Tödlicher Schuss beim Gassi 😢 - Ist die Hobbyjagd noch tragbar?
Es ist ein Albtraum. Ein ganz normaler Spaziergang, der Hund läuft nur ein paar Meter voraus – und plötzlich ist alles vorbei. Ein Schuss bricht die Stille und der Border Collie Cooper bricht zusammen. Erschossen von einem über 80-jährigen Hobbyjäger, direkt vor den Augen seines Besitzers.
Dieser Fall macht fassungslos und wütend. Cooper war kein wildernder Hund; er war ein Familienmitglied, das in einem offiziellen Naherholungsgebiet sein Leben verlor. Dieser Vorfall ist leider kein Einzelschicksal… Die folgende Frage wird daher immer lauter: Haben Privatpersonen mit Schusswaffen in unseren Wäldern heute überhaupt noch etwas zu suchen?
Das Problem: „Freizeitvergnügen“ trifft auf Familiensicherheit
Jäger:innen rechtfertigen ihr Handeln oft mit dem Begriff „Hege und Pflege“. Doch für viele wirkt die Jagd wie ein gefährliches Überbleibsel aus einer anderen Zeit. Unsere Wälder und Feldwege sind heute Rückzugsorte für Familien, Sportler:innen und uns Hundeeltern.
Oft wissen wir gar nicht, wo gerade scharf geschossen wird. Warnschilder fehlen, Jagdzeiten sind unübersichtlich und das Risiko tragen am Ende wir. Der Fall Cooper zeigt grausam: Eine einzige Fehleinschätzung am Abzug reicht aus, um eine Welt zu zerstören.
Wir wollen eure ehrliche Meinung:
👉 Hobby oder Beruf? Sollte die Bestandsregulierung von Wild nur noch durch staatliche Berufsjäger oder das Forstamt erfolgen – in klar abgesperrten Bereichen?
👉 Sicherheit im Wald: Fühlt ihr euch beim Gassigehen sicher, oder habt ihr bei jedem Hochsitz ein mulmiges Gefühl im Bauch? Hattet ihr selbst schon gefährliche Begegnungen oder Streit mit Jäger:innen?
👉 Konsequenzen: Braucht es strengere Gesetze und ein sofortiges Jagdverbot in Gebieten, die stark von Spaziergängern genutzt werden?
Diskutiert mit!
Quelle: kurier.at: Bericht von Claudia Stelzel-Pröll, 22.01.26