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Nana
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Anzahl der Antworten 73
heute 16:24

Kastration Zeitpunkt

Mich würde interessieren wann ihr eure Hündinnen (bei Rüden ist das wohl etwas anders, weil sie keine Läufigkeit haben) kastriert habt. Mila ist mein erster Doggo überhaupt. Viel recherchiert, bei der Hundetrainerin gefragt, in der Hundeschule andere Kursteilnehmer gefragt, den Tierarzt etc. Ich sags euch, die Meinungen sind soooo gemischt. Alles hat Vor- und Nachteile. Kommt die Nachbarin ums Eck mit ihren zwei Hündinnen und schwört auf die Frühkastration vor der ersten Läufigkeit (gut, das ist jetzt mal weg vom Tisch, da die erste schon war vor 2 Monaten). Rein theoretisch haben wir in einem Monat einen Termin schon für die Kastration, aber jetzt bin ich am Überlegen ob ich den bis zur 2. oder 3. Läufigkeit verschieben soll? Ich finde Mila hat sich kopftechnisch enorm weiterentwickelt, besonders die Impulskontrolle. Das bleibt dann so nach der Kastration oder? Mammatumore riskieren oder nach der Kastration Inkontinenz riskieren? Was ist schlimmer? Ich weiß jetzt auch nicht ob mich die ganzen Kommentare noch mehr verwirren oder bestärken, aber ich bin aktuell eh gerade zwiegespalten. Also haut mal raus.
 
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Tina
heute 13:56
Ich finde das Argument „natürlich = besser“ ehrlich gesagt zu kurz gegriffen. Mir geht's nicht so wirklich darum, denn unsere Hunde leben ja generell nicht natürlich. Sie dürfen sich ihre Partner nicht aussuchen, sich nicht fortpflanzen, leben nicht frei, Leinenpflicht, usw. Natürlich ist vermutlich auch nicht das Nass- oder Trockenfutter. Deshalb ist für mich eher die Frage: Was ist langfristig für den jeweiligen Hund gesundheitlich und alltagspraktisch sinnvoller. nicht, was am „natürlichsten“ ist. Ich bin bei dem Punkt vielleicht nicht ganz so emotional sondern rational, weil ich ein Kopfmensch bin was "vernünftig" wirkt. Wenn mein Hund den Drang hat sich die ganze Zeit währenddessen zu vermehren, leidet sie vielleicht daran, dass sie es nicht kann? Wollte da jetzt grundsätzlich keine emotionale Diskussion entfachen. Ich danke dir trotzdem für deinen Kommentar, das wollte ich ja 🫶
Ich verstehe den Ansatz der Kritik am "Natürlichen". Und das stimmt ja auch, es gibt so viele Faktoren die beim domestizierten Haustier einfach nicht mehr wie es "natürlich" wäre gegeben sind.
Ich denke dennoch, dass man versuchen kann und sollte, das was "natürlich" einfach da ist schon auch angenommen und erhalten werden und nicht verändert werden sollte.
Wie oft habe ich jetzt "natürlich" geschrieben 😅

Und ja es gibt eine Reihe von Gründen, die auch für Kastrationen sprechen, aber es ist immer individuell einzelfallabhängig. Wir aktuell haben halt keinen einzigen Grund in die Natur einzugreifen. Ist ja auch nur meine Ansicht und die möchte ich auch nicht aufzwingen.
Ich habe außerdem das Gefühl, dass viele Tierärzte beim Thema Kastrationswunsch sehr schnell handeln und weniger beraten oder abraten, was mir ein komisches Bauchgefühl gibt aka geht's da manchmal nur ums schnelle Geld verdienen? Aber das nur am Rande.
 
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Celine
heute 13:57
Aber das Halten von beiden Geschlechtern zusammen und damit verbundener Stress kann schon eine Indikation sein. Es muss nicht immer die gesundheitliche Situation des Individuums, es können auch äußere Umstände sein… ich hatte es mal im Tierschutzgesetz nachgeschlagen…
Meine intakten Rüden haben immer mit läufigen Hündinnen zusammen gelebt. Ja die Zeit ist mal stressiger aber das ist auch nur 2 mal im Jahr und deshalb würde ich niemals ein Tier kastrieren.
 
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Katrin
heute 14:01
Meine intakten Rüden haben immer mit läufigen Hündinnen zusammen gelebt. Ja die Zeit ist mal stressiger aber das ist auch nur 2 mal im Jahr und deshalb würde ich niemals ein Tier kastrieren.
Sukis intakter Bruder lebt seit 6Jahren mit 2 intakten Hündinnen zusammen. Bei Züchtern die beide Geschlechter haben klappt es ebenfalls ohne das der dortige Rüde daheim zum ,,Einsatz" kommt. Klar ist das für den Hund kurzzeitig anstrengender aber auch nicht wesentlich mehr wie wenn die Hündin zwei Häuser weiter wohnen würde. Beide Geschlechter halten bedeutet nicht automatisch das man kastrieren muss oder sollte aber es kann durchaus ein Grund sein warum der Doc einer Kastration zustimmt.
 
