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Sabine
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Anzahl der Antworten 170
zuletzt 20. Feb.

Welpenimpfung Tierarzt will 3x Impfen

Hallo ihr Lieben, ich bin momentan etwas verwirrt. Unser Welpe wurde mit 8 Wochen vom Züchter impfen lassen. Die Nachimpfung haben wir letzten Freitag machen lassen, bei einem Tierärztin in Dortmund. Die Tierärztin hat beide Wirkstoffe (nach)geimpft und gesagt das wir in 4 Wochen wieder kommen sollen, dann würde ein Wirkstoff nochmal nachgeimpft. Als ich das unserer Züchterin erzählt habe, hat sie sehr verwundert nachgefragt, warum nochmal nachgeimpft werden soll. Laut ihrem Tierarzt reicht der Impfschutz jetzt für ein Jahr. Und auch ein weiterer Welpe aus dem Wurf mit dem wir Kontakt haben, braucht auch nicht nochmal zu einer weiteren Nachgeimpfung. Kann mir jemand von euch einen Tipp geben, wie ich mich jetzt verhalten soll? Im Impfausweis steht ja jetzt drin das wir in 4 Wochen nochmal hin müssen. LG Sabine und Happy
 
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Kati
19. Feb. 21:18
Ach.... Impfen, Entwurmung oder Zeckenschutz... das ist doch alles dasselbe. Fiese miese böhse Chemie, die angeblich alles und jeden schädigt oder direkt umbringen möchte. Antibiotika könnte man auch komplett unabhängig vom Wirkstoff gleich mit in denselben Topf werfen. Welche Tierart am Ende behandelt wird und warum überhaupt, ist doch am Ende auch egal, oder? Auch MEINS und DEINES sind ja letztendlich eigentlich nur bürgerliche Kategorien. <----Ironie OFF----> Danke für deine Beiträge, Aufklärung und deine Bemühungen. Vielleicht fällt es ja zum teilweise auf fruchtbaren Boden.
Ach ich finde gar nicht, dass die Diskussion gerade in diese Richtung driftet...

Also ja, beim Entwurmen und auch bei der Antibiotikanutzung gab und gibt es ein Umdenken, was auch zu begrüßen ist. Da haben wir halt auch das Resistenzproblem...
Auch beim Impfen gibt es meiner Meinung nach dieses Umdenken und das auch in der breiten Masse der Tierärzte. Da scheint Michi andere Erfahrungen zu haben, was ja auch legitim ist.

Ich gebe zu, dass ich die Diskussion um "so viel Chemie" auch etwas leid bin. Erst Recht, wenn diese dann noch von einem Energydrink-trinkenden Menschen geführt wird...neulich erst erlebt🙈.
Wir wären als Menschheit nicht da, wo wir sind, ohne Impfungen.
Auf der anderen Seite muss das eben jeder für sich entscheiden, dann aber auch bitte hinnehmen, dass es für Kindergärten, Hundeschulen oder was auch immer eben Regeln gibt, um die Mehrheit zu schützen.
Das enge Zusammenleben mit Tieren hat überhaupt erst zur Entstehung von vielen Erkrankungen und insbesondere Zoonosen geführt. Übrigens sind 2/3 der Erkrankungen beim Menschen zoonotischer Natur (kurzer Klugschiss am Abend😉).
 
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Michi
19. Feb. 21:20
Ach ich finde gar nicht, dass die Diskussion gerade in diese Richtung driftet... Also ja, beim Entwurmen und auch bei der Antibiotikanutzung gab und gibt es ein Umdenken, was auch zu begrüßen ist. Da haben wir halt auch das Resistenzproblem... Auch beim Impfen gibt es meiner Meinung nach dieses Umdenken und das auch in der breiten Masse der Tierärzte. Da scheint Michi andere Erfahrungen zu haben, was ja auch legitim ist. Ich gebe zu, dass ich die Diskussion um "so viel Chemie" auch etwas leid bin. Erst Recht, wenn diese dann noch von einem Energydrink-trinkenden Menschen geführt wird...neulich erst erlebt🙈. Wir wären als Menschheit nicht da, wo wir sind, ohne Impfungen. Auf der anderen Seite muss das eben jeder für sich entscheiden, dann aber auch bitte hinnehmen, dass es für Kindergärten, Hundeschulen oder was auch immer eben Regeln gibt, um die Mehrheit zu schützen. Das enge Zusammenleben mit Tieren hat überhaupt erst zur Entstehung von vielen Erkrankungen und insbesondere Zoonosen geführt. Übrigens sind 2/3 der Erkrankungen beim Menschen zoonotischer Natur (kurzer Klugschiss am Abend😉).
Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt.
Ich bemerke und begrüße das Umdenken bei den Tierärzten bezüglich der Impfungen.
 
