß selbstverständlich heute, das er nicht jagen darf
Der Hütehund weiß das er nicht hüten soll.
Der Schutzhund soll hobbymäßig zupacken auf dem Hundeplatz, draußen aber keine solche Entscheidung im (für ihn Ernstfall) treffen Usw.
Social Media treibt es auf die Spitze
Jedem Halter sollte aber bewusst sein, das da eine Kraft im eigenen Hund ist…die, wofür die Rasse ursprünglich gezüchtet wurde. Meist ist es Keine, die uns und unseren Mitmenschen gefährlich werden kann…deshalb wird sie erfolgreich ignoriert. Das ist aber der Unterschied zu diesen Hunden, die Kraft ist eine Andere. Die selbstständige Entscheidungsfreude ist eine Andere, die Umsetzung ist eine Andere
Es wird vermehrt, es wird munter gekreuzt…dabei nur die Optik im Hinterkopf…tolle Kiste.
Wenn ich die Genetik als Halter aber nicht lenke und stets im Hinterkopf habe, nur klein rede und verniedliche, passiert, je nach Halter womöglich genau so Etwas. Und ich glaube nicht an eine große Verschwörungstheorie in diesem Fall, wie es Manche scheinbar tun
Es ist ein Tier…natürlich sind wir Menschen am Ende schuld daran, auf irgendeine Art
Ein Hund, egal welcher Größe…ist selbstverständlich kein Baby ( auch wenn man den eigenen Hund schonmal so nennen darf)
Sondern ein erwachsenes, instinktiv handelndes Lebewesen, dem man mit dem nötigen Respekt begegnen sollte. Man sollte viel weniger stolz auf die reine Optik einer Rasse sein, stattdessen lieber darauf, diesen Hund zuverlässig lenken und führen zu können, basierend auf gegenseitigem Vertrauen, aber eben auch gegenseitigem Respekt.
Aber dieser Hund hier wird vermutlich nie wieder ein normales glückliches Leben führen. Er wird lebenslang irgendwo einsitzen. Oder unter unzähligen Auflagen existieren. Ist das lebenswert?
Es wird die Liste außerdem wieder brandaktuell machen, alle Rassen, die auch nur entfernteste optische Ähnlichkeit aufweisen, werden direkt mitverurteilt, hohe Steuern sollen dann vernünftige Halter garantieren , wo Geld ja schon immer ein Indikator für Vernunft war. Das alles führt nur nirgendwo hin.
Ob er es tatsächlich war oder nicht, er hat eigentlich schon sein Leben verloren.
Unser Bewusstein muss sich ändern…der Umgang mit Hundehaltung
Nicht die Hunde
Wir führen stattdessen Debatten und verlangen menschliches Denken und Handeln von den Tieren. Menschliches Rechtsbewusstsein. Verhängen Urteile, erstellen Auflagen…die am Ende nur uns gerecht werden…keinesfalls aber den Hunden.