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Steffi
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Anzahl der Antworten 8
heute 22:47

Freilaufender Hund ohne Besitzer rennt auf angeleinten Hund zu

Heute beim Gassigehen passierte mir mit meiner angeleinten Hündin folgendes: Als wir auf dem Weg gingen, war Ende der Straße/Anfang Wanderweg, bellt auf einmal ein Hund direkt hinter uns (ca kniehoch mit Kopf größer, Mischlingshund). Ich und meine Hündin waren erschrocken, da wir nicht gefasst waren, ihn erst direkt hinter mir bellen hörten und er schon da war. Ich drehte mich vor mein Hund, sodass sie hinter mir war, streckte die Hand und schrie laut aber bestimmt "AB". Der andere Hund lief dann wieder zurück, sah aber keinen Besitzer dazu. Ist zum Glück nix passiert, der andere Hund wirkte nicht aggressiv aber wenn man einen unbekannten Hund ,besonders bei einem größeren, ohne Besitzer sieht bin ich erstmal skeptisch, vor allem, da mein erster Hund gebissen wurde am Hals sehr tief (Halsband war sein Glück was ihm wahrscheinlich das Leben rettete) von einem Schäfer-Husky-Mix und in die Tierklinik musste. Zurück zu heute, hab meine Hündin dann auch beruhigt, da sie an der Leine zog und zurück nach Hause wollte, aber anhand solcher Situationen verstärkt sich bei mir die Angst bei freilaufenden großen Hunden, bei meiner Hündin (ehemalige rumänische Strassenhündin) die bei großen Hunden oft skeptisch ist am Anfang wenn sie einen nicht kennt und teilweise ängstlich, haben wir zwar schon gut im Griff durch positive Kontakte, aber anhand solcher Situation wie heute hab ich bissl Angst, dass sie sich ein Schritt zurückentwickelt wieder. Auf dem Weg entlang rennt auch immer ein Hund an den Zaun und bellt wenn man vorbeigeht (wo ich und meine Hündin oft auch erschrecken, da man ihn nicht gleich sieht) kann sein, dass das sogar dieser Hund war, da dieser dem gleich sah und vielleicht über Zaun gesprungen ist, da ich ja kein Besitzer dazu sah und vom Weg her passen würde. Wie denkt ihr über so eine Situation oder verhaltet euch in solch einer?
 
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Michi
Beliebteste Antwort
heute 19:46
Im Normalfall bemerkt man ja schon, in welcher Mission der fremde Hund angelaufen kommt.
Alles was nicht aggressiv ist, ist doch gut.
Ich würde bei einem freundlich interessierten Hund garnicht so vehement blocken.
Damit signalisierst du deiner unsicheren Hündin auch, dass diese Situation oder der Hund gefährlich ist.
Ich für mich würde den Hund vielleicht etwas ausbremsen, wenn er zu stürmisch angelaufen kommt, ihn aber nicht wegschicken.
Eventuell ist auch eine vorsichtige Annäherung möglich, um deinem Hund zu zeigen, dass nicht alle freilaufenden Hunde gefährlich sind und vertrieben werden müssen.
Wenn du souverän bist und Ruhe ausstrahlst dann wird dein Hund das auch übernehmen und mehr Sicherheit bekommen.
Ich weiß, dass meine Meinung hier nicht gut ankommt, da hier vornehmlich mit Blocken und ohne Fremdhundekontakte gearbeitet wird.
Solche Situationen werden immer wieder vorkommen und so kannst du ihr zeigen, dass du das im Griff hast und moderierst, ohne immer alle Hunde zu vertreiben.
Denn dieses Verhalten kann sie dann nämlich auch übernehmen.
 
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Sebbi
heute 18:59
Ich denke über solche Erlebnisse – ich nenne sie bewusst nicht „Aktionen“ – nicht viel nach, da ich sie, genau wie du, ohnehin nicht vorhersehen kann.
Jammern oder sich aufregen würde am Geschehen nichts ändern.

Man kann die Unachtsamkeit anderer Besitzer oder schlecht gesicherte Grundstücke nicht kontrollieren, sondern nur die eigene Reaktion darauf. In dem Moment, in dem du dich vor deinen Hund gestellt und das Abbruchsignal gegeben hast, hast du die Situation gelöst. Mehr kann man in so einem unvorhersehbaren Augenblick nicht tun.
 
