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Katrin
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heute 01:33

Toxische Hundebubble?

Wir alle hier haben eins gemeinsam, wir lieben Hunde. Wir wollen ihnen ein glückliches und tolles Leben bieten und eine schöne gemeinsame Zeit haben. Gleichzeitig erlebe ich zunehmend das es in der Hundebubble immer schlimmer zugeht. Ganz egal um welches Thema es geht es wird zum Teil verbal aufeinander eingedroschen. Während man von Angesicht zu Angesicht eher einen gemäßigten Ton einschlägt eskaliert es in Foren/ auf social media umso mehr. Meinungen treffen auf wissenschaftliche Fakten, eigene Erfahrungen werden als das einzig wahre angesehen und neue Ideen und Erkenntnisse als Blödsinn abgetan usw. So individuell wie wir Menschen und unsere Hunde sind so individuell sind die einzelnen Geschichten die jeder von uns zu verschieden Themen zu erzählen hat. Wenn wir alle diesen Geschichten offen lauschen würden könnten wir sicher vieles von einander lernen. Stattdessen führen wir Glaubenskriege über Trainingsmethoden, Ernährung, Gesundheit bis hin zur richtigen Leine, Halsband/Geschirr uvm. Haben wir verlernt wie man richtig mit unseren Mitmenschen umgeht? Wie man Kritik äußert und auch richtig annehmen kann? Wie man sachlich diskutiert ohne mit den moralischen Zeigefinger auf andere zu zeigen? Wenn ja was sagt das über uns als Hundehalter aus? Wenn wir nichtmal mehr vernünftig mit unseren Mitmenschen reden oder umgehen können, wie soll einem das dann beim Hund gelingen? Wenn die eigene Impulskontrolle und Frustrationstoleranz schon beim verfassen eines Kommentars vesagt, wie läuft das dann in einer echten herausfordernden Situation ab? Mich würden eure Meinungen und Erfahrungen und Gedanken dazu interessieren, egal ob im echten Leben oder Online. Empfindet ihr es ähnlich wie ich? Liebe Grüße Katrin J. Wie immer bitte höflich bleiben😊
 
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Jörg
2. Feb. 19:50
Ich muss hier noch mal ein klares Statement zur Verantwortung nachschieben (erst heute wieder ein aktuelles Thema erlebt und mein größter Triggerpunkt) Es ist für mich schlichtweg verantwortungslos, bestimmte Rassen in ein Umfeld zu pressen, das ihrer Genetik komplett widerspricht. Ein Hund, dessen Instinkt auf Weite, Schutz oder eigenständiges Arbeiten ausgelegt ist, gehört nicht in einen Großstadt Plattenbau. Da nützt auch die beste Erdung oder die meiste Liebe nichts, das ist ein Kampf gegen die Natur des Tieres, den am Ende immer der Hund verliert. Die Toxizität entsteht oft dort, wo Menschen ihren persönlichen Wunsch (Ich will aber genau diese Rasse) über die Bedürfnisse des Hundes stellen. Wenn der Hund dann in der Enge der Stadt rassetypisch reagiert und zum Problem wird, wird online oft nur über Trainingsmethoden gestritten. Aber die eigentliche Frage stellt keiner: Darf man das dem Hund überhaupt antun? Wahre Intuition und Respekt vor dem Lebewesen fangen für mich damit an, einzusehen, wo meine Möglichkeiten enden. Alles andere ist Egoismus auf Kosten des Tierwohls.
Schwierig das so pauschal zu bewerten, genau so könnte man fragen ob es in Ordnung mit einem Husky in Deutschland zu bleiben während der Sommer Monate oder mit einem Hund mit wenig Unterfell im Winter in Deutschland zu verbringen. Oder ist Tierhaltung nicht generell irgendwie was egoistisches?
 
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Sylvia
2. Feb. 19:50
Ich muss hier noch mal ein klares Statement zur Verantwortung nachschieben (erst heute wieder ein aktuelles Thema erlebt und mein größter Triggerpunkt) Es ist für mich schlichtweg verantwortungslos, bestimmte Rassen in ein Umfeld zu pressen, das ihrer Genetik komplett widerspricht. Ein Hund, dessen Instinkt auf Weite, Schutz oder eigenständiges Arbeiten ausgelegt ist, gehört nicht in einen Großstadt Plattenbau. Da nützt auch die beste Erdung oder die meiste Liebe nichts, das ist ein Kampf gegen die Natur des Tieres, den am Ende immer der Hund verliert. Die Toxizität entsteht oft dort, wo Menschen ihren persönlichen Wunsch (Ich will aber genau diese Rasse) über die Bedürfnisse des Hundes stellen. Wenn der Hund dann in der Enge der Stadt rassetypisch reagiert und zum Problem wird, wird online oft nur über Trainingsmethoden gestritten. Aber die eigentliche Frage stellt keiner: Darf man das dem Hund überhaupt antun? Wahre Intuition und Respekt vor dem Lebewesen fangen für mich damit an, einzusehen, wo meine Möglichkeiten enden. Alles andere ist Egoismus auf Kosten des Tierwohls.
Ich habe ja kaum einen Triggerpunkt. Aber bei diesem Thema gehe ich mit.
 
