Aportieren ist nicht ihr Ding, das klppt 3x, danach setzt sie sich und denkt: ja, geh du...
Wir befassen uns derzeit viel mit dem Apportiertraining, da wir es selbst versuchen möglichst sauber aufzubauen. (Apportieren heißt bei uns nicht Ball werfen und bringen) und auch nicht 50 Wiederholungen. Und ich habe schon einige Literatur dazu gelesen.
Es ist nicht bei jedem Hund die gleiche Grundmotivation vorhanden und auch nicht der gleiche Gegenstand geeignet. Manche haben von sich aus schon so viel Freude dran, dass ein einfacher Gegegenstand/Apportel genügt. Andere Arbeiten nur mit, wenn sie meinen, dass es sich auch wirklich für sie lohnt - also dann am besten ein Futterbeutel. (Frühstück kommt in den Futterbeutel und wird sich "erarbeitet")
Wenn sie ohnehin schon gern schnüffelt, dann denke ich schon, dass Apportieren genau das richtige sein kann. (z. B. Im hohen Gras muss sie dann ja auch ihre Nase nutzen und den Beutel suchen), nebenbei trainiert ihr die Impulskontrolle und habt ein schönes gemeinsames Spiel und stärkt eure Beziehung. Und man darf auch nicht vergessen, dass 30 min intensive Schnüffelarbeit für einen Hund extrem anspruchsvoll und anstrengend ist.
Ich kann nur empfehlen sich näher mit dem Apportieren zu befassen, es gibt da auch sehr viele verschiedene Möglichkeiten und Variationen. Es ist nicht einfach nur stupides werfen und bringen lassen.
Wenn man es richtig "sauber" aufbauen möchte (warten, Beute suchen, tragen und abgeben, Signale bei der Suche klappen), gehören schon anfangs nach meiner Erfahrung auch eine ganze Reihe an einzelnen Übungen dazu, sodass dabei Mensch und Hund gut beschäftigt sind bzw der Hund schön ausgelastet ist.