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ina
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 63
zuletzt 9. Feb.

L4 Impfung Chihuahua

Hallo! Bei mir ist vor kurzem ein Chihuahua Welpe eingezogen. Er ist jetzt ca. 4.5 Monate. Züchterin rät mir nicht gegen Leptospirose impfen zu lassen. 2 unabhängige Tierärzte raten mir dazu. Jetzt stehe ich vor einer Entscheidung und weiß nicht was ich tun soll. Hat jemand schlechte Erfahrungen mit dieser Impfung gemacht?
 
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Silke
9. Feb. 21:17
Eine Borrelioseimpfung schützt nur gegen Borreliose. Welche Zecke die überträgt ist unwichtig.
Danke, für die Information
 
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Kati
9. Feb. 21:36
Wenn ich richtig gelesen habe, gibt es mehr als 300 Stämme. Gegen 4 gibt es Impfstoff. 🤷 Wie wahrscheinlich ist es, ausgerechnet einem von den Vieren zu "begegnen"? 1,33333 Prozent.
Und wenn man sich mit der Epidemiologie beschäftigt, dann erliest man, dass es vier Serovare gibt, die in Deutschland für den Großteil der Erkrankungen verantwortlich sind: Serovare Grippotyphosa, Bratislava, Australis, Pomona.
Außerdem kommt es beim Zählen der Stämme noch darauf an, welche Klassifizierung man nutzt. Bei der genetischen Klassifizierung gibt es nämlich nur 9 pathogene Genospezies.

Am Ende darf das ja jeder alleine entscheiden. Persönlich ist mir lieber das Risiko zu reduzieren, auch wenn es nicht auf Null geht.
 
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Kati
9. Feb. 21:42
Was mir bei der Impfung des kleinen Welpen Bauchschmerzen machen würde ist, dass die Impfmenge (Dosis) bei Hunden in der Regel immer gleich ist, unabhängig von Körpergewicht, Rasse oder Alter des Hundes. Ein Chihuahua erhält dieselbe Menge Impfstoff wie eine Deutsche Dogge. Angeblich hängt die zur Immunisierung benötigte Antigenmenge, um das Immunsystem zu aktivieren, nicht vom Körpergewicht ab. Es muss immer die gleiche Menge gegeben werden um eine Immunantwort zu erhalten (mit der Aussage habe ich ein Problem), auch wenn bei kleinen Hunden häufiger Nebenwirkungen und allergische Reaktionen auftreten. Die Impfung müsste für eine Grundimmunisierung mehrfach ausgeführt und jährlich wiederholt werden. Die Impfung deckt ca. 84 % der Fälle ab. Ein hundertprozentiger Schutz wird nicht angeboten. Die Leptospirosefälle in Deutschland bei Hunden sind in den letzten Jahren angestiegen. Wie bei allen Impfungen muss das Risiko der Ansteckung abgewogen werden. Die Übertragung erfolgt in der Regel durch infektiösen Urin (häufig Wildtiere)in Wasser, Erde oder Futter und Bisswunden. Wenn die Diagnose frühzeitig erfolgt stehen die Heilungschancen mit starken Antibiotika gut. .
Nun ein Immunsystem funktioniert anders als zB eine bakterielle Infektion eben nach dem Schwarz-Weiß-Prinzip: es ist etwas in ausreichender Menge da, damit darauf reagiert wird.
Übrigens kleiner Funfact: Dosierungen in der Humanmed sind auf einen 70kg weißen Mann gerechnet. Ist für mich auch nur in einem von drei Kriterien passend.
Dann wäre mir keine Statistik bekannt, nach der kleine Hunde signifikant häufiger an UAWs leiden. Nehme ich aber gern.
Die Leptospirosefälle steigen aufgrund verschiedener Faktoren an. Einer davon ist die verbesserte Diagnostik, sowie die größere Awareness für solche Erkrankungen.
Und ob ich mich immer darauf verlassen würde, dass man die Nierenfunktionsreduktion schnell erkennt...na ich weiß ja nicht.