Home / Forum / Spaß & Tratsch / Stachelhalsband mit Noppen

Verfasser-Bild
𝔍𝔢𝔰𝔰𝔦𝔠𝔞
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 19
heute 22:06

Stachelhalsband mit Noppen

‼️Ich brauche bitte euren Rat‼️ Hallo zusammen, ich wende mich an euch, weil mich eine Situation sehr beschäftigt und ich mir unsicher bin, wie ich richtig handeln soll. Eine Bekannte von mir hält seit über 30 Jahren Schäferhunde. Ihre Erziehungsmethoden waren und sind sehr hart und stark aversiv geprägt. Aktuell nutzt sie bei ihrem Hund unter anderem ein Stachelhalsband mit Gumminoppen. Mir ist bewusst, dass Stachelhalsbänder tierschutzrelevant sind, und genau deshalb belastet mich diese Situation sehr. Ich habe große Zweifel, ob Belehren oder Diskutieren hier überhaupt etwas bewirken würde, da diese Methoden für sie seit Jahrzehnten als „normal“ und richtig gelten. Gleichzeitig fällt es mir schwer, einfach wegzusehen, weil mir das Wohl des Hundes sehr am Herzen liegt. Ich möchte keinen Streit auslösen und niemanden bloßstellen, suche aber ehrliche Einschätzungen und Erfahrungen von euch: Wie würdet ihr mit so einer Person umgehen? Gibt es aus eurer Sicht überhaupt eine Chance, respektvoll etwas zu bewirken, oder ist es sinnvoller, klare persönliche Grenzen zu ziehen? Wo zieht ihr für euch die Grenze zwischen „aushalten“, „ansprechen“ und „eingreifen“? Mir geht es nicht darum, jemanden anzugreifen, sondern darum, verantwortungsvoll mit einer Situation umzugehen, in der Tierschutz eine Rolle spielt. Ich bin dankbar für jeden konstruktiven Rat, jede Erfahrung und jede Perspektive. Vielen Dank fürs Lesen und für eure Unterstützung 💚
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Karin
heute 18:46
Stachelhalsband fällt unter Tierquälerei und ist grundsätzlich verboten. Die Nutzung kann mit hohem Bußgeld belegt werden.
Es gibt, wenn keine Einsicht besteht, leider nur die Möglichkeit sich an das Veterinäramt oder die Polizei zu wenden. Diese prüfen dann den Sachverhalt.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Heike
heute 18:55
Ich denke, Belehren und Diskutieren wird schwierig werden. Ich würde es ihr gegenüber ansprechen, dass für mich Stachelhalsbänder und aggressive Erziehungsmethoden unakzeptabel sind und die Halsbänder auch nicht erlaubt sind. Bleibt sie uneinsichtig, würde ich sie beim nächsten Tierschutzverein melden und um eine Kontrolle bitten.
Die Anzeige kann auch anonym sein.
Ich könnte eine Bekannte nicht in meinem Umkreis haben, die schlecht mit dem Hund oder auch anderen Tieren umgeht.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Maria
heute 19:04
Vielleicht könnte man noch auf Trainer:innen verweisen, die sich von solchen Methoden abgewendet haben. Anita Balser (HTS) erzählt in ihrem Podcast von ihrer Geschichten und warum sie sich von solchen Methoden abgewendet hat. Jan Nijboer kommt ursprünglich auch aus dieser Richtung.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sebbi
heute 19:10
Das sind die alten Hasen. Erzählen brauchst du denen nichts. Die wissen das, aber sie haben ihre Meinung schon lange manifestiert und wissen eh alles besser. 🙄

Ob das Melden was bringt, wage ich zu bezweifeln.

Da denke ich an Sebbis Beißunfall.
Ich musste das melden, weil meine Krankenkasse das wegen meiner Verletzungen einforderte.

Der Halter hatte definitiv keine Ahnung von Hunden.
Der Hund war nicht angemeldet, nicht geimpft, nicht versichert – und es war schon seine dritte Beißattacke.

