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Verfasser
Katharina
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 26
heute 19:13

Wiederkehrender Durchfall

Hallo zusammen, unser kleiner Goldie - 6 Monate alt, hat seit vergangener Woche Montag immer wieder Durchfall. Es fing damit an, dass er nachts in den Käfig gemacht, wahrscheinlich konnte er es einfach nicht halten. Wir sind dann direkt auf Moro Suppe umgestiegen und dann war es auch für zwei Tage wieder gut bis er dann wieder abends Durchfall hatte und sich mehrmals nachts gemeldet hatte. Daraufhin sind wir auch zum Arzt mit den Kotproben aber großes Laborbild war negativ. Dann schien es wieder zu laufen, wir fingen langsam wieder mit Trofu 2* an, was zwei Tage auch gut lief, bis es wieder zum Rückfall kam. Anschließend war es mit der moro Suppe und Reis wieder besser und wir haben wieder Trofu 2 mit rein. Anschließend kam wieder ein Rückfall. Der erste Gedanke war, er verträgt das Trofu 2 nicht. Haben dann also wieder pausiert und ihm anschließend etwas vom Trofu 1 gegeben. Was zwei Tage wieder gut lief und es nun wieder zum Rückfall kam. Wir sind ein bisschen überfragt und in unserem Kopf schwirrt eine Menge rum. Der Arzt sagte uns zuletzt am Telefon, man müsse versuchen, den Darm zu beruhigen. Jetzt sind wir wieder komplett bei der moro Suppe mit Reis und Hühnchen. Wir wollen das jetzt die nächsten Tage so durchziehen und überlegen, es anschließend mit Nassfutter zu versuchen. Aber eine so rapide Unverträglichkeit auf Trofu finden wir suspekt. Hat da jemand eine Idee oder ähnliches erlebt? Der kleine Kerl tut mir echt leid, weil er seit Tagen gefühlt nur noch Suppe bekommt und das ist ja keine Lösung. *Trofu 1: Josera Kids Huhn und Reis *Trofu 2: Reico Welpenfutter Eine Futterumstellung haben wir am 18.12. angefangen und am 1.1. voll gegeben. Auf die Nacht vom 4. auf dem 5. war das erste Mal Durchfall. Unsere Idee war es, dass es das neue Futter sein könnte, was er ggf. nicht verträgt, deswegen sind wir wieder auf Josera umgestiegen. Uns ist bewusst, dass eine Umstellung Durchfall hervorrufen könnte aber in diesem Ausmaß und Häufigkeit, zum Teil innerhalb von 6 Stunden 4x mit Schleim etc. finden wir dann doch ungewöhnlich. Lieben Gruß.
 
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Karin
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heute 10:36
Was bekommt er denn noch außer Trockenfutter?
Manchmal übersieht man z.b. Leckerlis, kaustange, zahnpasta, Medikamente....
Bei uns z.b. war es das Wasser aus Pfützen.
Hilfreich ist immer eine zeitlang eine Art Tagebuch zu führen um auf das Problem zu stoßen. Einfach notieren was in den Hund rein und was raus kommt.
LG und gute Besserung 👋
 
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Karin
heute 10:36
Was bekommt er denn noch außer Trockenfutter?
Manchmal übersieht man z.b. Leckerlis, kaustange, zahnpasta, Medikamente....
Bei uns z.b. war es das Wasser aus Pfützen.
Hilfreich ist immer eine zeitlang eine Art Tagebuch zu führen um auf das Problem zu stoßen. Einfach notieren was in den Hund rein und was raus kommt.
LG und gute Besserung 👋
 
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amma
heute 11:10
So intervallartig waren es bei uns ungefähr in diesem Alter die Giardien. Sie waren im Schnelltest beim TA immer negativ. Erst eine Kotprobe ins Labor geschickt und dort mit der ELISA-Technik untersucht, hat die Biester zutage gefördert
 
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Katharina
heute 11:13
So intervallartig waren es bei uns ungefähr in diesem Alter die Giardien. Sie waren im Schnelltest beim TA immer negativ. Erst eine Kotprobe ins Labor geschickt und dort mit der ELISA-Technik untersucht, hat die Biester zutage gefördert
Giardien wurden bei uns beim TA ausgeschlossen. Sowohl Schnelltest als auch Labor.
 
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Sonja
heute 11:19
Was ist denn alles untersucht worden? Schleimbeimengung im Kot bedeutet Stress im Darm, es wird vermehrt Schleimhaut produziert und abgestoßen, zum Schutz des Darms. Häufig, aber nicht immer, sind Giardien ursächlich dafür, und bei denen gibt es unterschiedliche Tests, die oft falsch negativ ausfallen.
Ich würde
1. Auf den Tierarzt hören
2. Den Kot nochmals auf Giardien testen lassen.