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Celine
2. Feb. 20:03
Schwierig das so pauschal zu bewerten, genau so könnte man fragen ob es in Ordnung mit einem Husky in Deutschland zu bleiben während der Sommer Monate oder mit einem Hund mit wenig Unterfell im Winter in Deutschland zu verbringen. Oder ist Tierhaltung nicht generell irgendwie was egoistisches?
Natürlich kann man alles ins Extreme ziehen aber mir geht es hier nicht um die Außentemperatur, sondern um das Wesen und den Zweck, für den diese Hunde über Jahrhunderte selektiert wurden.

Ein Husky im deutschen Sommer hat es warm, ja aber ein Herdenschutzhund oder ein Malinois in einem engen Plattenbau leidet nicht an der Temperatur, sondern an einer mentalen (ich nenne es mal) Verstümmelung seiner Instinkte. Ein Hund, der dafür gemacht ist, autark 500 Schafe zu schützen, kann in einer engen Stadtwohnung nicht einfach nur der beiläufige Familienhund sein. Das ist der Unterschied zwischen physischem Unbehagen (Wetter) und psychischer Fehlplatzierung.

Und ja, Tierhaltung hat immer einen egoistischen Anteil. Aber es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen dem Egoismus, einem Lebewesen ein Zuhause zu geben, das seinen Bedürfnissen entspricht und dem Egoismus, ein hochspezialisiertes ‚Arbeitstier‘ als Accessoire/ Status in ein Umfeld zu zwingen, in dem es zwangsläufig zum Problemfall werden muss.

Wahre Intuition bedeutet für mich, die eigenen Grenzen zu kennen. Wer das als ‚pauschal‘ abtut, ignoriert meiner Meinung nach die Realität in unseren Tierheimen, die sind nämlich voll mit genau diesen Rassen, die in der Stadt ‚plötzlich‘ rassetypisches Verhalten gezeigt haben.

Ich habe die Dobermannhündin, die in Berlin aufgewachsen ist, nämlich NICHT wieder in diese Stadt vermittelt. Die kam nach Brandenburg mit Haus und Garten.
 
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Carola
2. Feb. 20:10
Natürlich kann man alles ins Extreme ziehen aber mir geht es hier nicht um die Außentemperatur, sondern um das Wesen und den Zweck, für den diese Hunde über Jahrhunderte selektiert wurden. Ein Husky im deutschen Sommer hat es warm, ja aber ein Herdenschutzhund oder ein Malinois in einem engen Plattenbau leidet nicht an der Temperatur, sondern an einer mentalen (ich nenne es mal) Verstümmelung seiner Instinkte. Ein Hund, der dafür gemacht ist, autark 500 Schafe zu schützen, kann in einer engen Stadtwohnung nicht einfach nur der beiläufige Familienhund sein. Das ist der Unterschied zwischen physischem Unbehagen (Wetter) und psychischer Fehlplatzierung. Und ja, Tierhaltung hat immer einen egoistischen Anteil. Aber es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen dem Egoismus, einem Lebewesen ein Zuhause zu geben, das seinen Bedürfnissen entspricht und dem Egoismus, ein hochspezialisiertes ‚Arbeitstier‘ als Accessoire/ Status in ein Umfeld zu zwingen, in dem es zwangsläufig zum Problemfall werden muss. Wahre Intuition bedeutet für mich, die eigenen Grenzen zu kennen. Wer das als ‚pauschal‘ abtut, ignoriert meiner Meinung nach die Realität in unseren Tierheimen, die sind nämlich voll mit genau diesen Rassen, die in der Stadt ‚plötzlich‘ rassetypisches Verhalten gezeigt haben. Ich habe die Dobermannhündin, die in Berlin aufgewachsen ist, nämlich NICHT wieder in diese Stadt vermittelt. Die kam nach Brandenburg mit Haus und Garten.
Nun es gibt ja die Theorie, die von manchen vertreten wird, dass die Gene keine Rolle spielen, alles nur Erziehung ist und wenn man lange genug übt klappt schon alles.
Diesbezüglich hatte ich hier im Forum auch schon mal ganz heiße Diskussionen ich glaube, ich wurde dann auch gesperrt.
Vertritt man diese Theorie dann spielt die Veranlagung des Hundes ja keine Rolle und sie wird fröhlich ignoriert.
Ich persönlich halte das für eine brandgefährliche Sache und dann kommen eben solche Katastrophen wie Herdenschutzhund in Etagenwohnung vor.
Ja und was soll man nun machen außer sich aufregen?
 