Der Halter wird immer noch regelmäßig mit dem gleichen Hund gesichtet.
Juckt doch eh keine 🐖.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
P.
heute 19:27
Meine ehrliche Einschätzung: Wenn ich hier überhaupt kommentieren darf (bin ja blockiert 😅):Menschen, die seit Jahrzehnten stark aversiv arbeiten, sind durch Diskussionen meist kaum erreichbar. Für sie ist das „bewährt“ und damit richtig. Belehren oder Argumentieren führt dann oft eher zu Abwehr als zu Veränderung. Das ist frustrierend, aber leider Realität. Wenn es überhaupt eine Chance gibt, dann nur sehr vorsichtig und über Beziehung: ruhig bleiben, keine Vorwürfe, eher Fragen stellen oder durch eigenes Vorleben zeigen, dass es auch anders geht. Ob das angenommen wird, hängt komplett von der Offenheit der Person ab – und die kann man halt nicht erzwingen. Gleichzeitig finde ich persönliche Grenzen setzen enorm wichtig. Man darf klar sagen, dass man diese Methoden kritisch sieht und sie für tierschutzrelevant hält.
Wieso bist du blockiert? Sehe ich übrigens genauso
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Guido
heute 19:29
Mal ehrlich, braucht man das wirklich?.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nicole
heute 19:41
Ich verstehe den Impuls total, nur ist die Realität leider oft eine andere. Das Veterinäramt greift in solchen Fällen meist nicht ein, solange keine akute Verletzung, kein nachweisbares Leid oder kein eindeutig dokumentierter Verstoß vorliegt. "Klartext reden“ kann man natürlich – ob das bei Menschen mit jahrzehntelanger Überzeugung etwas bewirkt, ist aber fraglich. Und Anzeigen ohne Aussicht auf Konsequenzen verschärfen die Situation oft eher, als dass sie dem Hund helfen. Ich finde, man sollte realistisch bleiben, was Behörden tatsächlich leisten und durchsetzen können . Wegschauen ist keine Lösung – aber blinder Aktionismus hilft dem Hund am Ende auch nicht automatisch.
Einstellungssache
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Carola
heute 20:07
Also ich habe es mal gegoogelt und so wie es aussieht sind die Dinger auch mit Gumminoppen verboten.
Darauf würde ich die Dame vielleicht einmal vorsichtig und freundlich hinweisen aber man kann nur im Sinne der Hunde hoffen dass es auch ankommt.
Ich würde mal beim Veterinäramt anrufen und fragen was man tun könnte. Vielleicht hilft ja ein Hinweis seitens des Amtes.

Ich finde es immer komisch dass Leute die schon lange Hunde haben immer wieder angegriffen werden als ob sie keine Ahnung hätten! Natürlich gibt es welche die keine Ahnung haben und das 30 Jahre lang und ich glaube auch nicht dass sich dann etwas ändert.
Ich habe auch seit über 30 Jahren Hunde und noch nie ein Stachelhalsband oder so etwas benutzt. Das nur so nebenbei.
Natürlich waren Erziehungsmethoden vor 20 oder 30 Jahren oder auch schon vor 15 Jahren noch ganz anders als heute, was aber ja nicht heißt dass man damals seine Tiere gequält hätte oder es heute tun würde.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sonja
heute 22:06
Ich persönlich distanziere mich von solchen Leuten. Einer Trainerin, die den Einsatz von Strom in bestimmten Situationen befürwortet (und auch die Wasserflasche gerne in die Hand nimmt) habe ich den Rücken gekehrt. Hätte ich Beweise, hätte ich sie angezeigt, mindestens beim Veterinäramt.
Also in Deinem Fall würde ich mit der Bekannten sprechen, dass das inakzeptable Methoden sind, die Du anzeigen wirst, und dann den Kontakt abbrechen. Und ich würde es tatsächlich anzeigen, wenn Du Beweise hast.