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Sonja
heute 19:35
Den eigenen Hund zu sich rufen, ( ev. anleinen) , den fremden ignorieren und einfach weiter gehen....die meisten fremden Hunde drehen von sich aus ab, bleiben stehen oder gehen vorbei da der eigene Hund nicht interessant für sie ist. Natürlich soll der eigener gechillt bleiben, das ist Trainingssache. Am allerwichtigsten ist halt das du selbst sicherheit und ruhe ausstrahlst , nicht "erschrickst" rum-rufst , etc das überträgst auf deinen Hund. DAS muss man halt als HH üben ....Bleibst du gechillt,= bleibt dein Hund geschillt=bleibt auch der fremde Hund gechillt....also "Win-Win-Win-Situation" also in ERSTER LINIE an SICH SELBST und am eigenen Hund arbeiten... Die "Angst" eines Hundes vestärkt sich hauptsächlich durch das handeln/reaktion des "unsicheren HH" und nicht durch die Situaton ( fremder Hund) . Unsicherheit des HH signslidoert dem Hund "Gefahr in verzug" , Sicherheit des HH hingegen " alles ok , hab dengesehen, keine Gefahr"
 
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Michi
heute 19:46
Im Normalfall bemerkt man ja schon, in welcher Mission der fremde Hund angelaufen kommt.
Alles was nicht aggressiv ist, ist doch gut.
Ich würde bei einem freundlich interessierten Hund garnicht so vehement blocken.
Damit signalisierst du deiner unsicheren Hündin auch, dass diese Situation oder der Hund gefährlich ist.
Ich für mich würde den Hund vielleicht etwas ausbremsen, wenn er zu stürmisch angelaufen kommt, ihn aber nicht wegschicken.
Eventuell ist auch eine vorsichtige Annäherung möglich, um deinem Hund zu zeigen, dass nicht alle freilaufenden Hunde gefährlich sind und vertrieben werden müssen.
Wenn du souverän bist und Ruhe ausstrahlst dann wird dein Hund das auch übernehmen und mehr Sicherheit bekommen.
Ich weiß, dass meine Meinung hier nicht gut ankommt, da hier vornehmlich mit Blocken und ohne Fremdhundekontakte gearbeitet wird.
Solche Situationen werden immer wieder vorkommen und so kannst du ihr zeigen, dass du das im Griff hast und moderierst, ohne immer alle Hunde zu vertreiben.
Denn dieses Verhalten kann sie dann nämlich auch übernehmen.
 
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Sylvia
heute 19:49
Im Normalfall bemerkt man ja schon, in welcher Mission der fremde Hund angelaufen kommt. Alles was nicht aggressiv ist, ist doch gut. Ich würde bei einem freundlich interessierten Hund garnicht so vehement blocken. Damit signalisierst du deiner unsicheren Hündin auch, dass diese Situation oder der Hund gefährlich ist. Ich für mich würde den Hund vielleicht etwas ausbremsen, wenn er zu stürmisch angelaufen kommt, ihn aber nicht wegschicken. Eventuell ist auch eine vorsichtige Annäherung möglich, um deinem Hund zu zeigen, dass nicht alle freilaufenden Hunde gefährlich sind und vertrieben werden müssen. Wenn du souverän bist und Ruhe ausstrahlst dann wird dein Hund das auch übernehmen und mehr Sicherheit bekommen. Ich weiß, dass meine Meinung hier nicht gut ankommt, da hier vornehmlich mit Blocken und ohne Fremdhundekontakte gearbeitet wird. Solche Situationen werden immer wieder vorkommen und so kannst du ihr zeigen, dass du das im Griff hast und moderierst, ohne immer alle Hunde zu vertreiben. Denn dieses Verhalten kann sie dann nämlich auch übernehmen.
Genau so. Ruhig bleiben und die Körpersprache des anderen Hundes erkennen mit welcher Intention er zu euch kommt.
 
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Karin
heute 20:45
Mir ist das bis jetzt 4x vor gekommen und ich habe den Spieß einfach umgedreht. . In allen Fällen waren es freundliche Hunde.
Ich habe meinen eigenen abgeleint, sofern sie nicht bereits im Freilauf war und den fremden Hund ran gelockt und angeleint. 2x kam nach einer gewissen Zeit die Besitzer angerannt und 2x hab ich die Hunde nach Hause gebracht. Da wor ziemlich ländlich wohnen kennt irgendwie jeder jemanden der einen kennt, zumals die Hunde.
Alle Besitzer waren dankbar das die Hunde gesund gefunden wurden. Ich gehöre nicht zu den Menschen die sagen das mir mein Hund nicht abhanden kommen könnte und würde genauso empfinden. Angst vor fremden Hunden hab ich bislang noch nie gehabt.
Falls ein Hund auf mich oder Roxy aggressiv wirken würde so würde ich mich auch schützend vor meine Hündin stellen und den anderen blocken und zurück schicken, bzw auf Abstand halten. 🤷‍♀️
 
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Peter
heute 21:58
Mir ist das bis jetzt 4x vor gekommen und ich habe den Spieß einfach umgedreht. . In allen Fällen waren es freundliche Hunde. Ich habe meinen eigenen abgeleint, sofern sie nicht bereits im Freilauf war und den fremden Hund ran gelockt und angeleint. 2x kam nach einer gewissen Zeit die Besitzer angerannt und 2x hab ich die Hunde nach Hause gebracht. Da wor ziemlich ländlich wohnen kennt irgendwie jeder jemanden der einen kennt, zumals die Hunde. Alle Besitzer waren dankbar das die Hunde gesund gefunden wurden. Ich gehöre nicht zu den Menschen die sagen das mir mein Hund nicht abhanden kommen könnte und würde genauso empfinden. Angst vor fremden Hunden hab ich bislang noch nie gehabt. Falls ein Hund auf mich oder Roxy aggressiv wirken würde so würde ich mich auch schützend vor meine Hündin stellen und den anderen blocken und zurück schicken, bzw auf Abstand halten. 🤷‍♀️
Würde ich genau SO machen 👍
 