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Michi
19. Feb. 21:28
Ach.... Impfen, Entwurmung oder Zeckenschutz... das ist doch alles dasselbe. Fiese miese böhse Chemie, die angeblich alles und jeden schädigt oder direkt umbringen möchte. Antibiotika könnte man auch komplett unabhängig vom Wirkstoff gleich mit in denselben Topf werfen. Welche Tierart am Ende behandelt wird und warum überhaupt, ist doch am Ende auch egal, oder? Auch MEINS und DEINES sind ja letztendlich eigentlich nur bürgerliche Kategorien. <----Ironie OFF----> Danke für deine Beiträge, Aufklärung und deine Bemühungen. Vielleicht fällt es ja zum teilweise auf fruchtbaren Boden.
Deinen Beitrag finde ich jetzt hier tatsächlich unangemessen.
 
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Tom
19. Feb. 22:32
Deinen Beitrag finde ich jetzt hier tatsächlich unangemessen.
Sorry, ich wollte nicht unangemessen reagieren und bin weit entfernt davon, die Diskussion eskalieren zu wollen oder von der rein sachlichen Ebene zu entfernen.

Du hast mit Kati und Steffi zwei fachlich kompetente und gut ausgebildete Gesprächs Partnerinnen und ich halte erstmal den Schnabel und lese evtl noch etwas mit.
Zumindest bin ich froh, dass hier Fachinformationen und berufliche Praxis Erfahrungen gepostet werden.
 
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Tom
19. Feb. 22:55
Ach ich finde gar nicht, dass die Diskussion gerade in diese Richtung driftet... Also ja, beim Entwurmen und auch bei der Antibiotikanutzung gab und gibt es ein Umdenken, was auch zu begrüßen ist. Da haben wir halt auch das Resistenzproblem... Auch beim Impfen gibt es meiner Meinung nach dieses Umdenken und das auch in der breiten Masse der Tierärzte. Da scheint Michi andere Erfahrungen zu haben, was ja auch legitim ist. Ich gebe zu, dass ich die Diskussion um "so viel Chemie" auch etwas leid bin. Erst Recht, wenn diese dann noch von einem Energydrink-trinkenden Menschen geführt wird...neulich erst erlebt🙈. Wir wären als Menschheit nicht da, wo wir sind, ohne Impfungen. Auf der anderen Seite muss das eben jeder für sich entscheiden, dann aber auch bitte hinnehmen, dass es für Kindergärten, Hundeschulen oder was auch immer eben Regeln gibt, um die Mehrheit zu schützen. Das enge Zusammenleben mit Tieren hat überhaupt erst zur Entstehung von vielen Erkrankungen und insbesondere Zoonosen geführt. Übrigens sind 2/3 der Erkrankungen beim Menschen zoonotischer Natur (kurzer Klugschiss am Abend😉).
Es gab ein fachliches umdenken, was ich total begrüße und das auch aus Resistenzgründen im Human Bereich.

Gleichzeitig ist es schwierig, zum Schutz der Menschen, den Tieren bei Krankheit bestimmte Wirkstoffe zu verweigern und dann noch zu unterscheiden, ob es Heimtiere oder Nutztiere sind.
Sehr sehr schwierige Diskussion.
Wobei mir das Konzept der Reserveantibiotika insgesamt durchaus sehr schlüssig und sinnvoll erscheint.
Anstrengend und anspruchsvoll wird die Diskussion darüber, WER das dann bekommen darf und wenn nicht und warum genau da so sein soll.

Das ist an sich kompliziert genug. Und weil so oft solche komplexen Themen in denselben Topf geworfen werden mit einer Wurmkur, Zeckenschutz oder einer Impfung, nervt mich das massiv und dann werde ich auch manchmal etwas pauschal denjenigen gegenüber, die bestimmte feine, aber relevante Unterschiede nicht verstehen, aber trotzdem auf Social Media irgendwelche fragwürdigen Botschaften raus posaunen wollen.
NICHT JOE persönlich!

Könnte man das unter der Rubrik einordnen, dass ich ganz persönlich da nach vielen Jahren inzwischen eine Allergie habe und mein Immun- und Kommunikations System da evtl auch mal überschießend reagiert?

