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Katrin
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Anzahl der Antworten 454
zuletzt 22. Feb.

Toxische Hundebubble?

Wir alle hier haben eins gemeinsam, wir lieben Hunde. Wir wollen ihnen ein glückliches und tolles Leben bieten und eine schöne gemeinsame Zeit haben. Gleichzeitig erlebe ich zunehmend das es in der Hundebubble immer schlimmer zugeht. Ganz egal um welches Thema es geht es wird zum Teil verbal aufeinander eingedroschen. Während man von Angesicht zu Angesicht eher einen gemäßigten Ton einschlägt eskaliert es in Foren/ auf social media umso mehr. Meinungen treffen auf wissenschaftliche Fakten, eigene Erfahrungen werden als das einzig wahre angesehen und neue Ideen und Erkenntnisse als Blödsinn abgetan usw. So individuell wie wir Menschen und unsere Hunde sind so individuell sind die einzelnen Geschichten die jeder von uns zu verschieden Themen zu erzählen hat. Wenn wir alle diesen Geschichten offen lauschen würden könnten wir sicher vieles von einander lernen. Stattdessen führen wir Glaubenskriege über Trainingsmethoden, Ernährung, Gesundheit bis hin zur richtigen Leine, Halsband/Geschirr uvm. Haben wir verlernt wie man richtig mit unseren Mitmenschen umgeht? Wie man Kritik äußert und auch richtig annehmen kann? Wie man sachlich diskutiert ohne mit den moralischen Zeigefinger auf andere zu zeigen? Wenn ja was sagt das über uns als Hundehalter aus? Wenn wir nichtmal mehr vernünftig mit unseren Mitmenschen reden oder umgehen können, wie soll einem das dann beim Hund gelingen? Wenn die eigene Impulskontrolle und Frustrationstoleranz schon beim verfassen eines Kommentars vesagt, wie läuft das dann in einer echten herausfordernden Situation ab? Mich würden eure Meinungen und Erfahrungen und Gedanken dazu interessieren, egal ob im echten Leben oder Online. Empfindet ihr es ähnlich wie ich? Liebe Grüße Katrin J. Wie immer bitte höflich bleiben😊
 
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Sonja
22. Feb. 13:16
Trotzdem kann der Threadersteller ja nichts für die Frustration oder schlechten Erfahrungen, die andere vielleicht vorher gemacht haben. Mit spitzen oder genervten Antworten erreicht man am Ende meist nur, dass die Person komplett dichtmacht und gar nicht mehr reagiert – damit ist niemandem geholfen. Wenn man wirklich etwas bewirken oder unterstützen möchte, bringt ein sachlicher Ton einfach deutlich mehr. Ich persönlich habe es übrigens durchaus als fies und respektlos wahrgenommen
Ich hab mir die Beiträge dort gerade nochmal durchgelesen. Welche Antworten meinst du? Ich finde besonders für Social Media sind die eigentlich ziemlich konstruktiv, auch wenn teilweise angesprochen wird, dass manchen die Formulierung z B. traurig macht. Find ich jetzt nicht verwerflich. Ein einziger Beitrag ist auf eine (für mich) tragbare Weise ironisch geschrieben (Stichwort Plüschhund). Also da ging es hier nun wirklich schon anders ab. Ehrlich gesagt hab ich auch dort nen Shitstorm erwartet beim Lesen des Eröffnungsbeitrags.
 
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Sebbi
22. Feb. 13:49
Den genannten Thread empfinde ich garnicht als toxisch. Es ist tatsächlich so, die Meisten reden komplett am Thema vorbei, sind sich aber irgendwie einig , das zu tun. Deine lobenswerten Versuche darauf hinzuweisen, die kommen eh nicht an und werden überlesen und garnicht wahrgenommen. Toxisch ist für mich was anderes.
Stimmt schon, Michi.
Bis auf ein paar Ausreißer ist es dort tatsächlich ziemlich entspannt.

Und warum? Na, weil der Großteil gar nicht erst richtig liest und komplett am Thema vorbeischreibt.

Meines Erachtens entstehen diese „dynamischen Diskussionen“ nur deshalb, weil viele Menschen bloß zwei, drei Worte aufschnappen, sich sofort ein Urteil bilden und losfeuern.
Wenn einer dann eine kurze Feststellung macht, reagieren viele auf diese kurze Interpretation.
Wenn sich so ein Zug erst mal in Bewegung setzt, hält den keiner mehr auf – nicht mal die Moderatoren.
Die sind ja scheinbar sogar der Meinung, dass dort nur ein paar wenige am Thema vorbei sind, obwohl der prozentual größte Teil der User scheinbar nicht unfallfrei lesen kann.


