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Sabine
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Anzahl der Antworten 17
zuletzt 11. Jan.

Ohrenentzündung

Ich bräuchte mal euer Wissen bzw. eure Erfahrung, denn ich weiß nicht mehr weiter. Meine siebenjährige Zwergspitzhündin Luna kämpft seit Wochen mit einer Otitis media ( Mittelohrentzündung).Für die ganze Geschichte muss ich ein bisschen weiter ausholen. Luna wurde im Juli 2024 geimpft u.a. Tollwut ( was ich eigentlich gar nicht wollte) Ca. 4 Wochen später entwickelte sich ein starker Juckreiz und sie kratzte und biss sich die Haut wund. Erste Diagnose Grasmilben. Dafür bekam sie etwas vom Tierarzt; keine Besserung der Symptome. Danach Verdacht auf Allergie; ich sollte auf Ziege umstellen und sie bekam alle 4 Wochen Cytopoint und ich sollte sie 3 mal in der Woche mit cutamed Shampoo baden. Am Anfang half dies ganz gut aber mit der Zeit wurden die Abstände zum erneuten Juckreiz immer kürzer. Zusätzlich hatte sie im Dezember 2024 eine ziemlich starke Entzündung des äußeren Gehörgangs die mit Antibiotikum und Ohrentropfen behandelt wurde. Daraufhin wechselte ich den Tierarzt. Der neue Tierarzt meinte einen Hauttest könnte man nach all dem Cortison nicht mehr machen und verschrieb Apoquel. Nach ca 1 Woche bekam sie hohes Fieber und ich fuhr mit ihr in die Tierklinik. Ihr CRP Wert war über 10 und das Blutbild zeigte eine Leukopenie und Neutropenie und erhöhte Leberwerte ( vom vielen Cortison). Sie musste dort bleiben und wurde mit Marbocyl behandelt. Nach zwei Tagen durfte sie wieder nach Hause und zum Ende der Antibiotikabehandlung war alles wieder gut. Nur die Allergie war wieder da. Das Kratzen war besser dafür knabberte sie ständig an den Pfoten. Nun bekam ich Numelvi verschrieben. Ende Novemer 2025 dann eine Blasenentzündung (lt. Arzt wahrscheinlich durch die Läufigkeit)Sie bekam Antibiotikum verschrieben was aber das Fieber nicht senkte. Gebärmutter war lt. Ultraschall in Ordnung. Bei der neurologischen Untersuchung schnappte Luna nach der Tierärztin. Daraufhin wurde ich sofort zur Liquorpunktion in die Tierklinik geschickt. Ihr Verdacht war eine Gehirnhautentzündung die durch eine Autoimmunerkrankung ausgelöst wird. In der Tierklinik wurde ihr Blut genommen und die Blutwerte waren wie drei Monate zuvor. CRP über 10 und Leukopenie und Neutropenie. Wieder Marbocyl und Klinikaufenthalt. Die Gehirnwasseruntersuchung brachte kein eindeutiges Ergebnis da die Entnahme so schlecht ausgeführt wurde das Blut mit im Wasser war. Der Verdacht der Gehirnhautentzündung bestätigte sich nicht. Im MRT wurde im linken Ohr eine Otities media ( Mittelohrentzündung) festgestellt; ob die aber für die Symptome zuständig ist, ist lt. Arztbericht fraglich. Der Crp Wert und das Fieber sank und sie durfte nach 2 Tagen nach Hause. Die Leberwerte waren auch wieder leicht erhöht. Leukozyten und Neutrophile wieder im Normalbereich. CRP Wert war bei acht. Sie sollte das Antibiotikum plus Novalmin plus Magenschutz weiter nehmen bis der CRP Wert bei 0- 1 ist. Weiterbehandlung durch den Haustierarzt. Am 18. Dezember Blutentnahme CRP Wert bei 1,38. Weiter Antibiotikum und Novalmin auf 1/4 früh und Abend reduzieren. Am 29. Dezember CRP Wert immer noch bei 1,38. Antibiotikum weiternehmen. Am 8. Januar CRP wieder bei 2,0. Ich soll das Antibiotikum immer noch weitergeben und am Donnerstag zur Kontrolle kommen. Macht das für euch noch Sinn? Ich habe gehört das sich Mittelohrentzündungen über Wochen und sogar Monate hinziehen können aber wenn der Wert wieder steigt ist das doch ein Zeichen das das Antibiotikum nicht mehr wirkt. Sie hat nach wie vor auch noch eine wund Pfote von knabbern und außerdem Anzeichen einer Scheinträchtigkeit( Nestbau) aber das interessiert die Ärztin nicht. Was würdet ihr tun? Hat jemand von euch Erfahrung mit Mittelohrentzündung und kann mir weiterhelfen. Entschuldigt den langen Text aber ich dachte zum Verständnis wäre das wichtig. Liebe Grüße Sabine
 
