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Nana
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Anzahl der Antworten 40
heute 13:47

Kastration Zeitpunkt

Mich würde interessieren wann ihr eure Hündinnen (bei Rüden ist das wohl etwas anders, weil sie keine Läufigkeit haben) kastriert habt. Mila ist mein erster Doggo überhaupt. Viel recherchiert, bei der Hundetrainerin gefragt, in der Hundeschule andere Kursteilnehmer gefragt, den Tierarzt etc. Ich sags euch, die Meinungen sind soooo gemischt. Alles hat Vor- und Nachteile. Kommt die Nachbarin ums Eck mit ihren zwei Hündinnen und schwört auf die Frühkastration vor der ersten Läufigkeit (gut, das ist jetzt mal weg vom Tisch, da die erste schon war vor 2 Monaten). Rein theoretisch haben wir in einem Monat einen Termin schon für die Kastration, aber jetzt bin ich am Überlegen ob ich den bis zur 2. oder 3. Läufigkeit verschieben soll? Ich finde Mila hat sich kopftechnisch enorm weiterentwickelt, besonders die Impulskontrolle. Das bleibt dann so nach der Kastration oder? Mammatumore riskieren oder nach der Kastration Inkontinenz riskieren? Was ist schlimmer? Ich weiß jetzt auch nicht ob mich die ganzen Kommentare noch mehr verwirren oder bestärken, aber ich bin aktuell eh gerade zwiegespalten. Also haut mal raus.
 
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Carola
heute 11:53
Eine Kastration ist ein schwerwiegender Eingriff bei einer Hündin! Es werden gesunde Organe entfernt.
Natürlich kann deine Hündin dann keinen Gebärmutterkrebs mehr bekommen weil sie keine mehr hat. Andere Krebsarten treten jedoch bei Kastraten häufiger auf als bei nicht kastrierten Hunden.
Abgesehen davon sind 10 Monate sehr früh denn eine Hündin sollte erst erwachsen sein bevor man sie-wenn überhaupt-kastriert.
Natürlich besteht auch das Risiko der Inkontinenz und auch noch diverse weitere wie Knochenprobleme, Gelenkprobleme, Verhaltensstörungen und so weiter.
Ein früh kastrierter Hund wird niemals wirklich erwachsen.
Die meisten Kastrationen bei Hündinnen werden durchgeführt weil die Halter sich nicht mit der Läufigkeit und den Eigenschaften ihre Hündinnen auseinandersetzen wollen.
 
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Sonja
heute 12:00
Kastration zur Krebsvorsorge ist ein viel verbreiteter Irrglaube. Krebsanfälligkeit ist nähmlich in erster linie Genetisch bedingt ❗️Es gibt auch belegte Berichte das Kastraten sogar anfälliger für einige Krebsarten sind , besonders Milz, Leber, (und andere innere Ogane) Krebs. Gesäugetumore (Mamatumore) können auch kastrierte Hündinnen bekommen, denn die Gesäugeleiste wird ja bei Kasration nicht entfernt ! Lediglich ein bis zwei ( je nach Kastrationsmethode) seltene Krebsarten ( Gebärmutter, Eierstock liegen bei 1% rum ) werden durch kastration ausgeschlossen.
 
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Sonja
heute 12:07
Bedenke ; Es ist nicht sicher ob der jetzige Entwicklungsstand deiner Hündin nach kastration so bleibt ❗️Nicht selten werden Hunde unsicherer, und/oder es kommt zu anderen Wesensveränderungen , da die für Gesundheit/Entwicklung sehr wichtige Hormonproduktion eingestellt wird .
 
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Katrin
heute 12:11
Gar nicht. Es liegen bei uns keine medizinischen Gründe vor also bleibt meine intakt. Eine Kastration ist eine Organentnahme und für die Hündin ein massiver Eingriff in den Hormonhaushalt der sich körperlich und psychisch negativ auf die Hündin auswirken kann.

Ich empfehle neben Gesprächen mit dem TA die Bücher von Sophie Strodtbeck (Tierärztin).

Suki machte jeweils nach den ersten vier Läufigkeiten einen großen Entwicklungssprung. Geistig fertig ausgereift war meine erste kurz vor dem vierten Geburtstag.
 
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Carola
heute 12:19
Gar nicht. Es liegen bei uns keine medizinischen Gründe vor also bleibt meine intakt. Eine Kastration ist eine Organentnahme und für die Hündin ein massiver Eingriff in den Hormonhaushalt der sich körperlich und psychisch negativ auf die Hündin auswirken kann. Ich empfehle neben Gesprächen mit dem TA die Bücher von Sophie Strodtbeck (Tierärztin). Suki machte jeweils nach den ersten vier Läufigkeiten einen großen Entwicklungssprung. Geistig fertig ausgereift war meine erste kurz vor dem vierten Geburtstag.
Jede Läufigkeit bringt auch Reife und Entwicklung. Meine Hündinnen sind jetzt knapp vier und knapp fünf Jahre alt nicht kastriert und gestandene selbstbewusste Hündinnen.
Frühkastraten ignorieren sie übrigens völlig- die existieren irgendwie gar nicht für Sie.
Ich kenne mehrere früh kastrierte Hunde, Rüden und Hündinnen, verhaltensmäßig empfinde ich die als Katastrophe und wollte nicht einen davon haben.
 