Das mit dem überfliegen von Texten ist wie bei meinem ersten Beispiel:
Jemand sagt: „Mein Hund darf ins Bett und mich abschlecken. Er ist ein vollwertiges Familienmitglied.“
Ich frage daraufhin nur: „Nur wer mich abschlecken und in meinem Bett schlafen darf, ist ein Familienmitglied?“

Daraus entstand am Ende die Unterstellung, dass ich es wohl verwerflich fände, wenn man einen Hund als Familienmitglied bezeichnet – und dass mein eigener Hund das alles sowieso nicht darf.

Unfallfrei lesen ist hier wirklich ein massives Problem.
 
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Mel und
22. Feb. 15:54
Ich hab mir die Beiträge dort gerade nochmal durchgelesen. Welche Antworten meinst du? Ich finde besonders für Social Media sind die eigentlich ziemlich konstruktiv, auch wenn teilweise angesprochen wird, dass manchen die Formulierung z B. traurig macht. Find ich jetzt nicht verwerflich. Ein einziger Beitrag ist auf eine (für mich) tragbare Weise ironisch geschrieben (Stichwort Plüschhund). Also da ging es hier nun wirklich schon anders ab. Ehrlich gesagt hab ich auch dort nen Shitstorm erwartet beim Lesen des Eröffnungsbeitrags.
Ich sehe das anders. Nur weil manche Beiträge für Social Media noch als „konstruktiv“ gelten, heißt das nicht, dass sie auch wirklich respektvoll oder hilfreich sind. Gerade der ironische Kommentar mit dem Plüschhund mag für Außenstehende lustig wirken, macht die Frage aber letztlich lächerlich, statt sie ernst zu nehmen.
Natürlich bekam dieser Beitrag die meisten Likes ..Julia🐾Nero hatte zu dieser Like Thematik einen tollen Beitrag geschrieben.Passt hier wie "die Faust aufs Auge " wie ich finde .

Das ist er ..

"Ich habe zusätzlich den Eindruck, dass das "Publikum" dazu beiträgt, dass der Diskurs oft in den toxischen Bereich abdriftet.

Je gehässiger der Beitrag, je cleverer und sarkastischer man das Gegenüber ins Lächerliche zieht, umso mehr Pfötchen verteilt das Publikum.
Sachliche und respektvolle Beiträge, die sich inhaltlich auf das Thema beschränken, bekommen oft kaum oder keine Beachtung.

Das Pfötchen System konditioniert uns Teilnehmer wie Leckerchen unsere Hunde. Leider wird hier oft schlechtes Verhalten positiv bestärkt und gefestigt."


Und auch Formulierungen wie „das macht mich traurig“ klingen zwar nett, transportieren aber unterschwellig, dass der Fragesteller etwas falsch gemacht hat. Damit rückt der Fokus weg von der eigentlichen Frage hin zu einer Bewertung der Person oder ihrer Wortwahl.

Kritische Nachfragen sind völlig legitim – aber es kommt eben darauf an, wie sie formuliert sind. Wenn Ironie, Bewertungen oder Seitenhiebe mitschwingen, hilft das der Situation nicht weiter, sondern erschwert einen sachlichen Austausch.
 
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Sonja
22. Feb. 16:04
Ich sehe das anders. Nur weil manche Beiträge für Social Media noch als „konstruktiv“ gelten, heißt das nicht, dass sie auch wirklich respektvoll oder hilfreich sind. Gerade der ironische Kommentar mit dem Plüschhund mag für Außenstehende lustig wirken, macht die Frage aber letztlich lächerlich, statt sie ernst zu nehmen. Natürlich bekam dieser Beitrag die meisten Likes ..Julia🐾Nero hatte zu dieser Like Thematik einen tollen Beitrag geschrieben.Passt hier wie "die Faust aufs Auge " wie ich finde . Das ist er .. "Ich habe zusätzlich den Eindruck, dass das "Publikum" dazu beiträgt, dass der Diskurs oft in den toxischen Bereich abdriftet. Je gehässiger der Beitrag, je cleverer und sarkastischer man das Gegenüber ins Lächerliche zieht, umso mehr Pfötchen verteilt das Publikum. Sachliche und respektvolle Beiträge, die sich inhaltlich auf das Thema beschränken, bekommen oft kaum oder keine Beachtung. Das Pfötchen System konditioniert uns Teilnehmer wie Leckerchen unsere Hunde. Leider wird hier oft schlechtes Verhalten positiv bestärkt und gefestigt." Und auch Formulierungen wie „das macht mich traurig“ klingen zwar nett, transportieren aber unterschwellig, dass der Fragesteller etwas falsch gemacht hat. Damit rückt der Fokus weg von der eigentlichen Frage hin zu einer Bewertung der Person oder ihrer Wortwahl. Kritische Nachfragen sind völlig legitim – aber es kommt eben darauf an, wie sie formuliert sind. Wenn Ironie, Bewertungen oder Seitenhiebe mitschwingen, hilft das der Situation nicht weiter, sondern erschwert einen sachlichen Austausch.
Genau sowas macht ein soziales Gefüge allerdings aus. Manche Reaktionen kann man durchaus ertragen. Ein Psychologiestudium setze ich hier bei niemandem voraus. Aber da haben wir vermutlich unterschiedliche Erwartungshaltungen was die Antworten angeht, das ist auch ok.
 
