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C.
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zuletzt 7. Feb.

Mastektomie

Ich habe eine 9-jährige Hündin (Mischling, mittelgroß, vermutlich mit Labrador-Anteil), die mich gesundheitlich langsam etwas Sorgen kostet – und ich stehe gerade vor mehreren Entscheidungen rund um eine anstehende OP. Zu ihrer Vorgeschichte: Seit etwa zwei Jahren kratzt sie sich immer wieder extrem am rechten Auge – so stark, dass dort inzwischen die Haare dauerhaft fehlen und die Haut wund ist. Es hilft nur Cortison, aber das ist natürlich keine Dauerlösung. Es wurde schon einiges untersucht: Allergietests, Futterumstellung (sie bekommt aktuell hypoallergenes Futter), Milbenbehandlung (Simparica monatlich), auch Blut wurde untersucht – aber bisher ohne klare Diagnose. Die Haut ist vor allem bei Aufregung oder Stress besonders betroffen (sie kratzt dann stark in der Luft mit dem Hinterbein). Zusätzlich habe ich nun bei ihr einen tastbaren, festen Knoten an der Milchleiste entdeckt – nicht sichtbar, aber deutlich spürbar unter der Haut. Der Tierarzt hat nun geraten, die gesamte betroffene Milchleiste zu entfernen, um sicherzugehen. Außerdem hat sie eine Warze am Hals, die gleich mit entfernt und zur Sicherheit eingeschickt werden soll. Geplant ist also aktuell eine OP mit: • Kastration • Entfernung einer Milchleiste (wegen Tumorverdacht) • Biopsie der Haut am Auge • Warzenentfernung • Einschicken aller entnommenen Proben zur Histologie Ich habe mir vorher auch Gedanken gemacht über: • Zahnsteinentfernung (würde ich lieber später machen, da der Bauch geöffnet wird) • Röntgen (würde ich evtl. mit der Zahn-OP nachholen, falls sinnvoll) • Sie ist nicht gechipt, wird aber nun entweder vorher oder während der OP gechippt – auch wegen der OP-Versicherung. Meine Fragen an euch: • Hat jemand Erfahrung mit einer einseitigen Mastektomie in dem Alter? Wie gut haben eure Hunde das weggesteckt? • War bei euch eine Kastration in Kombination mit der Milchleisten-OP sinnvoll? • Wie gut war die Wundheilung bei älteren Hündinnen? • Würdet ihr vorab noch ein Blutbild machen lassen? • Würdet ihr Röntgen jetzt gleich mitmachen – oder lieber später in Ruhe? Ich bin sehr bemüht, die OP gut zu planen, ohne sie unnötig zu überfordern. Gleichzeitig möchte ich vermeiden, dass wir in ein paar Monaten nochmal in Narkose müssen. Über eure Einschätzungen, Erfahrungen oder auch nur ein paar aufmunternde Worte würde ich mich total freuen!
 
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Sabine
Beliebteste Antwort
8. Apr. 14:13
Unserer 9jährigen Setterhündin wurde auch einseitig die komplette Milchleiste entfernt, das war gar kein Problem, allerdings fand nicht gleichzeitig eine Kastration statt. Ich würde allerdings nie mehr ohne Röntgen Thorax und Ultraschall des Bauchraums vorher operieren lassen, um Metastasen auszuschließen plus Blutbild und Organwerten, denn wenn da was gefunden wird,muss man sein ganzen Programm vielleicht sowieso überdenken.
 
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Steffi
8. Apr. 13:50
Hallo, das sind ja viele gesundheitliche Probleme, mit denen deine Maus zu kämpfen hat. Zu den Behandlungen kann ich nichts sagen, mir fällt nur die Frage ein, wie gut Du den Tierarzt kennst, wie das Vertrauensverhältnis ist und wie gut die Beratung ist. Falls da irgendetwas nicht so passt, würde ich eine zweite Meinung einholen. Und ich würde erfragen, was riskanter ist. Eine längere Narkose oder mehrere kurze.
Ich wünsche Euch viel Glück und Kraft.🍀🍀🍀
 
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Karin
8. Apr. 13:59
Hallo, bei unserer früheren Hündin, intakt, wurde mit 12 Jahren die Milchleiste ebenfalls entfernt. Das war operativ gar kein Problem und heilte erstaunlich schnell. Bereits 4 Wochen später war nix mehr davon zu spüren.
Allerdings sind die Knoten leider schnell wieder aufgetreten. Ich persönlich würde vorher ein Blutbild machen lassen. Ist ja nie verkehrt. Die Narkose würde ich ebenfalls grad zum Röntgen mit ausnutzen.
Ob eine Kastration und oder Zahnreinigung zeitgleich sinnvoll ist würde ich mit Absprache des Arztes besprechen. Alles gute
 
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Sabine
8. Apr. 14:13
Unserer 9jährigen Setterhündin wurde auch einseitig die komplette Milchleiste entfernt, das war gar kein Problem, allerdings fand nicht gleichzeitig eine Kastration statt. Ich würde allerdings nie mehr ohne Röntgen Thorax und Ultraschall des Bauchraums vorher operieren lassen, um Metastasen auszuschließen plus Blutbild und Organwerten, denn wenn da was gefunden wird,muss man sein ganzen Programm vielleicht sowieso überdenken.
 
