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Marlen
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Anzahl der Antworten 31
zuletzt 13. Feb.

Positiver Befund: Helicobacter

Hallo Zusammen, ich wende mich an euch weil mich 1. Meinungen dazu interessieren 2. Schwarmwissen immer mal was Gutes hat und 3. Vielleicht jemand so eine ähnliche Situation hat / hatte und eine gute Lösung dafür gefunden hat. Wir haben im Jahr 2024 im April die ersten Magenprobleme gehabt. Richtig schlimm, mit Schleim im Kot, blutigen Schleim und blutiges Erbrechen. Das haben wir über das gesamte Jahr mit einem Darmaufbau und abgestimmten Futter und Medizin und die Unterstützung einer Ernährungsberaterin spezialisiert auf Magen Darm beim Hund echt gut in den Griff bekommen. Jetzt fangen wieder die Probleme an, nur Gott sei Dank nicht schlimm wie letztes Jahr. IBD ist ausgeschlossen, Pankreas auch. Futtermittelunverträglichkeiten hat er viele, wir sind jetzt bei Hills Z/D Trockenfutter und fahren damit sehr sehr gut. Daher bitte keine Ernährungstipps. Er hat angefangen aus dem nichts sein Futter zu erbrechen, manchmal 30 min nach dem Essen, manchmal 5 Stunden später. Das ist dann häufiger vorgekommen und damit sind wir dann zum Arzt. Aufgrund seiner ganzen Vorgeschichte meinte die Ärztin dann das wir ihn mal auf Helicobacter testen sollten. Heute das Ergebnis: positiv. Die Ärztin vermutet das die ganzen Probleme von den Bakterien kommen könnten. Jetzt hat sie uns zwei Wege gesagt: 1. Doppeltes Antibiotikum über drei Wochen und dann erneut testen. 2. Sivomixx & Sucrabest vermehrt am Tag und nach einem Monat wieder testen. Beim zweiten hat sie allerdings gesagt, das sie da noch nie Erfolge verzeichnet hat. Ich bin total ängstlich ihm ein Antibiotikum zu geben, weil er zwar eine Baustelle schließen würde aber einer neue wieder eröffnen würde. Wir haben so dafür gekämpft das es seinem Darm wieder gut geht und der Kot besser wird. Wir ist eure Erfahrung da so? Vielleicht habt ihr ja auch so einen super empfindlichen Magen Hund. Ich würde mich freuen, nicht alleine mit der Sorge zu sein. Vielleicht gibt es auch positive Berichte zu lesen in dieser negativen Welt. 🫶🏼 wir freuen uns!
 
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The In
11. Feb. 10:39
Hallo Marlen,
ich verstehe deine Sorgen. Wir haben in der Familie auch viele Darmgeschichten durch, unterschiedliche Ursachen und teils laaaange Leidenswege. Aber auch ich würde hier den Antibiotikaweg gehen. Einfach weil es der wissenschaftlich fundiertere Weg ist. Und ja, das Antibiotikum ist "gemein" und wird erstmal alles weghauen, was ihm vor die Nase kommt. Aber, eine Darmflora lässt sich wieder aufbauen.

Mein Rat wäre, dich hier wirklich eng begleiten und beraten zu lassen.
Was füttere ich WÄHREND der Antibiotikagabe? Welche Probiotika kann ich dabei geben, welche erst danach? Was füttere ich danach und zwar wirklich kleinschrittig, wie viele Mahlzeiten, was genau, wann? Welche Lebensmittel eher vermeiden? Und auf welche Symptome ist zu achten, welche sind erwartbar und welche sollten sofort zu einem Tierarztbesuch führen?
So ein detaillierter Plan gibt dir Sicherheit🙏 die Bergwanderung ist mit Wanderwegplan und GPS Gerät leichter als mit Stock👆
Ich wünsche euch alles Gute🍀
 
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Lo
11. Feb. 10:44
Ich habe heute Abend ein Gespräch mit der Ernährungsberaterin, bezüglich des Problems. Sie meinte zu mir, das sie ohne Antibiotika schon Erfolge erzielt hat. Bei mehreren Hunden die sie betreut hat. Die Tierärztin meinte, bei ihr gab es bislang keine Erfolge. Ich stehe da so zwischen den Stühlen. Auf wen würdet ihr eher hören? 🙈
Wenn es sich bei der Ernährungsberatung um eine tierärztliche EB handelt dann auf sie. Wenn es sich um eine "normale" EB handelt, dann auf jeden Fall auf den Tierarzt. Leider sind die meisten dieser EBs mit Wochenendkursen bei fragwürdigen "Instituten" auf ihren Geschäftszweig gekommen oder sie sind Vertriebspartner für Reico/Anifit etc.
 
