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Dagmar
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Anzahl der Antworten 15
zuletzt 10. Jan.

Alleinsein bei altem Hund

Hallo Ihr Lieben! Moritz ist jetzt bald 15 Jahre alt. Leider hatte er in den letzten 2 Jahren mehrere OPs und letztes Jahr sind wir auch noch umgezogen. Nach Schlaganfall und während meiner mehrwöchigen Reha noch einen leichten zweiten gehabt, kann er nicht mehr alleine bleiben. So geht es ihm jetzt eigentlich wieder ganz gut, läuft ohne Einschränkungen, springt nur nicht mehr ins Auto und dort nervt er seit einem Jahr nur noch rum. Jetzt kommt zum Dauergebelle, seit dem Umzug, auch noch Inkontinenz (Urin + Kot), wenn er alleine oder extrem aufgeregt ist. Eigentlich bin ich nun 24 Stunden mit ihm beschäftigt. Das ewige Rumgeputze, er läuft auch da auch noch drin herum, schafft mich auch körperlich. Habe zudem Angst, dass er durch das Dauergebelle einen erneuten Schlaganfall bekommt. Hat jemand eine Idee, was ich versuchen könnte, da ich ja auch mal einkaufen gehen muss oder zum Arzt etc..Die pflanzlichen Beruhigungsmittel habe ich inzwischen durch! Mein Arzt sagt, dass es bei älteren Hunden einfach vorkommt und man da nichts machen kann. Bin für alle Ratschläge dankbar! Liebe Grüße Dagmar
 
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Sebbi
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10. Jan. 14:51
Ich kann dir zwar auch keine Tipps geben, aber ich hoffe du wirst mal nicht im Alter, Nerven und hast keine Blähungen.15 Jahre ist ein stolzes Alter!!!
Dagmar hat hier ganz offensichtlich große Sorgen und sucht verzweifelt nach Rat und Hilfe. Es ist bemerkenswert, dass sie dabei so schonungslos ehrlich ist – was ihren Leidensdruck ja nur unterstreicht.

Ihr in dieser Situation Vorwürfe zu machen oder sie moralisch zu belehren, ist mit Sicherheit nicht der richtige Weg. Niemand bestreitet, dass 15 Jahre ein stolzes Alter sind, aber das ändert nichts an der enormen körperlichen und psychischen Belastung, die Dagmar gerade stemmen muss.
 
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Kathrin
10. Jan. 12:56
Ich kann dir zwar auch keine Tipps geben, aber ich hoffe du wirst mal nicht im Alter, Nerven und hast keine Blähungen.15 Jahre ist ein stolzes Alter!!!
 
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Claudia
10. Jan. 13:00
Ich würde mir einen Hundesitter besorgen. Einfach jemanden, der da ist oder wo du ihn für einige Zeit hinbringen kannst.
Im Alter ist das einfach so, wie dein Arzt schon sagt.
Das ist zwar alles ein bisschen Organisation, aber das macht man ja gerne für seinen Liebling.
Das Dauergebelle würde ich schon noch trainieren, ist das seit dem Umzug und was ist der Grund dafür?
 
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Jens
10. Jan. 13:01
Es ist bei Atze leider auch so. Er bekommt Angst wenn er alleine ist. Hängt vielleicht auch etwas mit Demenz zusammen. Mir geht es genau wie dir, ich muss ihn immer mitnehmen. Leider weiß ich auch keine einfache Lösung. Für die Pinkelei nehme ich Hundewindeln von Amazon Basics, das hilft zumindest die Pfützen zu vermeiden. In dem Alter hat er bestimmt auch Demenz, vielleicht hilft hier Karsivan? Dann denkt er wieder klarer und hat vielleicht weniger Angst.
 
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Jens
10. Jan. 13:39
Ich habe selbst recherchiert und bin auf Trazodon gestoßen. Das ist ein psychopharmakologisches Beruhigungsmittel. Du könntest deinen Tierarzt danach fragen. Es geht bei einem so alten Hund am Ende nicht mehr um "lernen" oder "aushalten", du wirst das Verhalten im Kern nicht mehr ändern aber du kannst die Spitzen abfedern.

Ich werde es bei Atze mal versuchen.
 
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R.
10. Jan. 13:55
Da kommt ja einiges zusammen.
Wie jemand schon schrieb, wäre ein Sitter eine Idee. Medis natürlich auch. Nur da ist die Dosierung bzw. die Einstellung ein Problem.
Letztendlich wird es auf die Frage hinauslaufen ob der Hund eigentlich noch Lebensqualität besitzt und du bereit bist so weiterzuleben.
Ja, es klingt hart!
Meiner Schwester erging es auch einmal so. Hund (18) Inkontinent und Blind und ein Baby im Haus.
Es war damals alternativlos.
 
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amma
10. Jan. 14:00
Dass man in so einer Dauersituation an den Rand seiner Nervenstärke kommt - auch bei aller Liebe zu seinem Hund, ist absolut verständlich. Nichts anderes ist es, wenn Angehörige intensiv gepflegt werden müssen. In dem Fall rät man dazu, Auszeiten für den Pflegenden zu organisieren. Kann jemand in der Familie stundenweise für Moritz da sein?
Ja, und beim Arzt würde ich auch darauf drängen, dass er irgend ein Medikament verschreibt, das die Spitzen abfedert wie zB das Dauergebelle.
Hundewindeln hat Jens ja schon angesprochen.
Alles Gute.
 
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Sebbi
10. Jan. 14:51
Ich kann dir zwar auch keine Tipps geben, aber ich hoffe du wirst mal nicht im Alter, Nerven und hast keine Blähungen.15 Jahre ist ein stolzes Alter!!!
Dagmar hat hier ganz offensichtlich große Sorgen und sucht verzweifelt nach Rat und Hilfe. Es ist bemerkenswert, dass sie dabei so schonungslos ehrlich ist – was ihren Leidensdruck ja nur unterstreicht.

Ihr in dieser Situation Vorwürfe zu machen oder sie moralisch zu belehren, ist mit Sicherheit nicht der richtige Weg. Niemand bestreitet, dass 15 Jahre ein stolzes Alter sind, aber das ändert nichts an der enormen körperlichen und psychischen Belastung, die Dagmar gerade stemmen muss.
 
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Vera
10. Jan. 15:19
Warum versuchst du keine Hanf-Leckerlies. Super sind die von "Hanfred". Die beruhigen und chillen ein wenig. Geb ich gerade meinen Kleinen, damit sie aus dem 8 Tage langen Silvestertrauma raus kommen. Mein Oldie mit über 16 schläft den ganzen Tag und wenn er wach ist, hat es was von betreutem Wohnen. 🙏 Alles gute für euch.🍀😘
 
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Sandra
10. Jan. 15:24
Hast du schonmal versucht, ihm einen Kennel als Höhle anzubieten?
Es könnte sein, dass er sich dort sicherer fühlt.
Meinen alten Balou musste ich irgendwann abends in Bett bringen und die Tür zumachen, damit er zur Ruhe kommt.
 
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Niclas
10. Jan. 15:31
Ist einfach dem Alter geschuldet. Ich denke da hilft nur Liebe schenken, geduldig und nachsichtig sein. Wir alle werden einmal alt oder sind es vielleicht sogar schon und sind froh, wenn sich jemand um uns kümmert, liebt und nachsichtig mit uns ist. Kurzum: Erleichtert ihm das Altsein, so gut es geht.