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Mel und
22. Feb. 16:15
Genau sowas macht ein soziales Gefüge allerdings aus. Manche Reaktionen kann man durchaus ertragen. Ein Psychologiestudium setze ich hier bei niemandem voraus. Aber da haben wir vermutlich unterschiedliche Erwartungshaltungen was die Antworten angeht, das ist auch ok.
Niemand erwartet perfekte oder psychologisch geschulte Antworten. Darum geht es mir gar nicht.
Mir geht es schlicht um einen Respektvollen Umgang: Dass man sachlich bleiben kann, ohne direkt ironisch oder spöttisch zu werden.

Ein soziales Gefüge lebt meiner Meinung nach absolut nicht davon, dass man „etwas aushalten muss“, sondern davon, dass man versucht, fair miteinander umzugehen und dass man trotz unterschiedlicher Meinungen einen gewissen Respekt wahrt.

Ich bin ja selbst nicht fehlerfrei und vergreife mich auch öfter mal im Ton. Gerade deshalb finde ich es wichtig, dass man mal darauf aufmerksam gemacht wird.
 
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Lena
22. Feb. 16:35
Niemand erwartet perfekte oder psychologisch geschulte Antworten. Darum geht es mir gar nicht. Mir geht es schlicht um einen Respektvollen Umgang: Dass man sachlich bleiben kann, ohne direkt ironisch oder spöttisch zu werden. Ein soziales Gefüge lebt meiner Meinung nach absolut nicht davon, dass man „etwas aushalten muss“, sondern davon, dass man versucht, fair miteinander umzugehen und dass man trotz unterschiedlicher Meinungen einen gewissen Respekt wahrt. Ich bin ja selbst nicht fehlerfrei und vergreife mich auch öfter mal im Ton. Gerade deshalb finde ich es wichtig, dass man mal darauf aufmerksam gemacht wird.
Ich finde es auch gut, wenn freundlich darauf hingewiesen wird, dass ein Beitrag unpassend formuliert ist.

Ich gehe zwar davon aus, dass der Thread nicht ernst gemeint ist und habe selber den entsprechenden Beitrag positiv bestätigt-

aber eigentlich ist es genauso ein Verhalten, was man sich verkneifen kann!

Habe ich auf jeden Fall für meine persönliche Handlung reflektiert und mitgenommen.
 
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Steffi
22. Feb. 20:19
Ich sehe das anders. Nur weil manche Beiträge für Social Media noch als „konstruktiv“ gelten, heißt das nicht, dass sie auch wirklich respektvoll oder hilfreich sind. Gerade der ironische Kommentar mit dem Plüschhund mag für Außenstehende lustig wirken, macht die Frage aber letztlich lächerlich, statt sie ernst zu nehmen. Natürlich bekam dieser Beitrag die meisten Likes ..Julia🐾Nero hatte zu dieser Like Thematik einen tollen Beitrag geschrieben.Passt hier wie "die Faust aufs Auge " wie ich finde . Das ist er .. "Ich habe zusätzlich den Eindruck, dass das "Publikum" dazu beiträgt, dass der Diskurs oft in den toxischen Bereich abdriftet. Je gehässiger der Beitrag, je cleverer und sarkastischer man das Gegenüber ins Lächerliche zieht, umso mehr Pfötchen verteilt das Publikum. Sachliche und respektvolle Beiträge, die sich inhaltlich auf das Thema beschränken, bekommen oft kaum oder keine Beachtung. Das Pfötchen System konditioniert uns Teilnehmer wie Leckerchen unsere Hunde. Leider wird hier oft schlechtes Verhalten positiv bestärkt und gefestigt." Und auch Formulierungen wie „das macht mich traurig“ klingen zwar nett, transportieren aber unterschwellig, dass der Fragesteller etwas falsch gemacht hat. Damit rückt der Fokus weg von der eigentlichen Frage hin zu einer Bewertung der Person oder ihrer Wortwahl. Kritische Nachfragen sind völlig legitim – aber es kommt eben darauf an, wie sie formuliert sind. Wenn Ironie, Bewertungen oder Seitenhiebe mitschwingen, hilft das der Situation nicht weiter, sondern erschwert einen sachlichen Austausch.
Die ironische Antwort mit der Gartenfigur und dem Plüschhund habe ich geschrieben. Meinte ich auch absolut ernst und heißt übersetzt 'Du solltest meiner Meinung nach keinen Hund haben'. Die Pfötchen sind mir egal, ich wollte das aber platzieren, auch wenn es wahrscheinlich nicht fruchtet. Ich fürchte allerdings, dass er sich irgendwo einen Hund kaufen kann und wird, den er dann draußen parkt.
Na ja, vielleicht haben die freundlichen Aufklärungsversuche ja Aussicht auf Erfolg.
 
