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Fabienne
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Anzahl der Antworten 4
heute 15:19

Beißvorfall & Unsicherheit vor nächstem Treffen

Hallo zusammen, das ist mein erster Beitrag hier, ich lese aber schon länger still mit 🙂 Ich würde mich sehr über eure Einschätzung zu einer Situation mit meiner Hündin freuen. Meine Hündin ist 8 Jahre alt, wiegt ca. 11 kg und ist eher ein unsicherer/ängstlicher Typ. Grundsätzlich ist sie mit anderen Hunden gut verträglich, geht Konflikten eher aus dem Weg und sucht keinen direkten Kontakt. In meiner Abwesenheit haben meine Eltern auf sie aufgepasst und sich mit meinen Großeltern getroffen, die einen deutlich größeren Hund (ca. 50 kg) haben. Die Hunde kannten sich bereits und sind bisher eigentlich gut miteinander ausgekommen, eher mit Abstand und ohne viel direkten Kontakt. Allerdings war Futter schon immer ein sensibles Thema, weshalb ich mehrfach klar kommuniziert habe, dass es kein Futter in gemeinsamer Anwesenheit geben soll bzw. nur räumlich getrennt. Leider wurde das nicht eingehalten. Es kam zu einer Futtersituation und der große Hund hat meine Hündin zweimal gebissen (in Nacken und Hals). Danach war sie sehr schockiert und hat sich etwa 15 Minuten zitternd in einer Ecke versteckt. Die Verletzungen (zwei Bisswunden) wurden inzwischen tierärztlich versorgt und heilen zum Glück gut. Was mir gerade mehr Sorgen macht, ist ihr Verhalten seitdem: Sie hat kürzlich einen großen Hund angeknurrt – das hat sie vorher nie gemacht. Ich bin ehrlich gesagt auch ziemlich verunsichert und auch wütend, weil ich die Risikosituation vorher klar angesprochen hatte. Jetzt steht im Juni eine Familienfeier an, bei der beide Hunde wieder dabei wären, und ich bin unsicher, wie ich damit umgehen soll. Meine Fragen an euch: - Ist dieses Knurren nach so einem Erlebnis eine normale Reaktion? - Wie kann ich ihr jetzt am besten wieder Sicherheit geben? - Würdet ihr ein erneutes Treffen mit dem anderen Hund überhaupt empfehlen? - Falls ja: unter welchen Bedingungen (z. B. Maulkorb, Leine, getrennte Bereiche)? - Oder würdet ihr eher sagen, lieber ganz vermeiden? Mir ist wichtig, meinen Hund zu schützen und gleichzeitig nichts falsch zu machen. Vielen Dank euch!
 
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Karin
Beliebteste Antwort
heute 13:22
Hi, das ist natürlich eine sehr unschöne Situation. Gut das deine kleine so glimpflich davon gekommen ist.
Achte mal bei Sichtung von anderen Hunden selbst mal auf deine Haltung ( innere und äußere). Manchmal überträgt man selbst seine Unsicherheit/Skepsis auf den eigenen Hund. Zum Beispiel wenn du die Leine enger greifst, dich innerlich verkrampfst....
Helfen kann euch da z.b. gezielte treffen mit Hunden, social walk...
Einem Familientreffen steht da nichts im Wege sofern man die Regeln befolgt.
Z.b.
- Kein fressen für die Hunde
- Beide angeleint
- Beide einige Meter getrennt
- ggf Maulkorb falls das nicht möglich ist
Ich würde da im Vorfeld mit deiner Familie sprechen.
Alles gute euch 👋
 