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Peter
heute 12:21
Meine erste Hündin ist nicht kastriert worden.
Ich denke, wenn es nicht medizinisch akut erforderlich ist, ist es ein Eingriff in die Natur des Hundes.
Ich kann deine Zweifel verstehen, ging mir damals genauso.
Aber im Endeffekt "alles im Sinne vom Hund"
wenn es ums Verhalten geht, würde ich erst mal nen Chip ausprobieren
 
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Sonja
heute 12:22
Hauptfaktor ist die Krankheit, ja. Das Risiko steigt ja laut meiner Recherche enorm nach der 1. Läufigkeit. Wenn sies bekommt, würd ichs mir nie verzeihen können. Die Läufigkeit hat sie aber auch nicht so gut weggesteckt. Aber hab natürlich auch gelesen, dass manche Hündinnen nach der Kastration inkontinent werden können.
Na ja "steigt enorm" ist ein gern geommenes Argumet, leider wird dabei meist nicht von der "Grudwahrscheinlichkeit der Krebsmöglichkeit " ausgegangen.... also sagen wir mal die grundwarscheilichkeit würde bei bei 2 oder 3% von 1000 Hündinnen , liegen , selbst wenn dann z.B. von 20% steigerung was ja erstmal viel klingt, geschrieben wird ,selbst dann ist die Anzahl der tätschlich erkrankten Tiere/ möglicherweise erkrankten im Verhältnis zu den gesunden noch immer sehr gering....
 
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Tina
heute 12:23
Naja, das sehe ich etwas differenzierter: ich nehme in den Wechseljahren auch Hormone. Klar könnte ich mit der Müdigkeit und der fehlenden Energie auch leben („hat die Natur ja so vorgesehen“). Will ich aber nicht! Und wenn man daran etwas ändern kann, warum nicht?😀 Das beim Menschen reduzierte Risiko für Herzerkrankungen & Alzheimer kommt dann noch dazu…
Ok in dem Alter bin ich noch nicht 🙈 bzw habe ich mich noch nicht mit befasst und kann ich nicht beurteilen.

Ich weiß jetzt auch nicht inwiefern der Vergleich Hund-Mensch Sinn macht. Ich mach das selbst auch immer mal gern, komme aber immer wieder an den Punkt das der Hund kein Mensch ist.
Trotzdem kann ich den Vergleich gerade nicht lassen😅 und denke halt, einem gesunden Kind oder Teenager entnimmt man auch nicht mal lieber vorsorglich die Eileiter oder Gebärmutter 🙈 und halte die Hormone für wichtig in Punkto körperlicher Entwicklung und auch die psychischen Faktoren wie Persönlichkeitsentwicklung halt allgemein für das Erwachsenwerden.

Aber ja, am Ende entscheidet es jeder für sich - wie beim eigenen Körper ob man Hormone "ausknipst oder - trickst" oder nicht - auch über seinen Hund wie es sein soll.

Sicher ist es auch stark einzelfallabhängig - zB sollte intakt eine unkontrollierte Vermehrung nicht ausgeschlossen werden können weil zB im großen gemischten Rudel gelebt wird etc.

Ich persönlich würde meinen Hund trotzdem niemals ohne medizinische Indikation kastrieren lassen.
 
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Steffi
heute 12:23
Meine ist mit der 5. Läufigkeit durch und es erstaunlich, die Entwicklungs- und Reifeprozesse zu beobachten, die damit einhergehen. Ganz wichtig, meiner Meinung nach. Ich würde nur wegen einer akuten medizinischen Indikation kastrieren lassen, nicht zur Vorbeugung.
 
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Ulrike
heute 12:27
Wenn es medizinisch nicht notwendig ist würde ich auf keinen Fall kastrieren. Die Hormone sind wichtig für die Gesundheit. Meine ersten beiden Hündinnen waren nicht kastriert und beiden ging es bis an ihr Lebensende bestens. Meine jetzige Hündin hatte von Anfang an Probleme mit der Läufigkeit. Entweder nur wenige Tropfen oder das reinste Blutbad. Als sie 3 Jahre war dachten wir es hat sich eingespielt, aber ein halbes Jahr später mussten wir sie dann doch kastrieren lassen da sie eitrigen Ausfluss hatte. Trotzdem sind wir froh, dass wir es so gemacht haben. Dadurch konnte sie im Kopf erwachsen werden. Ein 3/4 Jahr nach der OP wurde sie dann leider inkontinent. Wir haben es im Griff, aber ohne triftigen medizinischen Grund würde ich meine Hündin niemals kastrieren lassen. Schau mal im Internet unter Dr Udo Ganßloser und Sophie Strodtbeck. Das hilft Dir sicher weiter.