Ich hatte das Wochenende meine Familie zu Besuch und wir waren bei Holiday on Ice, was wirklich eine tolle Show war, kann ich jedem nur empfehlen!
Jetzt sind sie gerade gefahren, ich habe das große Drama im Forum (zum Glück?) verpasst und mich nun durch den geschlossenen Thread durchgewühlt, bin zumindest auf S. Entschuldigung gestoßen und ärgere mich ein wenig, dass ich mich gar nicht mehr äußern konnte, denn der eine Beitrag von mir, zu dem ich mich hinreißen ließ, wurde glaube ich mindestens einmal hinterfragt bzw es wurde um Erläuterung gebeten.
Zur toxischen Bubble kann ich nur sagen, dass ich meinen Account jetzt bestimmt schon 3 oder 4 Mal gelöscht habe, immer mit mehreren Monaten Pause.
Das hätte ich S. gerne noch mitgeteilt. Nicht um auf sie einzutreten, wenn sie am Boden liegt, sondern zusätzlich die Augen etwas zu öffnen.
Denn ich habe mich durch S. und ihren Freundeskreis hier regelrecht gemobbt gefühlt (und ich nutze das Wort nicht leichtfertig!). Sie hat nicht nur "genervt", wie sie es geschrieben hat, sondern andere Menschen zutiefst verletzt, gekränkt und psychisch belastet und es haben sich einige verabschiedet.
Mein Postingverhalten im Forum hat sich sehr eingeschränkt, in Erziehungssachen melde ich mich kaum noch zu Wort, ich beschränke mich auf Tratsch und was hat mich gefreut Posts. Unter anderem wegen S., die hier nach ihrem Abgang weiter Lobeshymnen für ihren "Einsatz" bekommt.
Und das finde ich macht das toxische in der Bubble aus. Man wird völlig blind für die Gefühle des Gegenübers, der Zweck heiligt die Mittel.
Hinter den Methoden stehen Menschen, hinter den Menschen Geschichten und Erfahrungen. Das ist aber egal, man will nur den Glaubenskrieg gewinnen und nimmt Kollateralschaden für die "gute Sache" gerne und aktiv in Kauf.
Eigentlich habe ich den Anspruch von S. erfüllt. Ich habe nach sehr langer Zeit meine Komfortzone verlassen, hinterfragt was ich da eigentlich meinem Hund antue und über meinen Tellerrand geschaut. Nur war meine ursprüngliche Komfortzone R+ (und ich habe sehr viel Zeit und Geld in R+ Trainer investiert, weil sicher jemand der Meinung sein wird, ich hätte es einfach nicht richtig gemacht) und ich bin davon weggekommen. Nicht weil ich Dominanzphantasien habe, nicht weil ich in den 70er Jahren auf dem Hundeplatz war (da war ich tatsächlich noch nicht geboren), nicht weil ich Wissenschaft ablehne oder einen perfekten Hund will, der funktioniert. Sondern weil ich das bestmögliche Leben für meinen Hund möchte. Die größte Lebensqualität. Ich will, dass er am Leben teilhaben kann und nicht am Leben vorbeigemanaged wird. Ich will, dass er von seinem Umfeld nicht mehr abgelehnt wird, dass er schwimmen und rennen und spielen kann.
Vielleicht öffne ich noch mal einen Thread, in dem ich unseren Werdegang beschreibe und auch noch mal erkläre, was ich damit meinte, dass in manchen Situationen eine positive Strafe den Hund überhaupt erst aufnahmefähig für Lernen und Neubewerten von Situationen machen kann. Allerdings bin ich nach unendlichen Diskussionen mit unter anderem S. echt resigniert und erfolgreich gedeckelt und muss einen günstigen Zeitpunkt raussuchen, in dem ich mich der Diskussion stellen kann.
So das ist jetzt doch ziemlich off topic, aber ich musste das irgendwo loswerden und dieser Thread scheint noch am ehesten den geschlossenen Thread weiterzuführen.
Liebe Julia, vielen Dank für deine ehrlichen Worte, die ich in allen Bereichen nachvollziehen kann. In Erziehungsfragen lese ich mittlerweile auch nur noch mit und antworte selten. Nicht weil ich Angst vor einer Diskussion habe sondern weil ich eher die Befürchtung habe für meine aktuelle Erziehungsmethode gelyncht zu werden, da ich nicht ausschließlich mit Baileys positiv trainieren kann. Als ich mit Dogorama angefangen habe, habe ich oft über das positive Training gelesen und es ebenfalls als das einzig wahre angesehen, aber dabei den Charakter meines Hundes außer Acht gelassen. Ich habe mir mit 11 Monaten einen Hund erzogen, der an mir hoch gesprungen und zugeschnappt hat, wenn er meine Anweisung scheiße fand. Mittlerweile ist das kein Thema mehr, aber auch mehrere Hundetrainer haben mir bestätigt, dass Baileys kein einfacher Hund ist, keiner der sich unterwirft oder der sich von einem Trainer (Trainereffekt) beeindruckend lässt. Ich habe mir auch einen Hund gewünscht, der einfach zu händeln ist, aber noch mehr wünsche ich mir, dass er runterfahren- und mit mir an der Gesellschaft teilnehmen kann, wie es andere Hunde auch können. Dafür führen wir aktuell unschöne Diskussion, lange, oft und emotional komme ich ehrlich gesagt an meine Grenzen. Ich kann es mir aber nicht erlauben, dass ein anderer Hund durch meinen Hund vielleicht sogar verletzt wird. Als Management nutze ich hier den Maulkorb und durch das Training erhoffe ich mir, dass dieser auch bald wieder Geschichte sein wird.
Das ist auch eher Off-Topic, aber vielleicht lesen das ein paar Menschen und hinterfragen demnächst zuerst bevor Sie verurteilen. Ich glaube jeder würde wollen, dass sein Hund einen perfekten Will-to-please hat, aber manchmal kommt ein Hund mit seinen eigenen Ecken und Kanten und zwingt den Hundehalter anders ans Training zu gehen als man erhofft hatte.