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Sabine
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Anzahl der Antworten 15
heute 21:48

Ohrenentzündung

Ich bräuchte mal euer Wissen bzw. eure Erfahrung, denn ich weiß nicht mehr weiter. Meine siebenjährige Zwergspitzhündin Luna kämpft seit Wochen mit einer Otitis media ( Mittelohrentzündung).Für die ganze Geschichte muss ich ein bisschen weiter ausholen. Luna wurde im Juli 2024 geimpft u.a. Tollwut ( was ich eigentlich gar nicht wollte) Ca. 4 Wochen später entwickelte sich ein starker Juckreiz und sie kratzte und biss sich die Haut wund. Erste Diagnose Grasmilben. Dafür bekam sie etwas vom Tierarzt; keine Besserung der Symptome. Danach Verdacht auf Allergie; ich sollte auf Ziege umstellen und sie bekam alle 4 Wochen Cytopoint und ich sollte sie 3 mal in der Woche mit cutamed Shampoo baden. Am Anfang half dies ganz gut aber mit der Zeit wurden die Abstände zum erneuten Juckreiz immer kürzer. Zusätzlich hatte sie im Dezember 2024 eine ziemlich starke Entzündung des äußeren Gehörgangs die mit Antibiotikum und Ohrentropfen behandelt wurde. Daraufhin wechselte ich den Tierarzt. Der neue Tierarzt meinte einen Hauttest könnte man nach all dem Cortison nicht mehr machen und verschrieb Apoquel. Nach ca 1 Woche bekam sie hohes Fieber und ich fuhr mit ihr in die Tierklinik. Ihr CRP Wert war über 10 und das Blutbild zeigte eine Leukopenie und Neutropenie und erhöhte Leberwerte ( vom vielen Cortison). Sie musste dort bleiben und wurde mit Marbocyl behandelt. Nach zwei Tagen durfte sie wieder nach Hause und zum Ende der Antibiotikabehandlung war alles wieder gut. Nur die Allergie war wieder da. Das Kratzen war besser dafür knabberte sie ständig an den Pfoten. Nun bekam ich Numelvi verschrieben. Ende Novemer 2025 dann eine Blasenentzündung (lt. Arzt wahrscheinlich durch die Läufigkeit)Sie bekam Antibiotikum verschrieben was aber das Fieber nicht senkte. Gebärmutter war lt. Ultraschall in Ordnung. Bei der neurologischen Untersuchung schnappte Luna nach der Tierärztin. Daraufhin wurde ich sofort zur Liquorpunktion in die Tierklinik geschickt. Ihr Verdacht war eine Gehirnhautentzündung die durch eine Autoimmunerkrankung ausgelöst wird. In der Tierklinik wurde ihr Blut genommen und die Blutwerte waren wie drei Monate zuvor. CRP über 10 und Leukopenie und Neutropenie. Wieder Marbocyl und Klinikaufenthalt. Die Gehirnwasseruntersuchung brachte kein eindeutiges Ergebnis da die Entnahme so schlecht ausgeführt wurde das Blut mit im Wasser war. Der Verdacht der Gehirnhautentzündung bestätigte sich nicht. Im MRT wurde im linken Ohr eine Otities media ( Mittelohrentzündung) festgestellt; ob die aber für die Symptome zuständig ist, ist lt. Arztbericht fraglich. Der Crp Wert und das Fieber sank und sie durfte nach 2 Tagen nach Hause. Die Leberwerte waren auch wieder leicht erhöht. Leukozyten und Neutrophile wieder im Normalbereich. CRP Wert war bei acht. Sie sollte das Antibiotikum plus Novalmin plus Magenschutz weiter nehmen bis der CRP Wert bei 0- 1 ist. Weiterbehandlung durch den Haustierarzt. Am 18. Dezember Blutentnahme CRP Wert bei 1,38. Weiter Antibiotikum und Novalmin auf 1/4 früh und Abend reduzieren. Am 29. Dezember CRP Wert immer noch bei 1,38. Antibiotikum weiternehmen. Am 8. Januar CRP wieder bei 2,0. Ich soll das Antibiotikum immer noch weitergeben und am Donnerstag zur Kontrolle kommen. Macht das für euch noch Sinn? Ich habe gehört das sich Mittelohrentzündungen über Wochen und sogar Monate hinziehen können aber wenn der Wert wieder steigt ist das doch ein Zeichen das das Antibiotikum nicht mehr wirkt. Sie hat nach wie vor auch noch eine wund Pfote von knabbern und außerdem Anzeichen einer Scheinträchtigkeit( Nestbau) aber das interessiert die Ärztin nicht. Was würdet ihr tun? Hat jemand von euch Erfahrung mit Mittelohrentzündung und kann mir weiterhelfen. Entschuldigt den langen Text aber ich dachte zum Verständnis wäre das wichtig. Liebe Grüße Sabine
 
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Stef
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heute 20:05
Das ist eine Belastung für Mensch und Tier, ich hoffe wirklich, dass ihr Klärung bekommt und sich alles gut entwickelt.
Hoffentlich bekommt ihr kompetente Unterstützung damit eine Lösung gefunden werden kann
 
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Heike
heute 17:07
Ich würde eine Tierklinik aufsuchen, die haben andere Möglichkeiten als eine Tierarztpraxis.
Gute Besserung für die arme Maus🐾🐾
 
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Sabine
heute 17:11
Hab ich mir tatsächlich auch schon überlegt. Das Gute ist das es ihr mit den Medikamenten gut geht und sie gut drauf ist.
 
