Bei den Hundewiesen die wir besucht haben, haben wir außerhalb auch immer mal Kleinhundehalter getroffen, die berichteten, dass die Fläche für sie nur selten bis gar nicht nutzbar wäre, wegen mangelnder Rücksichtnahme der Hundehalter untereinander. Sie sorgen sich, in meinen Augen nicht grundlos, dass ihre Hunde dort unter die Räder kommen.
In einer anliegenden Stadt treffen sich einige Kleinhundehalter abseits der Hundewiese auf einer nicht eingezäunten Fläche. Das sortiert dann wieder jene Halter von vorne herein aus, die ihre Hunde dort nicht frei laufen lassen können.
Ich denke, dass in einigen Fällen unterschätzt wird, welche Wirkung der Größenunterschied und gleichzeitig die Dynamik auf solchen Flächen auf kleine Hunde haben kann. Die Flächen werden unter anderem auch gerne von Haltern genutzt, deren Hunde sich in der Sturm- und Drangphase befinden.
In vielen Fällen macht es durchaus einen Unterschied, ob Hunde der gleichen oder unterschiedlichen Größe interagieren, auch wenn es gerne negiert, relativiert und darauf verwiesen wird, dass es auch souveräne, kleine Hunde gibt, die da keine Schwierigkeiten mit haben.
„Verhindert sie, dass Hunde den Umgang mit Artgenossen aller Größeren lernen?“
Ich denke nicht, dass zusätzliche Angebote das Erlernen eines guten Umgangs untereinander verhindern.
Ob die Aufteilung fair ist, ist eine interessante Frage.
Meist wird ja eh schon hart dafür gekämpft, dass das Angebot „Hundewiese“ überhaupt entstehen kann. Für diejenigen, die eine Wiese exklusiv für die Kleineren wünschen, ist die normale Wiese aufgrund unterschiedlicher Barrieren oft nicht oder extrem eingeschränkt nutzbar. Das ist zumindest ein Gedanke, den ich bei diesen Überlegungen berücksichtigen würde.