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Marlen
11. Feb. 11:20
Danke für eure Tipps 🙏🏼🫶🏼 wir haben uns den Befund schicken lassen und dort steht klar und deutlich das es eine geringe Konzentration gibt. Bei der geringen Konzentration ist kein Antibiotikum notwendig. Hat mir die Tierärztin erst gesagt, als ich mir den Befund habe schicken lassen und den Hinweis dort gelesen habe. Bin bisschen sprachlos…
 
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Manja
11. Feb. 12:13
Danke für eure Tipps 🙏🏼🫶🏼 wir haben uns den Befund schicken lassen und dort steht klar und deutlich das es eine geringe Konzentration gibt. Bei der geringen Konzentration ist kein Antibiotikum notwendig. Hat mir die Tierärztin erst gesagt, als ich mir den Befund habe schicken lassen und den Hinweis dort gelesen habe. Bin bisschen sprachlos…
Das ist aber auch echt gemein. Du machst dir totale Gedanken und hast Sorgen und dann sowas. Ich glaube, in diesem Fall, würde ich es auch erstmal anders versuchen. Wenn es nichts bringt, kannst du ja immer noch Antibiotika geben.
 
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Nadine
11. Feb. 12:41
Hallöchen liebe Marlen🤗
Ich habe mal für dich recherchiert und außerdem beschäftigt mich dieses Thema enorm, bzgl der antibiotikumvergabe und Co für unsere Haustiere... Wenn du vielleicht mehr zu diesem Thema wissen möchtest und es dich vielleicht interessiert, dann schau dir Mal das Interview von Frau Dr Ziegler (Tierärztin) auf YouTube an. Danach und das verspreche ich dir, denkst du anders. Bei mir ist es zumindest so.

Antibiotika wirken sich negativ auf die Darmflora (das Mikrobiom) von Hunden aus, weil sie nicht zwischen schädlichen Bakterien, die eine Infektion verursachen, und nützlichen Bakterien, die für die Darmgesundheit essenziell sind, unterscheiden. Sie wirken "indiskriminierend", töten also beide Gruppen ab. Die gestörte Darmflora kann zu Verdauungsproblemen wie Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen führen. Da ein Großteil des Immunsystems im Darm sitzt, schwächt eine gestörte Flora zudem die Abwehrkräfte des Hundes. Besonders kritisch: Bestimmte Antibiotika, die über die Gallenflüssigkeit in den Darm gelangen, verursachen eine stärkere Störung. Dazu gehören häufig genutzte Mittel wie Metronidazol, Clindamycin und Sulfonamide. Um die Darmflora nach einer Antibiotikabehandlung zu unterstützen, wird oft eine "Darmsanierung" mittels Probiotika (zugesetzte Bakterienkulturen) und Präbiotika (Nahrung für gute Bakterien) empfohlen.

Liebe Grüße und alles gute für dich und deine Fellnase 🤗🐾
 
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Nadine
11. Feb. 12:53
Antibiotika haben eine direkte  negative Auswirkung auf Helicobacter-Bakterien bei Hunden, da sie eingesetzt werden, um die Bakterienkolonien im Magen abzutöten oder deren Wachstum zu hemmen (Eradikation). 

Hier sind die wichtigsten Punkte zur Wirkung von Antibiotika auf Helicobacter bei Hunden: Helicobacter Infektionen bei Hunden werden typischerweise mit einer Kombination aus mehreren Antibiotika (oft Amoxicillin, Metronidazol oder Clarithromycin) und einem Protonenpumpenhemmer (wie Omeprazol) über 2 bis 3 Wochen behandelt. Diese Kombinationstherapie zielt darauf ab, die Bakterien zu eliminieren, was bei vielen betroffenen Hunden zu einer Verbesserung der Symptome wie chronischem Erbrechen führt.Trotz erfolgreicher kurzfristiger Behandlung ist die langfristige Ausrottung (Eradikation) schwierig. Studien zeigen, dass Helicobacter oft nach einiger Zeit zurückkehrt, sei es durch ein Wiederaufleben der Restpopulation oder Neuinfektion.Die intensive Antibiotikabehandlung kann Nebenwirkungen beim Hund auslösen, darunter Durchfall, Erbrechen, Blähungen oder ein empfindlicher Magen-Darm-Trakt, da auch nützliche Darmbakterien beeinträchtigt werden. Viele Hunde tragen Helicobacter, ohne Anzeichen einer Krankheit zu zeigen. Eine Behandlung ist daher nur bei symptomatischen Tieren (z. B. chronische Gastritis) üblich.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Antibiotika das Mittel der Wahl sind, um Helicobacter bei Hunden zu bekämpfen, jedoch mit dem Risiko von Nebenwirkungen verbunden sind und oft nur eine vorübergehende Reduzierung der Keimzahl bewirken.
 