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Sylvia
2. Feb. 20:14
Nun es gibt ja die Theorie, die von manchen vertreten wird, dass die Gene keine Rolle spielen, alles nur Erziehung ist und wenn man lange genug übt klappt schon alles. Diesbezüglich hatte ich hier im Forum auch schon mal ganz heiße Diskussionen ich glaube, ich wurde dann auch gesperrt. Vertritt man diese Theorie dann spielt die Veranlagung des Hundes ja keine Rolle und sie wird fröhlich ignoriert. Ich persönlich halte das für eine brandgefährliche Sache und dann kommen eben solche Katastrophen wie Herdenschutzhund in Etagenwohnung vor. Ja und was soll man nun machen außer sich aufregen?
Wer möchte denn mal einen Thread zu dem Thema eröffnen? 😁
 
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Celine
2. Feb. 20:14
Nun es gibt ja die Theorie, die von manchen vertreten wird, dass die Gene keine Rolle spielen, alles nur Erziehung ist und wenn man lange genug übt klappt schon alles. Diesbezüglich hatte ich hier im Forum auch schon mal ganz heiße Diskussionen ich glaube, ich wurde dann auch gesperrt. Vertritt man diese Theorie dann spielt die Veranlagung des Hundes ja keine Rolle und sie wird fröhlich ignoriert. Ich persönlich halte das für eine brandgefährliche Sache und dann kommen eben solche Katastrophen wie Herdenschutzhund in Etagenwohnung vor. Ja und was soll man nun machen außer sich aufregen?
Das bringt es leider ziemlich genau auf den Punkt. Dass man für das Aussprechen biologischer Realitäten sogar gesperrt wird, zeigt, wie sehr sich manche in der Bubble von der Realität entfernt haben.

Man will glauben, dass man alles in der Hand hat, wenn man nur hart genug arbeitet. Aber einen Hund gegen seine Genetik verbiegen zu wollen, ist kein Training, sondern das Ignorieren seiner Seele..

Da bin ich ganz bei dir..mir fällt es auch schwer bei dem Thema
 
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Jörg
2. Feb. 20:15
Natürlich kann man alles ins Extreme ziehen aber mir geht es hier nicht um die Außentemperatur, sondern um das Wesen und den Zweck, für den diese Hunde über Jahrhunderte selektiert wurden. Ein Husky im deutschen Sommer hat es warm, ja aber ein Herdenschutzhund oder ein Malinois in einem engen Plattenbau leidet nicht an der Temperatur, sondern an einer mentalen (ich nenne es mal) Verstümmelung seiner Instinkte. Ein Hund, der dafür gemacht ist, autark 500 Schafe zu schützen, kann in einer engen Stadtwohnung nicht einfach nur der beiläufige Familienhund sein. Das ist der Unterschied zwischen physischem Unbehagen (Wetter) und psychischer Fehlplatzierung. Und ja, Tierhaltung hat immer einen egoistischen Anteil. Aber es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen dem Egoismus, einem Lebewesen ein Zuhause zu geben, das seinen Bedürfnissen entspricht und dem Egoismus, ein hochspezialisiertes ‚Arbeitstier‘ als Accessoire/ Status in ein Umfeld zu zwingen, in dem es zwangsläufig zum Problemfall werden muss. Wahre Intuition bedeutet für mich, die eigenen Grenzen zu kennen. Wer das als ‚pauschal‘ abtut, ignoriert meiner Meinung nach die Realität in unseren Tierheimen, die sind nämlich voll mit genau diesen Rassen, die in der Stadt ‚plötzlich‘ rassetypisches Verhalten gezeigt haben. Ich habe die Dobermannhündin, die in Berlin aufgewachsen ist, nämlich NICHT wieder in diese Stadt vermittelt. Die kam nach Brandenburg mit Haus und Garten.
Ich verstehe schon was du meinst. Und respektiere das auch dennoch muss man sich generell mal immer die Frage stellen ob Tierhaltung nicht grundsätzlich egoistisch ist. Das fängt bei Fischen an, geht weiter über Vögel, Katzen, Hund, Pferd usw. ich glaub es gibt da keine pauschal sondern kommt auf den Karakter des Tieres an. Klar ist es nicht Ratsam einen Kangal im 5 Stock in einer Einzimmerwohnung zu halten. Aber wenn der Karakter des Hundes es her gibt spricht eigentlich auch nichts dagegen. Es kommt halt immer auf das Tier an. Das wäre jetzt auch nicht richtig wenn man sagen würde ein Border Collie wird nur froh wenn er eine Herde zum Hüten hat. Das ist einfach eine pauschale die nicht generell anwendbar ist.
 
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Carola
2. Feb. 20:15
Wer möchte denn mal einen Thread zu dem Thema eröffnen? 😁
Nee danke lieber nicht! Ich habe mich in diesem Thread, wo es sehr viele Befürworter dieser Theorie gab, ziemlich unbeliebt gemacht und ich glaube eben auch dass ich dann blockiert wurde da ich ihn nicht mehr sehen konnte irgendwann.
 
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Celine
2. Feb. 20:15
Wer möchte denn mal einen Thread zu dem Thema eröffnen? 😁
Ich glaube wir hatten schon mal ein Thread zum Thema Genetik? Oder lieg ich da falsch? 😄
 
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Carola
2. Feb. 20:15
Ich glaube wir hatten schon mal ein Thread zum Thema Genetik? Oder lieg ich da falsch? 😄
Genau den meine ich