Sorry dann.
Erbitte Verständnis 🙏 ✌️
 
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Kati
20. Feb. 04:43
Es gab ein fachliches umdenken, was ich total begrüße und das auch aus Resistenzgründen im Human Bereich. Gleichzeitig ist es schwierig, zum Schutz der Menschen, den Tieren bei Krankheit bestimmte Wirkstoffe zu verweigern und dann noch zu unterscheiden, ob es Heimtiere oder Nutztiere sind. Sehr sehr schwierige Diskussion. Wobei mir das Konzept der Reserveantibiotika insgesamt durchaus sehr schlüssig und sinnvoll erscheint. Anstrengend und anspruchsvoll wird die Diskussion darüber, WER das dann bekommen darf und wenn nicht und warum genau da so sein soll. Das ist an sich kompliziert genug. Und weil so oft solche komplexen Themen in denselben Topf geworfen werden mit einer Wurmkur, Zeckenschutz oder einer Impfung, nervt mich das massiv und dann werde ich auch manchmal etwas pauschal denjenigen gegenüber, die bestimmte feine, aber relevante Unterschiede nicht verstehen, aber trotzdem auf Social Media irgendwelche fragwürdigen Botschaften raus posaunen wollen. NICHT JOE persönlich! Könnte man das unter der Rubrik einordnen, dass ich ganz persönlich da nach vielen Jahren inzwischen eine Allergie habe und mein Immun- und Kommunikations System da evtl auch mal überschießend reagiert? Sorry dann. Erbitte Verständnis 🙏 ✌️
Ich verstehe diese "Allergie" durchaus. Wobei ich mich beispielsweise weigere die Begründung für wachsende Resistenzen im Humanbereich nur in der Vetmed zu suchen, wie es ja gern mal getan wird...und einen Humanvorbehalt auf einige Wirkstoffe zu legen verdeckt andere Probleme, wo in der Humanmedizin Verbesserungspotential ist (zB Diagnostik nicht erst beim 2. Wechsel des Wirkstoffs🙃).
Und ja, es ist bei Social Media wie bei der ersten Hilfe: wer am lautesten schreit sollte nicht unbedingt als erster gehört werden.

Nur hatte ich nicht das Gefühl, dahingehend abzudriften. Das tun wir aber gerade mal wieder😅

Ach und Joe solltest du in diesem Forum nicht mehr persönlich treffen oder hab ich was verpasst?
 
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Katja
20. Feb. 06:28
Mal ein Beispiel aus der Pferdepraxis. Noch vor wenigen Jahren war es so, dass ein Pferdebestand in einem Betrieb kollektiv 4x jährlich entwurmt wurde. Mittlerweile weiß man aber, dass genau durch dieses Vorgehen die Wurmlast viel mehr zugenommen hat, weil sich Resistenzen gebildet haben. Heutzutage betreuen die Tierärzte ihre Betriebe in der Regel anders. Es werden Kotproben genommen. Bei Herdenhaltung Sammelproben. Bei Befall wird genau gegen die vorhandene Wurmart entwurmt. So verändern sich auch jahrzehntelange Praktiken.
Da ich mir damals nur das Fazit zum Entwurmungsansatz gemerkt habe (-> bei Pferden muss da aufgrund der Haltung z.B. in konstanten Herden auf der Weide anders gehandelt werden als bei Hunden), habe ich jetzt doch nochmal nachgelesen. Und ich finde‘s ein schönes Beispiel, dass man eben genauer hingucken und die Mechanismen dahinter verstehen muss, bevor man Dinge einfach überträgt!

Nur kurz: So geht‘s ja bei Pferden im Wesentlichen um Würmer mit kürzeren Lebenszyklen (anpassungsfähiger), die aber netterweise bei kleinem Befall gut vertragen werden. Durch die Haltung in recht geschlossenen Gruppen in engem Kontakt wurde da bei in der Vergangenheit komplettem Abtöten ALLER Würmer denen sehr schön „beigebracht“, in welche Richtung sie sich entwickeln müssen -> sie wurden resistent!
Also lässt man inzwischen in ner Herde durch selektives Entwurmen immer welche übrig, so dass das nicht passiert. Ein geringer Befall wird dabei bewusst geduldet!

https://www.pferdeklinik-rennbahn.de/dam/jcr:1bd0850b-b5c7-47af-b581-27f47a9e9ea8/Selektive%20Entwurmung.pdf

Hunde haben andere Würmer und leben auch in anderen Verbänden, so dass das hier nicht relevant ist, zumindest sagen das die Quellen, die ich so gefunden habe! Deswegen macht da das Schema nach wie vor Sinn, insbesondere da Würmer von Hunden gerade bei Kindern & alten Menschen doch erheblichen Schaden anrichten können!