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Stef
11. Jan. 18:23
Oh nein ist sie daran gestorben? Was habt ihr dagegen unternommen?
Der Gehörgang musste operativ entfernt werden ansonsten hätten wir sie einschläfern lassen müssen. Ob es beidseitig war wissen wir nicht, da ihr rechtes Ohr schon operiert war als sie zu uns kam.
Für unsere Hündin war es die Rettung, sie hatte endlich keine Ohrenschmerzen mehr und kam mit ihren operierten Ohren super klar und hatte noch 5 schöne Jahre!
Wir dachten am Anfang auch, dass es eine Allergie ist aber jegliche Behandlung war erfolglos bis wir dann die Diagnose bekamen!
Ohrenentzündungen sind echt fies und ich hoffe, dass ihr für sämtliche Probleme eine Lösung findet und es eurem Hund dann besser geht!
 
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Sabine
11. Jan. 18:30
Vielen Dank für die lieben Wünsche. Sie war bis vor 1 1/2 Jahren ein vollkommen gesunder Hund und jetzt das.
War die OP eine Bullaosteotomie? Das hat die Tierklinik auf den Entlassbericht geschrieben unter gegebenenfalls. War die OP schwierig. Ich hab schon einiges darüber gelesen und das scheint nicht einfach zu sein.
 
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Stef
11. Jan. 19:21
Ich kann mich nicht mehr erinnern was im Bericht stand!
Sie hatte seitlich am Kopf unter dem "Ohrlappen" einen ziemlich langen Schnitt, sah schon heftig aus und sie musste eine Nacht in der Klinik bleiben. Sie hatte dann auch ein leicht schiefes Maul, die eine Lefze hing etwas, vermutlich wurde der Nerv in Mitleidenschaft gezogen, das kann als Komplikation vorkommen war aber kein großes Problem bei ihr.
Wir haben schon vorher Handzeichen eingeführt für den Fall der Fälle!
Ich hatte auch Sorge, dass sie sich vom Wesen her verändert oder schreckhaft ist aber sie war nach der OP als gehörloser Hund unverändert. Wir achteten nur darauf, dass wir immer von vorne kamen, um sie nicht doch zu erschrecken und dass andere Hunde auch von vorne zu ihr kamen.
Die Zeit nach der OP- bis alles verheilt war-war schon anstrengend, sie musste ja auch einen Kragen tragen (wir hatten einen weichen) aber es hat sich total gelohnt.
Es muss für sie absolut toll gewesen sein-endlich ohne chronische Ohrenschmerzen das Hundeleben genießen!
Wurde vom Ohr schon ein Abstrich gemacht und wurde die Haut untersucht?
Bei unserer Hündin wurde mal Haut ausgestanzt, wir bekamen als Diagnose eine Autoimmunerkrankung, die aber im Alltag tatsächlich keine Rolle gespielt hat ausser dass wir beim Futter immer nur Lamm oder Pferd gegeben haben da sie sonst eine Rötung am Bauch bekam.
Es wurden an mehreren Stellen kleine Hautstücke ausgestanzt und eingeschickt. War aber unabhängig vom Ohr und erst 4 Jahre später.
 
