Ich finde das Argument „natürlich = besser“ ehrlich gesagt zu kurz gegriffen. Mir geht's nicht so wirklich darum, denn unsere Hunde leben ja generell nicht natürlich. Sie dürfen sich ihre Partner nicht aussuchen, sich nicht fortpflanzen, leben nicht frei, Leinenpflicht, usw. Natürlich ist vermutlich auch nicht das Nass- oder Trockenfutter.
Deshalb ist für mich eher die Frage: Was ist langfristig für den jeweiligen Hund gesundheitlich und alltagspraktisch sinnvoller. nicht, was am „natürlichsten“ ist. Ich bin bei dem Punkt vielleicht nicht ganz so emotional sondern rational, weil ich ein Kopfmensch bin was "vernünftig" wirkt. Wenn mein Hund den Drang hat sich die ganze Zeit währenddessen zu vermehren, leidet sie vielleicht daran, dass sie es nicht kann?
Wollte da jetzt grundsätzlich keine emotionale Diskussion entfachen. Ich danke dir trotzdem für deinen Kommentar, das wollte ich ja 🫶
Ich sehe das genau wie du.
" Natürlich " ist ein Begriff, der in dem Zusammenhang total hinkt.
Genauso wenn ich lese, dass die Hündinnen sich mit jeder Läufigkeit weiterentwickeln.
Ja, tun sie aber ohne Läufigkeit auch. Sie altern und reifen genauso.
Ich kenne ( auch durch meine Tierschutzarbeit) so viele kastrierte Hündinnen. Gestandene Damen, selbstbewusst etc.
Und ich kenne ebenso einige unkastrierte Hündinnen, die wegen einer Gebärmuttervereiterung zT notoperiert werden mussten.
In unserem Tierschutz werden die Hunde natürlich früher kastriert. Auf der Straße möglichst vor ! der ersten Läufigkeit, im Tierheim danach.
Bei einem deutschen Hund würde ich aber trotzdem warten, bis er 2 Jahre erreicht hat, sonst ist das Risiko für Kreuzbandrisse unter Umständen erhöht.