Den Darm zu beruhigen dauert manchmal lange. Die Schonkost, Morosuppe mit Reis, tut ihm offensichtlich gut, im Sinne von schont Magen und Darm. Die kannst Du ruhig 2, 3 Wochen geben. Anschließend nicht sofort zurück gehen auf Trockenfutter, sondern lieber ein verdauungsfreundliches Nassfutter geben, Hühnchen mit Reis und wenig Beiwerk. Auch das ein paar Wochen füttern. Wenn alles OK ist, langsam Trockenfutter beimischen, aber auch hier besser eine leicht verdauliche Sorte.
Wenn es keinen besonderen Grund für die Umstellung gibt, würde ich bei dem Josera-Futter bleiben.
Über Reico solltest Du Dich genauer informieren, es gibt hier einen eigenen Thread zu diesem Futter, wo es als nicht bedarfsdeckend kritisiert wird.
 
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Sonja
heute 11:24
Es gibt einen sehr informativen Podcast zum Thema
https://napfcheck.podigee.io/17-magen-sodbrennen-gastritis-hund
 
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Sonja
heute 11:35
Giardien wurden bei uns beim TA ausgeschlossen. Sowohl Schnelltest als auch Labor.
Sorry, das hat sich überschnitten.
Trotzdem zum Them Giardientest noch eine Info: Labortest ist nicht gleich Labortest. Nur ein EIA-Test kann tatsächlich lebende Giardien nachweisen.
https://www.enterosan-vet.de/leistungen/enteritiserreger,-parasit%C3%A4r/giardien.html
 
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Petra
heute 11:56
Nebenbei, ihr seid von Josera auf Reico umgestiegen? Meine Erfahrungen nach, eine schlechte Wahl!

Unabhängig vom Durchfall, zu dem ich auch erst mal auf Parasiten testen würde.
 
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Katharina
heute 11:59
Was ist denn alles untersucht worden? Schleimbeimengung im Kot bedeutet Stress im Darm, es wird vermehrt Schleimhaut produziert und abgestoßen, zum Schutz des Darms. Häufig, aber nicht immer, sind Giardien ursächlich dafür, und bei denen gibt es unterschiedliche Tests, die oft falsch negativ ausfallen. Ich würde 1. Auf den Tierarzt hören 2. Den Kot nochmals auf Giardien testen lassen. Den Darm zu beruhigen dauert manchmal lange. Die Schonkost, Morosuppe mit Reis, tut ihm offensichtlich gut, im Sinne von schont Magen und Darm. Die kannst Du ruhig 2, 3 Wochen geben. Anschließend nicht sofort zurück gehen auf Trockenfutter, sondern lieber ein verdauungsfreundliches Nassfutter geben, Hühnchen mit Reis und wenig Beiwerk. Auch das ein paar Wochen füttern. Wenn alles OK ist, langsam Trockenfutter beimischen, aber auch hier besser eine leicht verdauliche Sorte. Wenn es keinen besonderen Grund für die Umstellung gibt, würde ich bei dem Josera-Futter bleiben. Über Reico solltest Du Dich genauer informieren, es gibt hier einen eigenen Thread zu diesem Futter, wo es als nicht bedarfsdeckend kritisiert wird.
Danke für deine ausführliche Rückmeldung. Gibt es ein gutes verdauliches Nassfutter was du empfehlen kannst, welches wir dann, sofern es sich einige Zeit lang stabilisiert in seinem Darm, geben könnten?
 
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Karin
heute 12:41
Bitte berücksichtigen, dass viele Hunde Hühnchen und Möhren nicht vertragen.
 
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Sonja
heute 13:32
Danke für deine ausführliche Rückmeldung. Gibt es ein gutes verdauliches Nassfutter was du empfehlen kannst, welches wir dann, sofern es sich einige Zeit lang stabilisiert in seinem Darm, geben könnten?
Ich würde Deinen Tierarzt fragen, ob er Gastro-Futter für geboten hält.
Unser Yoshi hat oft Magen-Darm-Probleme, Giardien, Clostridien und Helicobacter. Wir haben vor 1 Jahr mit Gastro-Futter begonnen, wobei die Tierärztin uns gesagt hat, welches wir nehmen sollen. Also nicht die Marke, sondern ob Gastrointestinal Schonkost oder für die Bauspeicheldrüse. Da gibt es welche von VetConcept, Hills, Royal Canin und auch von der Fressnapf-Marke Select Gold Medica. Nachdem er das gut vertragen hat, sind wir vor 1/2 Jahr auf MjamMjam Huhn, Ente, Möhrchen und Hirse umgestiegen, und das bekommt er aktuell auch noch. Seine Beschwerden sind erst seit 2, 3 Wochen weg, nun folgt erst eine Ernährungsberatung, und wenn die das OK gibt, steigt Yoshi wieder auf Trockenfutter um.
Die langen Zeiträume liegen bei Yoshi an der Kombination von Ursachen und an der Dauer der Beschwerden Man sagt, die Heilung von Magen-Darm dauert mindestens genauso lange wie vorher die Beschwerden.

Yoshi hat zur Unterstützung für den Darm zwischendurch eine Kur mit flüssigem Heilmoor bekommen. Außerdem Flohsamenschalen, gut durchgequollen. Man kann auch Dechra EnteroPro- Kapseln geben, das sind Flohsamenschalen und Präbiotika, also Futter für die guten Darmbakterien. Auch Probiotika bekommt er immer wieder als Darmaufbaukur.