Mit oder ohne Unterfell?
Mich würde wirklich interessieren, wofür sich andere eher entscheiden würden – Hunde mit Unterfell oder Hunde ohne Unterfell? Oder ist das am Ende für viele völlig egal?
Seit ich aktuell die Spitzen-Mischlingshündin einer Freundin zu Besuch habe, denke ich darüber nämlich überraschend oft nach.
Sie hat reichlich Fell und vor allem auch richtig viel Unterwolle. Bedeutet ganz klar: kein Mantel, kein Overall, kein ständiges An- und Ausziehen. Selbst bei Minusgraden ist sie draußen völlig unbeeindruckt. Nur auf dem Hundeplatz, beim Training, wenn längere Wartezeiten anstehen und es unter etwa 5 °C geht, bekommt sie ein leichtes Pulloverchen an – nicht, weil sie friert, sondern damit sie gesundheitlich einfach nicht auskühlt. Das ist ein Vorsorge-Ding, kein „mein Hund zittert“-Thema.
Im direkten Vergleich zu meinen eigenen Hunden ist das schon ein krasser Unterschied. Alle meine sechs Hunde haben kein Unterfell – wirklich 0,0 %. Das heißt:
Bei Temperaturen unter 8–10 °C brauchen sie Pullover oder Mäntel, weil sie sonst tatsächlich frieren. Und ja, das betrifft wirklich jede entsprechende Wetterlage. Spaziergang? Anziehen. Training? Anziehen. Kurz raus? Anziehen. Windig? Noch mal neu überlegen.
Und ich merke gerade, ganz ehrlich: Das kann manchmal ziemlich nerven.
Nicht dramatisch, nicht weltbewegend – aber im Alltag eben doch präsent. Vor allem jetzt, wo ich durch den Besuchshund diesen direkten Vergleich habe und sehe, wie unkompliziert es auch sein kann.
Natürlich hat ein Hund mit Unterfell auch Nachteile:
👉 mehr Fellpflege
👉 heftiger Fellwechsel
👉 im Sommer genauer hinschauen wegen Hitze
Aber eben auch klare Vorteile:
✔ natürliche Isolation gegen Kälte
✔ weniger Kleidungs-Management
✔ mehr Flexibilität bei Wetterumschwüngen
ABER – und das ist mir wichtig:
So sehr ich das Thema gerade im Alltag merke, ist mir das Fell am Ende zweitrangig. Ich entscheide mich nicht primär nach Unterwolle oder Nicht-Unterwolle, sondern nach Charakter, Wesen und Rasse, die zu mir passen. Natürlich spielt Optik auch eine Rolle – wären wir ehrlich, würde das jeder unterschreiben – aber sie ist nicht ausschlaggebend.
Ich nehme dann halt in Kauf, dass meine Hunde bei Kälte angezogen werden müssen. Das gehört dazu. Ich mache es ja auch gern für sie. Trotzdem darf man ja mal feststellen: Es ist im Vergleich eben mehr Aufwand.
Deshalb meine ehrliche Diskussionsfrage:
Was wäre euch wichtiger?
👉 Ein Hund mit Unterfell und mehr Fellpflege, dafür weniger Kleidung?
👉 Oder ein Hund ohne Unterfell, pflegeleichter im Fell, aber mit deutlich höherem Mantel- und Pulloverbedarf?
👉 Oder sagt ihr: Völlig egal – Hauptsache, der Hund passt zu mir?
Ich merke jedenfalls gerade, dass mir dieser Vergleich neue Gedanken gibt – auch wenn meine Entscheidung für meine Hunde dadurch nicht weniger richtig wird. 🐕💬