Ja, aber es muss halt irgendwie enthalten sein, dass das Risiko vorwiegend bei den liegt, die sich das größte Potential haben, dass mal zu brauchen: sonst zahlen wieder alle für ein ist verrückte Spinner…
Und ich fänd auch eine Grössenunterscheidung, wie z.B. in NRW sinnvoll -> das Gefährdungspotential ist von einem großen Hund nunmal höher als von einem kleinen… auch wenn‘s bei dem Letzteren auch nicht Null ist.
Und statt Rassen (halte ich für den komplett falschen Ansatz: da werden nur unkontrolliert neue Rassen generiert, die noch nicht auf der Liste stehen) vielleicht eher Herkunft -> ein Hund vom verantwortungsvollen Züchter hat generell bestimmt weniger Potential zu entgleisen, als einer aus irgendeinem Kellerverschlag! Aber auch hier -> Einzelfallbewertung, schließlich ist jedes Tier anders.
Aber ich entwerfe hier gerade ein Bürokratie-Monster, vor dem ich selber Reissaus nehmen würde…🥴
Und alles nur, weil viele Leute einfach zu blöd sind, mit einem Lebewesen verantwortungsvoll umzugehen.
Traurig, traurig…
Deine Gedanken find ich total nachvollziehbar.
Ich glaube allerdings, dass wir in dieser Debatte ein Stück wegkommen müssen von individuellen Zuschreibungen und auch der Einteilung in „vernünftige Halter“ und „Spinner“ oder die gut informierten auf der einen Seite und die, die angeblich für alles verantwortlich sind, auf der anderen.
Moralisieren bringt uns eher nicht weiter, sondern erzeugt Abwehr, Emotionalisierung und letztlich Stillstand, weil sich ja jeder automatisch auf der „richtigen“ Seite verortet und das Problem primär bei „den anderen“ sieht.
Risiken immer feiner einzelnen Gruppen zuzuordnen, würde am Ende wahrscheinlich wirklich kaum „gerecht“ aber unfassbar aufwendig.
Ein systemischer Ansatz, wie ein solidarisches Vorsorgesystem ähnlich einer Versicherung, benötigt aber ja keine moralische Zustimmung. Und im Ernstfall stünden Ressourcen zur Verfügung, wenn Haltungen scheitern. Wie gesagt, die Beiträge sollen nicht als Strafe für individuelles Versagen stehen, sondern als kollektive Absicherung eines realen Risikos in der Gesellschaft. Das schafft auch ein Bewusstsein dafür dass Hundehaltung nicht nur ein individuelles Hobby sondern auch gesellschaftliche Bedeutung hat.
Letztlich würde ein systemischer Ansatz emotionale Spaltungen in „gute und „schlechte Hundehalter“ überflüssig machen. Dann geht es nicht mehr um „die anderen“, sondern um die gemeinsame Frage, ob wir als Hundehalter vorbereitet sind, wenn etwas schiefläuft.