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Tina
22. Feb. 20:32
Die ironische Antwort mit der Gartenfigur und dem Plüschhund habe ich geschrieben. Meinte ich auch absolut ernst und heißt übersetzt 'Du solltest meiner Meinung nach keinen Hund haben'. Die Pfötchen sind mir egal, ich wollte das aber platzieren, auch wenn es wahrscheinlich nicht fruchtet. Ich fürchte allerdings, dass er sich irgendwo einen Hund kaufen kann und wird, den er dann draußen parkt. Na ja, vielleicht haben die freundlichen Aufklärungsversuche ja Aussicht auf Erfolg.
Wenn ein Mensch etwas uuuuuunbedingt möchte, dann wird er es auch tun. So sinnvoll oder sinnlos es sein mag. Man kann nur versuchen aufzuklären und zum Nachdenken anzuregen. Ich finde es dabei trotzdem total wichtig immer höflich zu bleiben und nicht direkt eine Sarkasmuskeule los zu schwingen, das kann sehr verletzend sein und fördert Abschirmung oder auch evtl. sogar das Gegenteil von dem was man erreichen wollte (aka-jetzt mache ich das erst recht). Zumal wir diesen Mensch alle nicht kennen. Wir können hier halt nicht die Welt retten, anderen unsere eigene Meinung aufzwingen oder Menschen davon abhalten eigene Erfahrungen im Leben zu machen.
 
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Steffi
22. Feb. 20:40
Wenn ein Mensch etwas uuuuuunbedingt möchte, dann wird er es auch tun. So sinnvoll oder sinnlos es sein mag. Man kann nur versuchen aufzuklären und zum Nachdenken anzuregen. Ich finde es dabei trotzdem total wichtig immer höflich zu bleiben und nicht direkt eine Sarkasmuskeule los zu schwingen, das kann sehr verletzend sein und fördert Abschirmung oder auch evtl. sogar das Gegenteil von dem was man erreichen wollte (aka-jetzt mache ich das erst recht). Zumal wir diesen Mensch alle nicht kennen. Wir können hier halt nicht die Welt retten, anderen unsere eigene Meinung aufzwingen oder Menschen davon abhalten eigene Erfahrungen im Leben zu machen.
Ich weiß, das war aber das 'freundlichste', was ich rausbekommen habe und schreiben wollte ich. Du hast dann ja ziemlich bald positiv nachgelegt..Zum denken angeregt und aufgeklärt, ich hoffe, dass es hilft, hast Du gut gemacht.
 
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Mel und
22. Feb. 20:51
Die ironische Antwort mit der Gartenfigur und dem Plüschhund habe ich geschrieben. Meinte ich auch absolut ernst und heißt übersetzt 'Du solltest meiner Meinung nach keinen Hund haben'. Die Pfötchen sind mir egal, ich wollte das aber platzieren, auch wenn es wahrscheinlich nicht fruchtet. Ich fürchte allerdings, dass er sich irgendwo einen Hund kaufen kann und wird, den er dann draußen parkt. Na ja, vielleicht haben die freundlichen Aufklärungsversuche ja Aussicht auf Erfolg.
Glaub ich dir, dass du das ernst meinst. Für mich passt dein Beitrag allerdings perfekt in den „Toxische Hundebubble“Thread. Muss ja jeder selbst wissen.wir haben da offenbar einfach unterschiedliche Ansichten.