Für mich kommt es auf das Handikap an. Wir haben ohne Probleme einen tauben Hund adoptiert und haben damit kaum Einschränkungen. Dafür wären andere Behinderungen für uns keine Option gewesen, zum Beispiel Einschränkungen im Bewegungsablauf, weil sie nicht in unser Leben passen. (Deswegen zieht hier auch kein super territorialer oder bellfreudiger Hund ein).
Etwas anderes wäre es natürlich, wenn der Hund bei mir alt wird und dementsprechend mehr Gebrechen bekommt. Dann wird er selbstverständlich bis zu seinem Ende hier geliebt und umsorgt. Ich würde mir aber auch so eher keinen sehr alten Hund aussuchen, sondern lieber einen, mit dem ich noch ein paar schöne Jahre habe. Aber das ist meine persönliche Präferenz, das muss jeder für sich entscheiden.
Ich finde es auch grundsätzlich in Ordnung, wenn jemand von vorne rein sagt, dass er sich einen ohne Einschränkungen aussucht. Es gibt ja wirklich mehr als genug Hunde auf dieser Welt, die ein zu Hause brauchen. Und da ist es mir wirklich egal, welche Kriterien man ansetzt (solange es zum eigenen Leben passt). Wie viele Beine, Augen, Ohren etc. der Hund haben soll, kann jeder selbst für sich aussuchen.
Ich weiß auch nicht, ob ich einen Hund haben möchte, der Inkontinent ist. Oder täglich gespritzt werden muss. Das macht das Leben umständlicher und würde eventuell dazu führen, dass ich mein Leben nicht so wie gewohnt weiterführen kann. Und das will ich nicht. Mein Haustier soll mich glücklicher machen. Wenn es insgesamt anstrengender ist, als der Hund mir Freude bereiten kann, dann ist das nichts, was ich anstrebe.
Wie gesagt, das Alter beziehungsweise Erkrankungen sind wieder was anderes, aber ich würde mich nicht bewusst dafür entscheiden.