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Celine
heute 14:05
Sukis intakter Bruder lebt seit 6Jahren mit 2 intakten Hündinnen zusammen. Bei Züchtern die beide Geschlechter haben klappt es ebenfalls ohne das der dortige Rüde daheim zum ,,Einsatz" kommt. Klar ist das für den Hund kurzzeitig anstrengender aber auch nicht wesentlich mehr wie wenn die Hündin zwei Häuser weiter wohnen würde. Beide Geschlechter halten bedeutet nicht automatisch das man kastrieren muss oder sollte aber es kann durchaus ein Grund sein warum der Doc einer Kastration zustimmt.
Jaa das sehe ich genauso.
Es kann eine Indikation sein, sollte aber kein sofortiger Grund sein.
 
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Katja
heute 14:12
Ich finde das Argument „natürlich = besser“ ehrlich gesagt zu kurz gegriffen. Mir geht's nicht so wirklich darum, denn unsere Hunde leben ja generell nicht natürlich. Sie dürfen sich ihre Partner nicht aussuchen, sich nicht fortpflanzen, leben nicht frei, Leinenpflicht, usw. Natürlich ist vermutlich auch nicht das Nass- oder Trockenfutter. Deshalb ist für mich eher die Frage: Was ist langfristig für den jeweiligen Hund gesundheitlich und alltagspraktisch sinnvoller. nicht, was am „natürlichsten“ ist. Ich bin bei dem Punkt vielleicht nicht ganz so emotional sondern rational, weil ich ein Kopfmensch bin was "vernünftig" wirkt. Wenn mein Hund den Drang hat sich die ganze Zeit währenddessen zu vermehren, leidet sie vielleicht daran, dass sie es nicht kann? Wollte da jetzt grundsätzlich keine emotionale Diskussion entfachen. Ich danke dir trotzdem für deinen Kommentar, das wollte ich ja 🫶
Den Ansatz kann ich total nachvollziehen. 😀👍

Und genau deswegen würde ich erstmal abwarten, wie „alltagstauglich“ sich das Ganze herausstellt.
Wenn Du dann in Probleme rennst, kannst Du immer noch tätig werden!

Viele Hündinnen sind da ja auch komplett unkompliziert…
 
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Katja
heute 14:17
Meine intakten Rüden haben immer mit läufigen Hündinnen zusammen gelebt. Ja die Zeit ist mal stressiger aber das ist auch nur 2 mal im Jahr und deshalb würde ich niemals ein Tier kastrieren.
Klar, deswegen ja individuell entscheiden: KANN funktionieren.

Wenn’s aber nicht funktioniert und man vor der Entscheidung steht: Hund abgeben, weil’s nicht geht oder kastrieren, verurteile ich niemanden, der sich für Kastration entscheidet.
 
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Katja
heute 14:20
Da ich‘s gebe konkret mag, hier noch der Auszug zu dem Thema aus dem Tierschutzgesetz…
 
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Jörg
heute 14:30
Geh mal auf Suche und gib dort Kastration ein, schnell wirst du fündig, und eigentlich wirst du nur Grundsatz Diskussionen finden. Du wirst Vor und Nachteile finden. Die Entscheidung wirst du wohl selbst treffen müssen. Und eigentlich wurde das Thema schon ausführlich Diskutiert.
 
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Simone
heute 14:40
Hauptfaktor ist die Krankheit, ja. Das Risiko steigt ja laut meiner Recherche enorm nach der 1. Läufigkeit. Wenn sies bekommt, würd ichs mir nie verzeihen können. Die Läufigkeit hat sie aber auch nicht so gut weggesteckt. Aber hab natürlich auch gelesen, dass manche Hündinnen nach der Kastration inkontinent werden können.
Der größte Quatsch mamatumore bekommen auch kastrierte Hündinnen
 
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Tim
heute 14:46
Da ich‘s gebe konkret mag, hier noch der Auszug zu dem Thema aus dem Tierschutzgesetz…
Wenn man bei einem 10 Monate alten Hund schon eine Kastration einen Monat später geplant hat, dann liegt sicherlich keine reale/seriöse tierärztliche Indikation vor. Die ist sowieso nicht viel wert. Eben deswegen. Da wird dann einfach irgendwas erfunden. Daher wäre der Eingriff in diesem Fall eigentlich strafbar und fällt unter das Tierschutzgesetz bzw. Tierquälerei, genauso wie Kupierung. Aber das interessiert halt keinen. Hauptsache das Geld fließt und der Besitzer ist zufrieden.