Es macht also schon Sinn, auf die zu hören, die das nicht nur studiert haben (also einen Überblick über alle möglichen Mechanismen haben) und sich zudem idealerweise auch noch kontinuierlich up-to-Date halten, um neue Erkenntnisse mit in ihre Handlungsweise einzuarbeiten!
Ich versuche dann immer für mich, das in bestimmten Fällen im Ansatz zu verifizieren, ob insbesondere letzteres der Fall ist.
Dafür hab ich schon zu viele studierte Leute gehabt, die mir trotzdem (im Brustton der Überzeugung!) versucht haben, Wissen von vor 20 Jahren anzudrehen…🥴

Ein gesundes Misstrauen ist also nie verkehrt, aber bei der Meinungsbildung muss man sich dann schon ein bisschen Mühe geben und tiefer einsteigen als „eomihe6 hat aber gesagt…“…😉
 
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Michi
20. Feb. 12:00
Da ich mir damals nur das Fazit zum Entwurmungsansatz gemerkt habe (-> bei Pferden muss da aufgrund der Haltung z.B. in konstanten Herden auf der Weide anders gehandelt werden als bei Hunden), habe ich jetzt doch nochmal nachgelesen. Und ich finde‘s ein schönes Beispiel, dass man eben genauer hingucken und die Mechanismen dahinter verstehen muss, bevor man Dinge einfach überträgt! Nur kurz: So geht‘s ja bei Pferden im Wesentlichen um Würmer mit kürzeren Lebenszyklen (anpassungsfähiger), die aber netterweise bei kleinem Befall gut vertragen werden. Durch die Haltung in recht geschlossenen Gruppen in engem Kontakt wurde da bei in der Vergangenheit komplettem Abtöten ALLER Würmer denen sehr schön „beigebracht“, in welche Richtung sie sich entwickeln müssen -> sie wurden resistent! Also lässt man inzwischen in ner Herde durch selektives Entwurmen immer welche übrig, so dass das nicht passiert. Ein geringer Befall wird dabei bewusst geduldet! https://www.pferdeklinik-rennbahn.de/dam/jcr:1bd0850b-b5c7-47af-b581-27f47a9e9ea8/Selektive%20Entwurmung.pdf Hunde haben andere Würmer und leben auch in anderen Verbänden, so dass das hier nicht relevant ist, zumindest sagen das die Quellen, die ich so gefunden habe! Deswegen macht da das Schema nach wie vor Sinn, insbesondere da Würmer von Hunden gerade bei Kindern & alten Menschen doch erheblichen Schaden anrichten können! Es macht also schon Sinn, auf die zu hören, die das nicht nur studiert haben (also einen Überblick über alle möglichen Mechanismen haben) und sich zudem idealerweise auch noch kontinuierlich up-to-Date halten, um neue Erkenntnisse mit in ihre Handlungsweise einzuarbeiten! Ich versuche dann immer für mich, das in bestimmten Fällen im Ansatz zu verifizieren, ob insbesondere letzteres der Fall ist. Dafür hab ich schon zu viele studierte Leute gehabt, die mir trotzdem (im Brustton der Überzeugung!) versucht haben, Wissen von vor 20 Jahren anzudrehen…🥴 Ein gesundes Misstrauen ist also nie verkehrt, aber bei der Meinungsbildung muss man sich dann schon ein bisschen Mühe geben und tiefer einsteigen als „eomihe6 hat aber gesagt…“…😉
Ich habe Pferde nicht mit Hunden verglichen.
Es sollte lediglich ein Beispiel dafür sein, dass sich auch im Bewusstsein der Tierärzte etwas ändert.
Dass nicht mehr alles so praktiziert wird, wie es vor Jahren noch für richtig gehalten wurde.
Auch bei Hunden findet in manchen Bereichen langsam ein Umdenken statt.
Und das hat Kati ja auch bestätigt.
 
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Katja
20. Feb. 12:37
Ich habe Pferde nicht mit Hunden verglichen. Es sollte lediglich ein Beispiel dafür sein, dass sich auch im Bewusstsein der Tierärzte etwas ändert. Dass nicht mehr alles so praktiziert wird, wie es vor Jahren noch für richtig gehalten wurde. Auch bei Hunden findet in manchen Bereichen langsam ein Umdenken statt. Und das hat Kati ja auch bestätigt.
Sorry, das sollte es überhaupt nicht heißen!🥴

Ich hab mir nur genau dieses Thema mal angeschaut und fand wirklich die unterschiedlichen Mechanismen spannend… und wollte einfach nur Menschen, die das hier so lesen, ermuntern, selber Überlegungen anzustellen, was sinnvoll ist und was nicht.😀

War nicht bös gemeint!
 
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Karin
20. Feb. 15:31
Hab hier mal die Impfempfelung der Stiko für dich
Die Empfehlung der Stiko ist total richtig, unsere Tierärzte orientieren sich danach, man kann seinen Hund auch tot impfen 💉