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Christine
8. Apr. 14:26
Unsere Hündin wurde, ebenfalls mit 9 Jahren ,die komplette Milchleiste entfernt.(Tumor)Die OP hatte sie gut überstanden und die Heilung war auch kein Problem.Leider ist sie uns dann doch gestorben.Die Milz ist geplatzt.
Ich hoffe natürlich sehr,dass bei Deiner Maus alles gut wird.Wie oben schon geschrieben,Blutbild, Röntgen,Organwerte würde ich auf alle Fälle auch vorher machen lassen.Die Zähne mitmachen zu lassen ,wenn sie gerade in Narkose liegt,ist natürlich verführerisch,aber da denke ich auch,lieber den TA fragen.
Alles gute!
 
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C.
8. Apr. 15:22
Danke euch für eure lieben Nachrichten!
Ich wollte gleich den OP-Termin machen, aber die Praxis muss sich erst intern absprechen, weil es mehrere Eingriffe sind.
Ich hoffe einfach, dass es bald soweit ist – diese Ungewissheit macht mich richtig fertig.
 
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Karin
8. Apr. 16:35
Danke euch für eure lieben Nachrichten! Ich wollte gleich den OP-Termin machen, aber die Praxis muss sich erst intern absprechen, weil es mehrere Eingriffe sind. Ich hoffe einfach, dass es bald soweit ist – diese Ungewissheit macht mich richtig fertig.
Daumen und Pfoten sind gedrückt
 
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Gina
7. Feb. 00:15
Hallo, kannst du kurz ein Feedback geben wie du gehandelt hast ich steh gerade vor einer ähnlichen Entscheidung. Ich schick dir mal meinen aktuellen Stand

Wichtige Frage, Bitte um Erfahrungswerte/Fachwissen!!🚨❤️
Mammaturmore / Kastration / Gebärmuttervereiterung

Meine Hündin Sammy ist 9 Jahre alt, ein Goldendoodle mit ca. 15 kg und nicht kastriert.

🔹 Vorgeschichte:
Im März 2025 wurde an der linken Milchleiste (vorletzte Zitze) ein Mammatumor entfernt (etwas kleiner als eine Erbse).

🔹 Aktuelle Situation:
Anfang Dezember 2025, etwa 3 Wochen nach ihrer Läufigkeit, habe ich fast an derselben Stelle erneut etwas getastet. Zunächst wurde vermutet, es könne eine Zyste sein.
Ende Januar 2026 hieß es dann, es sei wieder ein Mammatumor, der zeitnah operiert werden sollte.

🗓 OP-Termin:
Donnerstag, 12. Februar 2026

🔹 Geplante OP & unterschiedliche Meinungen:
• Erste Tierärztin:
→ nur den Tumor entfernen, möglichst kurze/flache Narkose
→ keine Kastration, da sie in dem Alter keine weiteren Mammatumoren mehr vorbeugen kann
• Zweite Meinung:
→ Entfernung des hinteren Teils der linken Milchleiste (die letzten 3 Zitzen), da dieser Bereich ein eigenes Lymphsystem hat
→ nicht die komplette Milchleiste, um den Eingriff kleiner zu halten
→ zusätzlich evtl. Kastration
• bei unauffälliger Gebärmutter: nur Eierstöcke
• bei Auffälligkeiten: Gebärmutter mit entfernen

🔹 Wichtig:
Mir ist bewusst, dass eine Kastration in diesem Alter keine neuen Mammatumoren mehr verhindern kann, da die hormonellen Einflüsse bereits tief im Körper verankert sind.
Es geht bei der Kastration nicht um die Mammatumoren, sondern ausschließlich um:
• die Vorbeugung gutartiger (hormonabhängiger) Veränderungen
• und darum, eine Gebärmuttervereiterung lebenslang ausschließen zu können.

🔹 Zusätzliche Aussage der zweiten Tierärztin:
Sie sagte offen, sie würde eine Kastration bei ihrer eigenen Hündin nur dann durchführen, wenn diese starke Probleme mit der Läufigkeit gehabt hätte
(z. B. Scheinschwangerschaften, Milchbildung, starke Belastung).
Das hatte Sammy nie – ihre Läufigkeiten waren immer unauffällig.

❓ Meine offenen Fragen an euch:
• Wie groß ist der Eingriff (Milchleisten-OP + evtl. Kastration) wirklich?
• Wie sind eure Erfahrungen mit der Wundheilung bei älteren Hündinnen?
• Ist die OP-Dauer eventuell zu lang für eine 9-jährige Hündin?
• Würdet ihr die Kastration trotzdem machen lassen oder darauf verzichten?

