Als Laufanfänger würde ich erstmal keinen Hund mitnehmen und erst an der eigenen Kondition arbeiten. Du musst stabil das Tempo halten können. Wichtig ist eine gleichmäßige Atmung und Rumpfmuskulatur, falls er mal "ausschert". Dafür muss schon ein bisschen Kondition da sein.
Beim Laufen aktivierst du andere Reizsysteme. Durch die Dynamik dreht der Hund hoch und ist abgelenkter. Deshalb ist deine ruhige Atmung enorm wichtig. Mit normaler Leinenführigkeit hat das nichts zu tun.
Ich habe es entkoppelt vom normalen Spaziergang. Das heisst ein anderes Geschirr und Bauchgurt. Kleinschrittig anfangen. Jeder gemeinsame Laufschritt an lockerer Leine wird belohnt. Am Anfang schaue ich immer, dass die Bedürfnisse des Hundes gestillt sind. Wenn er dringend pinkeln muss, wird er kaum locker mitlaufen.
Ich habe dann unterschiedliche Kommandos für Tempi und Richtungen etabliert. Ich persönlich benutze eine dehnbare Leine damit der Hund vor mir läuft.
Es ist normal, dass es am Anfang chaotisch ist. Auch das muss ein Hund in Ruhe lernen. Nur bei wenigen klappt es auf Anhieb.
Aus eigener Erfahrung: nicht jeder Hund ist dafür geeignet und hat auch Spaß daran.