Ich finde das Argument „natürlich = besser“ ehrlich gesagt zu kurz gegriffen. Mir geht's nicht so wirklich darum, denn unsere Hunde leben ja generell nicht natürlich. Sie dürfen sich ihre Partner nicht aussuchen, sich nicht fortpflanzen, leben nicht frei, Leinenpflicht, usw. Natürlich ist vermutlich auch nicht das Nass- oder Trockenfutter.
Deshalb ist für mich eher die Frage: Was ist langfristig für den jeweiligen Hund gesundheitlich und alltagspraktisch sinnvoller. nicht, was am „natürlichsten“ ist. Ich bin bei dem Punkt vielleicht nicht ganz so emotional sondern rational, weil ich ein Kopfmensch bin was "vernünftig" wirkt. Wenn mein Hund den Drang hat sich die ganze Zeit währenddessen zu vermehren, leidet sie vielleicht daran, dass sie es nicht kann?
Wollte da jetzt grundsätzlich keine emotionale Diskussion entfachen. Ich danke dir trotzdem für deinen Kommentar, das wollte ich ja 🫶
Ich verstehe den Ansatz der Kritik am "Natürlichen". Und das stimmt ja auch, es gibt so viele Faktoren die beim domestizierten Haustier einfach nicht mehr wie es "natürlich" wäre gegeben sind.
Ich denke dennoch, dass man versuchen kann und sollte, das was "natürlich" einfach da ist schon auch angenommen und erhalten werden und nicht verändert werden sollte.
Wie oft habe ich jetzt "natürlich" geschrieben 😅
Und ja es gibt eine Reihe von Gründen, die auch für Kastrationen sprechen, aber es ist immer individuell einzelfallabhängig. Wir aktuell haben halt keinen einzigen Grund in die Natur einzugreifen. Ist ja auch nur meine Ansicht und die möchte ich auch nicht aufzwingen.
Ich habe außerdem das Gefühl, dass viele Tierärzte beim Thema Kastrationswunsch sehr schnell handeln und weniger beraten oder abraten, was mir ein komisches Bauchgefühl gibt aka geht's da manchmal nur ums schnelle Geld verdienen? Aber das nur am Rande.