Ich fühle mich gerade sehr unsicher und überfordert und wäre dankbar für eure Erfahrungen und ehrlichen Meinungen 🙏🐶
 
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Gina
7. Feb. 08:52
Hallo, bei unserer früheren Hündin, intakt, wurde mit 12 Jahren die Milchleiste ebenfalls entfernt. Das war operativ gar kein Problem und heilte erstaunlich schnell. Bereits 4 Wochen später war nix mehr davon zu spüren. Allerdings sind die Knoten leider schnell wieder aufgetreten. Ich persönlich würde vorher ein Blutbild machen lassen. Ist ja nie verkehrt. Die Narkose würde ich ebenfalls grad zum Röntgen mit ausnutzen. Ob eine Kastration und oder Zahnreinigung zeitgleich sinnvoll ist würde ich mit Absprache des Arztes besprechen. Alles gute
Das bedeutet ihr habt nur eine Milchleiste raus gemacht und an der anderen Seite sind wieder Tumore entstanden?
 
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Karin
7. Feb. 10:33
Unserer 9jährigen Setterhündin wurde auch einseitig die komplette Milchleiste entfernt, das war gar kein Problem, allerdings fand nicht gleichzeitig eine Kastration statt. Ich würde allerdings nie mehr ohne Röntgen Thorax und Ultraschall des Bauchraums vorher operieren lassen, um Metastasen auszuschließen plus Blutbild und Organwerten, denn wenn da was gefunden wird,muss man sein ganzen Programm vielleicht sowieso überdenken.
...unbedingt Bauchultraschall, Röntgen und Blutbild vor der OP.
 
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Tina
7. Feb. 10:52
Huhu. Meine Hündin hatte mit etwa 6 Jahren die erste Milchleiste komplett entfernt bekommen. Mit ca. 8 Jahre dann die andere dann auch. Bei beiden waren es nur stecknadelkopfgroße Veränderungen. Und haben 2 Tierärzte unabhängig voneinander je zur kompletten Entfernung geraten.

Bei der ersten Milchleiste sollte eigentlich noch, sofern möglich, ein kleines Lipom am Bein entfernt werden. Jedoch war der Blutverlust bei meiner Hündin kritisch, sodass wirklich nur die Milchleiste und sonst nichts anderes gemacht wurde. Wir hatten danach einen Trichter und sie hat sich recht schnell erholt. Die Narbe ist bei so etwas riesig und hat mich zuerst erschrocken. Aber zum Glück ohne Komplikationen abgeheilt.

Milchleiste 2 wurde erst als auch dort kleine Auffälligkeiten ertastet wurden gemacht. Und wegen Umzug bei einem anderen Tierarzt, dem ich die Erfahrungen von Milchleiste 1 erzählte. Deshalb hat dieser Tierarzt vorher ein Blutbild gemacht, um den gesundheitlichen Allgemeinzustand besser einzuschätzen und wir haben vorbereitend ein Vitaminpräparat über 3 Wochen verabreicht. Auch bei dieser OP war der Blutverlust wieder kritisch, aber die Maus hat es zum Glück gut überstanden. Diesmal hatten wir keinen Trichter, sondern ein Body und die große Wunde hatte diesmal eine Drainage in der Wunde . Das war daheim eine ganz schöne Sauerei, hatte aber mMn den Vorteil das das OP Gebiet kein bisschen geschwollen war und alles schnell verheilt ist.

Fazit: mMn ist die Milchleisten-Entfernung ein recht großer Eingriff, die Narbe ist riesig, heilt aber erstaunlich gut und schnell. Sie hatte sich von beiden OPs relativ schnell und gut erholt. Die Narkose war jeweils kein Problem. Body und Drainage fand ich besser als den blöden Trichter und die anfangs etwas geschwollene Narbe. Ich denke wir hatten damit ihr Leben auf jeden Fall verlängert und viel Leid erspart und würde es definitiv wieder machen.
Nur kann ich mir nach unserem Erfahrungen nicht vorstellen, dass in einer einzigen OP vieles zusammen gemacht wird (also plus Kastration und anderes). In unserem Fall wäre es auf jeden Fall nicht möglich oder sehr wenn dann wohl recht gefährlich wegen dem Blutverlust gewesen. Nun kenn ich leider keine anderen, die vielleicht schon mal alles mit einem Mal hatten/weiß nicht ob jeder Hund an den Milchleisten so gut wie meine damals durchblutet ist.


Kastriert war sie bis zum Schluss nicht. Es gab auch all die Jahre keine medizinische Notwendigkeit sie kastrierten zu lassen. Bis sie dann mit 12 Jahren leider eine unentdeckte Gebärmuttervereiterung hatte (kein Ausfluss, die Gebärmutter hat sich in den Bauchraum geöffnet und wir haben es nur gemerkt weil sie plötzlich sehr träge und müde wirkte und sind deshalb zum Tierarzt) , die sie trotz Not-OP nicht überlebt hatte.