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Vanessa
heute 22:31
Im Normalfall bemerkt man ja schon, in welcher Mission der fremde Hund angelaufen kommt. Alles was nicht aggressiv ist, ist doch gut. Ich würde bei einem freundlich interessierten Hund garnicht so vehement blocken. Damit signalisierst du deiner unsicheren Hündin auch, dass diese Situation oder der Hund gefährlich ist. Ich für mich würde den Hund vielleicht etwas ausbremsen, wenn er zu stürmisch angelaufen kommt, ihn aber nicht wegschicken. Eventuell ist auch eine vorsichtige Annäherung möglich, um deinem Hund zu zeigen, dass nicht alle freilaufenden Hunde gefährlich sind und vertrieben werden müssen. Wenn du souverän bist und Ruhe ausstrahlst dann wird dein Hund das auch übernehmen und mehr Sicherheit bekommen. Ich weiß, dass meine Meinung hier nicht gut ankommt, da hier vornehmlich mit Blocken und ohne Fremdhundekontakte gearbeitet wird. Solche Situationen werden immer wieder vorkommen und so kannst du ihr zeigen, dass du das im Griff hast und moderierst, ohne immer alle Hunde zu vertreiben. Denn dieses Verhalten kann sie dann nämlich auch übernehmen.
Ich sehe es genauso wie Michi. Ich habe eine sehr unsichere Hündin im Hundekontakt in vielen Fällen. Vor allem wenn ein unangeleinter Hund auf uns zugalopiert kommt. In den Hundeschulen haben mir alle gesagt, den Hund immer abblocken und wegschicken. Das mache ich auch bei einigen Hunden. Aber das kommt immer auf den Hund an. Letztes Jahr wurde Mathilda auch leicht gebissen als ein unangeleinter Beagle plötzlich durch die Hecke geschossen ist und Mathilda an die Gurgel wollte. Solche Hunde versuche ich natürlich mit aller Kraft abzublocken und meinen Hund in Schutz zu nehmen. Auch mit Vollkörpereinsatz, meine weiße Bluse war danach ruiniert 😂😂aber ihr damit zu zeigen, dass ich das regele.
Wenn Hunde nicht freundlich gesinnt auf uns zukommen, das passiert einem ja manchmal, kommt Mathilda hinter mich und ich schicke den anderen Hund ruhig und souverän weg. Aber bei freundlichen Hunden, die einfach gucken kommen und bei denen ich das Gefühl habe, Mathilda wird nicht komplett verängstigt, bleibe ich einfach ruhig und schau mir die Situation an. Wenn ich sehe, ne, Mathilda findet das gerade gar nicht gut, kann ich den Hund immer noch wegschicken. Aber da sind auch schon richtig schöne Hundefreundschaften bei mir entstanden in so einer Situation. Als ich von den TrainerInnen die Anleitung bekommen habe, jeden Hund bestimmt wegzuschicken, waren die Spaziergänge sehr viel unentspannter, aber seitdem ich das so mache, sehe ich nicht in jeder Hundebegegnung eine „Gefahr“ und bin auch selbst entspannter. Und Mathilda weiß, wenn ihr der Kontakt zu viel wird, greife ich ein. Als Mathilda kam, waren Hundekontakte ein Horror für sie. Jetzt ist es so viel besser geworden.
Vorgestern meinte nur eine Frau, das passiert mir öfter mal, als ihr unangeleinter Hund Kontakt zu Mathilda aufbauen wollte und die das nicht so gut fand „ah, die ist noch nicht so lange bei Ihnen, oder“? Das höre ich sooo oft. Als könnte sie noch nicht so lange bei mir sein, weil sie teilweise im Hundekontakt noch so unsicher ist. Und ich denke mir dann immer, joa, beim ersten Hundekontakt, den ich hatte mit ihr, wollte sie panisch an mir hochspringen. Ist schon besser würde ich sagen 😂😅
 
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Michi
heute 22:47
Nicht wenige HH haben sich auch durch das ständige Blocken und wegschicken schon üble Leinenpöbler herangezogen, für die jeder fremde Hund der auftaucht, ein potentieller Feind ist, der vertrieben werden muss.
Den eigenen Hund ableinen ist sicher die beste Idee, wobei man sich da sicher sein sollte, dass der eigene Hund nicht reißaus nimmt.
Freundliche Hunde, die ankommen, die werden von mir auch immer mit freundlichen Worten begrüßt und sogar eingeladen. Nun hat mein Hund aber auch überhaupt kein Problem mit Fremdhunden und läuft auch immer frei.
Über jede Begegnung freuen wir uns.
Dass das so entspannt ist, das liegt sicher auch an der Tatsache, dass ich Hundebegegnungen gesucht, statt vermieden habe.
Ich kann nur jedem den Rat geben, mit solchen Situationen gelassener umzugehen.