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Karin
heute 13:22
Hi, das ist natürlich eine sehr unschöne Situation. Gut das deine kleine so glimpflich davon gekommen ist.
Achte mal bei Sichtung von anderen Hunden selbst mal auf deine Haltung ( innere und äußere). Manchmal überträgt man selbst seine Unsicherheit/Skepsis auf den eigenen Hund. Zum Beispiel wenn du die Leine enger greifst, dich innerlich verkrampfst....
Helfen kann euch da z.b. gezielte treffen mit Hunden, social walk...
Einem Familientreffen steht da nichts im Wege sofern man die Regeln befolgt.
Z.b.
- Kein fressen für die Hunde
- Beide angeleint
- Beide einige Meter getrennt
- ggf Maulkorb falls das nicht möglich ist
Ich würde da im Vorfeld mit deiner Familie sprechen.
Alles gute euch 👋
 
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Heike
heute 13:50
Hi, das ist natürlich eine sehr unschöne Situation. Gut das deine kleine so glimpflich davon gekommen ist. Achte mal bei Sichtung von anderen Hunden selbst mal auf deine Haltung ( innere und äußere). Manchmal überträgt man selbst seine Unsicherheit/Skepsis auf den eigenen Hund. Zum Beispiel wenn du die Leine enger greifst, dich innerlich verkrampfst.... Helfen kann euch da z.b. gezielte treffen mit Hunden, social walk... Einem Familientreffen steht da nichts im Wege sofern man die Regeln befolgt. Z.b. - Kein fressen für die Hunde - Beide angeleint - Beide einige Meter getrennt - ggf Maulkorb falls das nicht möglich ist Ich würde da im Vorfeld mit deiner Familie sprechen. Alles gute euch 👋
Dem kann ich mich nur anschließen 😊
Bei Suki haben gezielte Treffen mit angeleinten Hunden sehr gut geholfen, aber es hat auch etwas gedauert.
Fremdhunde habe ich ihr „schöngefüttert“ mit Leckerlies, anfangs mit reichlich Abstand, später auch nähere Begegnungen.
Beim Familientreffen würde ich ebenfalls keinen direkten Kontakt zulassen.
 
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Fabienne
heute 15:01
Danke dir für die Einschätzung und die Tipps.

Heute sind wir an einem Schäferhund vorbeigelaufen. Die Leine war dabei locker. Sie hat beim Vorbeilaufen kurz skeptisch geschaut und mich danach angeschaut, ich habe sie anschließend mit einem Leckerli belohnt. Ich werde weiterhin bewusst auf meine eigene Körpersprache und innere Anspannung achten und denke, dass sich das mit der Zeit wieder einpendelt.

Zur Familienfeier: Es handelt sich um eine größere Feier mit ca. 30–40 Personen. Ich habe Sorge, dass eine dauerhafte Leinenführung für sie dort zu viel Stress sein könnte, deshalb wäre für mich ein Maulkorb die sichere Lösung – ansonsten würden wir diesmal lieber zu Hause bleiben.

Die Haltung meiner Großeltern dazu ist leider eher, dass die Situation heruntergespielt wird („war doch nur ein kleiner Kniff, sowas hat er noch nie gemacht“).
 
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Lisa-Eileen
heute 15:19
Das hatte ich bei Rocket auch da er mit ca 5-6 Monaten von nem schwarzen Labrador angegriffen wurde.
Labradore waren seitdem scheiße, bei schwarzen hat er auch dann eben unsicher geknurrt und gewufft.
Ich hab ihn dann eben geschützt und entsprechend Abstand gehalten wenn möglich.
Nach fast 2-3 Jahren hat es sich von selbst gegeben, mittlerweile hat ers glaubich überwunden.
Rüpelige Hunde wie Labradore findet er zwar immernoch scheiße aber er knurrt nicht mehr usw.
Also direkten Kontakt würd ich nicht zulassen und eben die Situation so gestalten das sie vor dem Hund geschützt ist damit sie wieder Sicherheit bekommt.
Ganz aus dem Weg gehen würd ich nur wenn du merkst das es ein Trigger Hund ist, weil da kann man nicht dran rumtrainieren.
So einen Fall hab ich hier nämlich auch und hab lang versucht zu trainieren, aber er merkt halt das der Hund gefährlich/ bösartig ist und da bringt jedes Training halt nix weil der ihn voll triggert.