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Marlen
11. Feb. 14:24
Daaaaanke, ich kann gar nicht danke genug sagen 🙏🏼🫶🏼 ihr seid so so lieb. Und habt so viel Geduld, ich danke euch vielmals. Ich bin wirklich schockiert, er hat keine Symptome. Wir haben mühevoll über die letzten Monate seinen Darm wieder aufgebaut. Alles getestet… Würmer, Giardien, IBD, Pankreas. Die Liste ist ewig lang. Wir haben immer wieder mal Probleme… Aber sein Kot ist sehr gut, er erbricht nicht, er nimmt nicht ab. Ich verstehe nicht warum gleich als erstes Mittel dann Antibiotika angeboten werden. Würde ich mich nicht belesen, fragen und forschen hätte ich seinen gesamten Darm jetzt zerstört. 😖
 
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Nadine
11. Feb. 14:43
Daaaaanke, ich kann gar nicht danke genug sagen 🙏🏼🫶🏼 ihr seid so so lieb. Und habt so viel Geduld, ich danke euch vielmals. Ich bin wirklich schockiert, er hat keine Symptome. Wir haben mühevoll über die letzten Monate seinen Darm wieder aufgebaut. Alles getestet… Würmer, Giardien, IBD, Pankreas. Die Liste ist ewig lang. Wir haben immer wieder mal Probleme… Aber sein Kot ist sehr gut, er erbricht nicht, er nimmt nicht ab. Ich verstehe nicht warum gleich als erstes Mittel dann Antibiotika angeboten werden. Würde ich mich nicht belesen, fragen und forschen hätte ich seinen gesamten Darm jetzt zerstört. 😖
Sehr gerne 😊
Man wundert sich dann wieso es dem Tier am Ende nie besser geht wenn es mit Chemikalien zugedröhnt ist und diese nur vorübergehend Wirkung zeigen... Am Ende wird das Tier noch kränker weil diese Medikamentösen Behandlungen das grundlegende zerstört hat und einiges anrichten kann womit man im Nachhinein pausenlos zum Tierarzt rennt weil dieser das Tier verseucht und krank gemacht hat... Letztendlich profitiert dann der Tierarzt und wir als Tierhalter sind so blauäugig und vertrauen darauf 🥺
 
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Annett
12. Feb. 12:07
Daaaaanke, ich kann gar nicht danke genug sagen 🙏🏼🫶🏼 ihr seid so so lieb. Und habt so viel Geduld, ich danke euch vielmals. Ich bin wirklich schockiert, er hat keine Symptome. Wir haben mühevoll über die letzten Monate seinen Darm wieder aufgebaut. Alles getestet… Würmer, Giardien, IBD, Pankreas. Die Liste ist ewig lang. Wir haben immer wieder mal Probleme… Aber sein Kot ist sehr gut, er erbricht nicht, er nimmt nicht ab. Ich verstehe nicht warum gleich als erstes Mittel dann Antibiotika angeboten werden. Würde ich mich nicht belesen, fragen und forschen hätte ich seinen gesamten Darm jetzt zerstört. 😖
Das Gleiche gilt übrigens auch für Giardien. Zeigt der Hund keine Symptome, kommt sein Immunsystem alleine damit klar und es muss nach Aussage meines Tierarztes auch nicht behandelt werden. Auch dort wird viel zu oft mit Kanonen auf Spatzen geschossen und am Ende mehr Schaden angerichtet, als als es nützt. Klingt für mich sehr ähnlich, obwohl ich mich mit dem Helicobacter jetzt nicht auskenne.
 
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Helga
13. Feb. 13:28
Der HP ist wirklich nicht zu unterschätzen. Ich meide Antibiosen auch möglichst, leider geht es manchmal nicht anders. Vielleicht verträgt dein Schatz es diesmal ja besser, weil die Voraussetzungen besser sind. Das Sucrabest hat unserem Hund bei ähnlich starken Beschwerden sehr gut geholfen. 👍