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amma
heute 17:20
Ich würde für den Moment deine Angaben so interpretieren, dass irgendwo unerkannt ein Herd sitzt und das Ohr nur mitreagiert. Zumindest lese und höre ich das immer wieder, dass einseitige Ohrentzündungen andere Ursachen haben.
Eine Leuko- und Neutropenie deutet bei einem Infektgeschehen eher auf einen Virus hin, das CRP wiederum ist eher bei bakteriellen Infekten erhöht. Keine Ahnung wie das zusammengeht.
Wenn die Antibiotika nicht richtig wirken, sind entweder Erreger da, die auf die entsprechenden Antibiotika nicht ansprechen oder sie sitzen inzwischen in einem Biofilm.
Juckreiz muss nicht zwingend allergisch bedingt sein, auch Organprobleme können Juckreiz machen.
Da du über teilweise erhöhte Leberwerte berichtest, würde ich neben der Abklärung, die meines Erachtens weitergehen muss, die Leber pflanzlich unterstützen. Da eignen sich zB Silymarin aus der Mariendistel (Silycure) und Reishipräparate ( Reishi ist ein Heilpilz)
Hast du schon auf Mittelmeererkrankungen und andere Parasiten untersuchen lassen?
 
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Sabine
heute 17:34
Danke für deine ausführliche Antwort. Das mit der Leber hab ich auch schon angesprochen. Meine Ärztin meinte wir müssen erst die Entzündungswerte in den Griff kriegen und danach würde sie mir was pflanzliches für die Leber mitgeben. Ich wollte auch den Darm unterstützen aber dagegen war sie auch. Mittelmeerkrankheiten und Paraditen waren bei der ersten Leukopenie ( im August) im Gespräch aber nachdem die Antibiotika damals innerhalb von drei Tagen den CRP Wert in den Normalbereich schickten wurde das wieder verworfen. Die Klinik tippte vor 4 Wochen eher auf die Gebärmutter. Die Haustierärztin hat vor drei Wochen diese kontrolliert. Angeblich alles ohne Befund.
 
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amma
heute 17:54
Danke für deine ausführliche Antwort. Das mit der Leber hab ich auch schon angesprochen. Meine Ärztin meinte wir müssen erst die Entzündungswerte in den Griff kriegen und danach würde sie mir was pflanzliches für die Leber mitgeben. Ich wollte auch den Darm unterstützen aber dagegen war sie auch. Mittelmeerkrankheiten und Paraditen waren bei der ersten Leukopenie ( im August) im Gespräch aber nachdem die Antibiotika damals innerhalb von drei Tagen den CRP Wert in den Normalbereich schickten wurde das wieder verworfen. Die Klinik tippte vor 4 Wochen eher auf die Gebärmutter. Die Haustierärztin hat vor drei Wochen diese kontrolliert. Angeblich alles ohne Befund.
Warum der Darm als Träger für ein gutes Immunsystem nicht sofort unterstützt wird, leuchtet mir nicht wirklich ein. Was befürchtet deine TÄ an negativen Auswirkungen, wenn sie Leber und Darm entsprechend unterstützt? Da würde ich sie genauer fragen und dann ggfs eine Tierklinik dazu heranziehen oder wechseln.
Die Gebärmutter würde ich bei meinem Hund lieber noch ein zweites Mal schallen lassen. Pyometra ist oft heimtückisch. Wenn man da vor ein paar Wochen nichts gesehen hat, heißt das nichts für den jetzigen Zustand.
 
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Stef
heute 17:55
Bei unserer mittlerweile verstorbenen Hündin war es ein multiresistenter Keim. Deshalb hatte sie ständig Ohrenentzündungen, die nicht wegzubekommen waren.
 
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amma
heute 17:57
Bei kleinen Hunden ist eine Ultraschalluntersuchung übrigens oft schwieriger zu beurteilen. Hat deine TÄ da genügend Erfahrung und ist sie wirklich gut ausgerüstet? Je nach Tiergröße brauchts auch die richtige Größe an Ultraschallköpfen.
 
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amma
heute 17:58
Bei unserer mittlerweile verstorbenen Hündin war es ein multiresistenter Keim. Deshalb hatte sie ständig Ohrenentzündungen, die nicht wegzubekommen waren.
Waren diese Ohrentzündungen ein- oder beidseitig?
 
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Sabine
heute 18:02
Bei unserer mittlerweile verstorbenen Hündin war es ein multiresistenter Keim. Deshalb hatte sie ständig Ohrenentzündungen, die nicht wegzubekommen waren.
Oh nein ist sie daran gestorben? Was habt ihr dagegen unternommen?
 
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Sabine
heute 18:06
Bei kleinen Hunden ist eine Ultraschalluntersuchung übrigens oft schwieriger zu beurteilen. Hat deine TÄ da genügend Erfahrung und ist sie wirklich gut ausgerüstet? Je nach Tiergröße brauchts auch die richtige Größe an Ultraschallköpfen.
Ich weiß nicht ob sie genügend Erfahrungen hat. Sie war vorher in einer Gemeinschaftspraxis und hat sich vor drei Jahren selbstständig gemacht. Sie hat sich aber sehr viel Zeit gelassen und alles sehr sorgfältig angeschaut. Aber wahrscheinlich ist es das Beste ich gehe nochmal in die Tierklinik zum Ultraschall. Da kommt es aber auch immer darauf an an wem man kommt. Da hab ich auch schon unmögliches erlebt.