Home / Forum / Sonstiges / Freilaufender Hund ohne Besitzer rennt auf angeleinten Hund zu

Verfasser-Bild
Steffi
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 4
heute 19:49

Freilaufender Hund ohne Besitzer rennt auf angeleinten Hund zu

Heute beim Gassigehen passierte mir mit meiner angeleinten Hündin folgendes: Als wir auf dem Weg gingen, war Ende der Straße/Anfang Wanderweg, bellt auf einmal ein Hund direkt hinter uns (ca kniehoch mit Kopf größer, Mischlingshund). Ich und meine Hündin waren erschrocken, da wir nicht gefasst waren, ihn erst direkt hinter mir bellen hörten und er schon da war. Ich drehte mich vor mein Hund, sodass sie hinter mir war, streckte die Hand und schrie laut aber bestimmt "AB". Der andere Hund lief dann wieder zurück, sah aber keinen Besitzer dazu. Ist zum Glück nix passiert, der andere Hund wirkte nicht aggressiv aber wenn man einen unbekannten Hund ,besonders bei einem größeren, ohne Besitzer sieht bin ich erstmal skeptisch, vor allem, da mein erster Hund gebissen wurde am Hals sehr tief (Halsband war sein Glück was ihm wahrscheinlich das Leben rettete) von einem Schäfer-Husky-Mix und in die Tierklinik musste. Zurück zu heute, hab meine Hündin dann auch beruhigt, da sie an der Leine zog und zurück nach Hause wollte, aber anhand solcher Situationen verstärkt sich bei mir die Angst bei freilaufenden großen Hunden, bei meiner Hündin (ehemalige rumänische Strassenhündin) die bei großen Hunden oft skeptisch ist am Anfang wenn sie einen nicht kennt und teilweise ängstlich, haben wir zwar schon gut im Griff durch positive Kontakte, aber anhand solcher Situation wie heute hab ich bissl Angst, dass sie sich ein Schritt zurückentwickelt wieder. Auf dem Weg entlang rennt auch immer ein Hund an den Zaun und bellt wenn man vorbeigeht (wo ich und meine Hündin oft auch erschrecken, da man ihn nicht gleich sieht) kann sein, dass das sogar dieser Hund war, da dieser dem gleich sah und vielleicht über Zaun gesprungen ist, da ich ja kein Besitzer dazu sah und vom Weg her passen würde. Wie denkt ihr über so eine Situation oder verhaltet euch in solch einer?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sebbi
Beliebteste Antwort
heute 18:59
Ich denke über solche Erlebnisse – ich nenne sie bewusst nicht „Aktionen“ – nicht viel nach, da ich sie, genau wie du, ohnehin nicht vorhersehen kann.
Jammern oder sich aufregen würde am Geschehen nichts ändern.

Man kann die Unachtsamkeit anderer Besitzer oder schlecht gesicherte Grundstücke nicht kontrollieren, sondern nur die eigene Reaktion darauf. In dem Moment, in dem du dich vor deinen Hund gestellt und das Abbruchsignal gegeben hast, hast du die Situation gelöst. Mehr kann man in so einem unvorhersehbaren Augenblick nicht tun.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sebbi
heute 18:59
Ich denke über solche Erlebnisse – ich nenne sie bewusst nicht „Aktionen“ – nicht viel nach, da ich sie, genau wie du, ohnehin nicht vorhersehen kann.
Jammern oder sich aufregen würde am Geschehen nichts ändern.

Man kann die Unachtsamkeit anderer Besitzer oder schlecht gesicherte Grundstücke nicht kontrollieren, sondern nur die eigene Reaktion darauf. In dem Moment, in dem du dich vor deinen Hund gestellt und das Abbruchsignal gegeben hast, hast du die Situation gelöst. Mehr kann man in so einem unvorhersehbaren Augenblick nicht tun.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sonja
heute 19:35
Den eigenen Hund zu sich rufen, ( ev. anleinen) , den fremden ignorieren und einfach weiter gehen....die meisten fremden Hunde drehen von sich aus ab, bleiben stehen oder gehen vorbei da der eigene Hund nicht interessant für sie ist. Natürlich soll der eigener gechillt bleiben, das ist Trainingssache. Am allerwichtigsten ist halt das du selbst sicherheit und ruhe ausstrahlst , nicht "erschrickst" rum-rufst , etc das überträgst auf deinen Hund. DAS muss man halt als HH üben ....Bleibst du gechillt,= bleibt dein Hund geschillt=bleibt auch der fremde Hund gechillt....also "Win-Win-Win-Situation" also in ERSTER LINIE an SICH SELBST und am eigenen Hund arbeiten... Die "Angst" eines Hundes vestärkt sich hauptsächlich durch das handeln/reaktion des "unsicheren HH" und nicht durch die Situaton ( fremder Hund) . Unsicherheit des HH signslidoert dem Hund "Gefahr in verzug" , Sicherheit des HH hingegen " alles ok , hab dengesehen, keine Gefahr"
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michi
heute 19:46
Im Normalfall bemerkt man ja schon, in welcher Mission der fremde Hund angelaufen kommt.
Alles was nicht aggressiv ist, ist doch gut.
Ich würde bei einem freundlich interessierten Hund garnicht so vehement blocken.
Damit signalisierst du deiner unsicheren Hündin auch, dass diese Situation oder der Hund gefährlich ist.
Ich für mich würde den Hund vielleicht etwas ausbremsen, wenn er zu stürmisch angelaufen kommt, ihn aber nicht wegschicken.
Eventuell ist auch eine vorsichtige Annäherung möglich, um deinem Hund zu zeigen, dass nicht alle freilaufenden Hunde gefährlich sind und vertrieben werden müssen.
Wenn du souverän bist und Ruhe ausstrahlst dann wird dein Hund das auch übernehmen und mehr Sicherheit bekommen.
Ich weiß, dass meine Meinung hier nicht gut ankommt, da hier vornehmlich mit Blocken und ohne Fremdhundekontakte gearbeitet wird.
Solche Situationen werden immer wieder vorkommen und so kannst du ihr zeigen, dass du das im Griff hast und moderierst, ohne immer alle Hunde zu vertreiben.
Denn dieses Verhalten kann sie dann nämlich auch übernehmen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sylvia
heute 19:49
Im Normalfall bemerkt man ja schon, in welcher Mission der fremde Hund angelaufen kommt. Alles was nicht aggressiv ist, ist doch gut. Ich würde bei einem freundlich interessierten Hund garnicht so vehement blocken. Damit signalisierst du deiner unsicheren Hündin auch, dass diese Situation oder der Hund gefährlich ist. Ich für mich würde den Hund vielleicht etwas ausbremsen, wenn er zu stürmisch angelaufen kommt, ihn aber nicht wegschicken. Eventuell ist auch eine vorsichtige Annäherung möglich, um deinem Hund zu zeigen, dass nicht alle freilaufenden Hunde gefährlich sind und vertrieben werden müssen. Wenn du souverän bist und Ruhe ausstrahlst dann wird dein Hund das auch übernehmen und mehr Sicherheit bekommen. Ich weiß, dass meine Meinung hier nicht gut ankommt, da hier vornehmlich mit Blocken und ohne Fremdhundekontakte gearbeitet wird. Solche Situationen werden immer wieder vorkommen und so kannst du ihr zeigen, dass du das im Griff hast und moderierst, ohne immer alle Hunde zu vertreiben. Denn dieses Verhalten kann sie dann nämlich auch übernehmen.
Genau so. Ruhig bleiben und die Körpersprache des anderen Hundes erkennen mit welcher Intention er zu euch kommt.