Eigentlich wollte ich hier mitschreiben, aber beim zweiten Lesen hat mich dieser Beitrag doch eher traurig gestimmt.
Dieses typische Humblebragging, also das eigene Glück als „Problem“ zu tarnen, kommt bei den Menschen, die jeden Tag hart und oft verzweifelt an der Leinenführigkeit arbeiten, vermutlich eher empathielos und verletzend an.
Es wirkt einfach so, als ginge es hier weniger um einen echten Austausch, sondern vielmehr um eine Bühne für Selbstdarstellung und das Fischen nach Bewunderung.
Dass sich dann noch andere finden, die dieses Spiel mitspielen, macht es für die Mitleser nicht leichter, die gerade wirklich Probleme haben.
Immerhin gibt es viele Halter, die bereits Unmengen an Zeit, Herzblut und auch Geld in das Training mit ihren sogenannten „Leinenterroristen“ gesteckt haben und trotzdem kaum Land sehen.
Einen solchen Einsatz durch Ironie ins Lächerliche zu ziehen, denunziert deren harte Arbeit und kann ihnen auch unter Umständen den Mut und die Hoffnung nehmen.
Sebbi, alle vermeintlichen "Fehler", die ich hier kritisiere, mache ich selber/habe ich selber gemacht.
Die einzige Person, über die ich mich lustig mache, bin ich selbst 😉. Ich bin die mit der falschen Rasse, die ihren Hund kaum halten kann und schon knapp 10.000€ in Trainer investiert hat (und der immer noch wie besessen zieht und pöbelt).
Und hier schreiben auch andere Pöbler Halter fleißig mit und nehmen sich selbst aufs Korn.