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Sabine
11. Jan. 19:49
Bei der OP, die die Klinik gegebenenfalls empfohlen hat würde, glaube ich, das Trommelfell durchstochen werden damit das Sekret ablaufen kann. Das soll aber lt. Ärztin auch nicht ohne sein. Bei der ersten Ohrentzündung vor einem Jahr wurde ein Abstrich gemacht und das Antibiotikum entsprechend eingesetzt. Diesmal kann man anscheinend keinen machen da es eine Mittelohrentzündung ist die als Zufallsbefund im MRT ( wurde wegen der Liquorpunktion gemacht) gefunden wurde. Sie ist im Ohr von außen nicht si chtbar. Der Radiologe schreibt in seinem Bericht: "Erkennbar ist eine aktive Otitis media links. Ein Zusammenhang zur klinischen Symbtomatik ist fraglich"
Letztendlich will sich niemand festlegen. Was mich total verunsichert. Man weiß gar nicht mehr was richtig und falsch ist. Sie ist aufgrund ihrer Vorgeschichte ( Welpentransporter)sowieso schon sehr flexibel und sie hat in den letzten Monaten soviel unnütze Untersuchungen über sich ergehen lassen müssen. Von den Kosten ganz abgesehen.
Ich warte jetzt noch ab wie sich der CRP Wert diese Woche entwickelt und wenn er sich wieder nicht verbessert werde ich den Arzt wechseln bzw. nochmal einen Termin in der Klinik vereinbaren.
So munter wie sie ist hat sie glaub ich im Moment wenigstens keine Schmerzen.
Die Dosis wurde halbiert.
Hautproben wurden noch nicht genommen. Das war mal im Gespräch aber aufgrund der großen Menge an Cortison die sie bekam nicht sinnvoll.
 
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Stef
11. Jan. 20:05
Das ist eine Belastung für Mensch und Tier, ich hoffe wirklich, dass ihr Klärung bekommt und sich alles gut entwickelt.
Hoffentlich bekommt ihr kompetente Unterstützung damit eine Lösung gefunden werden kann
 
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Nad
11. Jan. 21:48
Das klingt wirklich schmerzhaften belastend für Euch beide. 😔 Ich würde auch eine Tierklinik aufsuchen und hier einen Fachtierarzt für Dermatologie aufsuchen. Und einen Test auf Mittelmeer Krankheiten machen lassen, wenn nicht schon geschehen.

Sprich doch mal bei Deinem Arzt an, ob ihr auf hydrolisirrtes Futter wechseln wollt. Da sind die Proteine / Allergene so sehr zerkleinert, dass der Körper nicht allergisch darauf reagieren kann. Wenn sie auf was auch immer reagiert, kann dies dadurch ausgeschlossen werden.
Zum Beispiel Hills ZD oder Royal Canin Anallergenic, gibt es beides als Trocken und Nassfutter. Die Zutaten lesen sich nicht sonderlich gut, sind aber bei betreffenden Hunden ein absoluter Segen.

Alles Gute! ☺️
 
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Karin
11. Jan. 22:26
Oha, da habt ihr aber schon einiges durch gemacht.
Ich kenne mich da leider nicht mit aus, wünsche euch aber alles gute, vor allem eine gesicherte Diagnose auf die ihr aufbauen könnt.
Ich würde allerdings definitiv in eine Tierklinik wechseln.
Wir waren auch wegen meinem gutem Bauchgefühl lange bei einer Tierärztin die viel an unserem Problem " herum-doktorte" 😏. Ich entschied dann doch in eine Klinik zu wechseln und dort wurde sofort erkannt was das Problem war und Roxy war kurze Zeit später wieder schmerzfrei. Die Untersuchungs und Laborbefunde kannst du dir von der Praxis aushändigen lassen und mitnehmen somit nicht nochmals alles doppelt gemacht werden muss. Ich drücke euch die Daumen. 👍