Es ist ja auch nicht so, als hätte ich das Leinenpöbeln nicht schon genießen können bei einem meiner ehemaligen Hunde. Ach das war so schön, früher war eben alles noch viel ungezwungener.
Zweitweise ist meine Partnerin richtig gerne mit dem 50kg Hund Spazieren gegangen, bei Hundesicht ist sie dann in den Wald gerannt und hat die Leine um einen Baum gewickelt. Das war ein schönes Spiel und ein riesiger Spaß! Sie kam immer ganz vitalisiert zurück, manchmal gar mit Freudentränen.
Leider wurde der Hund durch falsches Training dann auch immer antriebsloser und hatte gar keine richtige Freude mehr am pöbelnd in die Leine brettern. Nur noch gelegentlich zeigte sie halbherziges Engagement.
Deshalb hier meine Warnung, seid euch niemals 100% sicher, dass euch das nicht auch mal passieren kann.
Das Risiko, dass die Pöbelfreude abebbt, besteht natürlich und die Schuld daran, ist dann auch beim Halter zu suchen. Man wird mit der Zeit nachlässiger...feuert nicht mehr durch blocken und Kommentare an, beachtet die bewundernden Blicke anderer Halter nicht mehr so und die Leine sowie der Puls bleiben dadurch entspannt. Durch gemeinsame Interessen verschiebt sich der Fokus des Hundes. Wir sind gerade in diesem Prozess, ich bin aber bester Dinge, dass ich durch die grundsätzliche Bellfreude von Islandhunden auch weiterhin die glockenhelle Stimme meiner Hündin genießen darf. Fifty shades of bellen...auch wenn richtiges Gepöbel seltener wird. Sei bitte nachsichtig, lieber Jochen, nicht wieder mit dem Vet-Amt drohen☺️