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Kerstin
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 5
heute 21:36

Kranke oder Hunde mit Handicap

Meine Frage an euch ist wie steht ihr dazu ? Würdet ihr einen Hund nehmen der krank ist und regelmäßig seine Medikamente benötigt oder vielleicht sogar gespritzt werden muss? Ein Handicap hat z.B dass er nur mit einem Auge sieht oder nur drei Beine hat oder der Schwanz nur noch zur Hälfte dran ist oder sonst irgendein Handicap besitzt? Ich frage das,weil wir hatten letztens eine Diskussion in der Runde und da waren einige dabei die eigentlich nur einen Hund möchten der für sie schön ist und keinen der ein Handicap hat oder schon alt und krank ist. Die Diskussion entfachte einen großen Streit denn ich bin der Meinung jeder Hund egal welcher, ob mit oder ohne Handicap hat ein Recht auf Liebe Geborgenheit und leben so wie wir Menschen auch und sollte ein schönes Zuhause haben. Wie hättet ihr reagiert? Ich bin der Meinung, dass ich von nun an weiß, was ich von einigen Menschen zu halten habe und meide sie
 
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Sabine
Beliebteste Antwort
heute 20:56
Jeder Hund hat sicherlich das Recht auf ein schönes Leben, aber ins eigene Leben muss er natürlich auch passen. Wenn mein Hobby Bergwandern ist, dann ist ein blinder oder amputierter Hund wahrscheinlich nicht günstig. Auch in der Etagenwohnunug 2.Stock ohne Aufzug. Mit unregelmäßigen Arbeitszeiten ist eine pünktliche Medikamentengabe, wie sie z B bei Epilepsie notwendig ist, nicht machbar. Sicher verguckt man sich zuerst in die Optik. Das aber als alleiniges Kriterium für seine Hundewahl anzugeben ist traurig.
 
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Heike
heute 20:45
Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten 🤷🏼‍♀️
Ein Handicap wie du sie beschreibst, damit hätte ich kein Problem, mein Hund muss nicht „schön“ sein.
Alt und krank… da wird es problematischer. Ich finde, man muss auch an sich selbst denken. Ich arbeite und der Hund muss versorgt werden, also krank kommt dann drauf an wieviel Pflege notwendig ist. Finanziell kann das auch ein Problem sein, bei alt und krank bekommst du keine Versicherung mehr, da muss man sich alt und krank auch finanziell leisten können.
Natürlich wünsche ich jedem Hund, auch alt und krank, einen schönen Lebensplatz, man muss aber auch so planen, dass das eigene Leben damit vereinbar ist.
 
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Sabine
heute 20:56
Jeder Hund hat sicherlich das Recht auf ein schönes Leben, aber ins eigene Leben muss er natürlich auch passen. Wenn mein Hobby Bergwandern ist, dann ist ein blinder oder amputierter Hund wahrscheinlich nicht günstig. Auch in der Etagenwohnunug 2.Stock ohne Aufzug. Mit unregelmäßigen Arbeitszeiten ist eine pünktliche Medikamentengabe, wie sie z B bei Epilepsie notwendig ist, nicht machbar. Sicher verguckt man sich zuerst in die Optik. Das aber als alleiniges Kriterium für seine Hundewahl anzugeben ist traurig.
 
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Vivi &
heute 21:09
Für mich kommt es auf das Handikap an. Wir haben ohne Probleme einen tauben Hund adoptiert und haben damit kaum Einschränkungen. Dafür wären andere Behinderungen für uns keine Option gewesen, zum Beispiel Einschränkungen im Bewegungsablauf, weil sie nicht in unser Leben passen. (Deswegen zieht hier auch kein super territorialer oder bellfreudiger Hund ein).

Etwas anderes wäre es natürlich, wenn der Hund bei mir alt wird und dementsprechend mehr Gebrechen bekommt. Dann wird er selbstverständlich bis zu seinem Ende hier geliebt und umsorgt. Ich würde mir aber auch so eher keinen sehr alten Hund aussuchen, sondern lieber einen, mit dem ich noch ein paar schöne Jahre habe. Aber das ist meine persönliche Präferenz, das muss jeder für sich entscheiden.

Ich finde es auch grundsätzlich in Ordnung, wenn jemand von vorne rein sagt, dass er sich einen ohne Einschränkungen aussucht. Es gibt ja wirklich mehr als genug Hunde auf dieser Welt, die ein zu Hause brauchen. Und da ist es mir wirklich egal, welche Kriterien man ansetzt (solange es zum eigenen Leben passt). Wie viele Beine, Augen, Ohren etc. der Hund haben soll, kann jeder selbst für sich aussuchen.
Ich weiß auch nicht, ob ich einen Hund haben möchte, der Inkontinent ist. Oder täglich gespritzt werden muss. Das macht das Leben umständlicher und würde eventuell dazu führen, dass ich mein Leben nicht so wie gewohnt weiterführen kann. Und das will ich nicht. Mein Haustier soll mich glücklicher machen. Wenn es insgesamt anstrengender ist, als der Hund mir Freude bereiten kann, dann ist das nichts, was ich anstrebe.

Wie gesagt, das Alter beziehungsweise Erkrankungen sind wieder was anderes, aber ich würde mich nicht bewusst dafür entscheiden.
 
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Heike
heute 21:23
Ich bin auch der Meinung, man kann niemanden dafür verurteilen, der keinen alten, kranken oder vielleicht auch verhaltensgestörten Hund aufnehmen möchte. Das kann eine sehr belastende Aufgabe sein, die nicht jeder tragen kann. Es sind schon so einige an dieser Aufgabe gescheitert.
Wie schon geschrieben, der Hund muss ins eigene Leben passen, auch zu den eigenen Aktivitäten und der verfügbaren Zeit.
 
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Sylvia
heute 21:36
Wir haben mal einen alten zunehmend gelähmten, inkontinenten Schäferhund aus dem Tierheim übernommen. Ein toller Kerl. Er lebte noch 9 Monate bei uns ein lebenswertes Leben. Aber er war wirklich ein Vollzeit-Hund. Wäre mein Mann zu dieser Zeit nicht mit Zuhause gewesen um mitzuhelfen, wäre es nicht machbar gewesen. Aber Lobo wollte leben und nicht wegen Inkontinenz und gelähmter Hinterhand eingeschläfert werden. Als er dann doch nicht mehr konnte und wollte, sind wir bewusst erstmal nicht mehr ins Tierheim gegangen. Wir wären wieder mit dem Ärmsten und Ältesten nach Hause gekommen… Aber die Kraft dazu hätte ich nicht mehr gehabt. Da brauchten wir erstmal was junges und fittes, was zu unserem Leben passt. Der nächste wird dann vielleicht wieder ein gehandicapter Hund sein. Es muss zum Leben passen.