Eine kastrierte Hündin quält sich nicht und ist ruhiger und gefasster. Ich würde immer kastrieren ausser man will züchten.
Und ohne Gebärmutter auch kein Gebärmutterkrebs.
Was ist das denn für ne Aussage? Mal abgesehen davon, dass eine Kastration ohne medizinische Notwendigkeit strafbar ist, habe ich selbst eine unkastrierte Hündin. Weder quält sie sich in irgendeiner Form, noch ist sie deswegen unruhig oder ungefasst.
Im Gegenteil. Eben weil sie nicht kastriert ist, ist sie absolut souverän und selbstbewusst. Sie ist für ihre Rasse unterdurchschnittlich durchgeknallt und nicht aufgedreht.
Während der Läufigkeit und der Scheinschwangerschaft, sofern diese auftritt, ist sie noch anhänglicher und verschmuster als ohnehin schon und genießt die Kuscheleinheiten noch viel mehr.
Die Risiken einer Kastration sind immer enorm und unvorhersehbar. Abgesehen davon, dass sie auch vieles zerstören können. Ein zu früh kastrierter Hund wird sich nie richtig entwickeln können und für immer ein Junghund bleiben, wortwörtlich hängen bleiben. Auch körperlich. Im Alter treten dann häufig Fell,Gelenk und Muskelprobleme auf, da diese sich durch die fehlenden Hormone nie richtig etablieren konnten. Auch entwickeln sich dann oft an anderen Stellen Tumore. Inkontinenz ist auch häufig ein Thema.
Meine alte Hündin musste leider mit 11 Jahren kastriert werden, geschlossene Pyometra. Passiert. Aber danach hat sich ihr ganzes Wesen und ihr Körper verändert, zum Negativen. Sie hatte vorher schon Arthrose und wurde dann faul und nahm schnell zu. Gleichzeitig hat sie Muskulatur abgebaut und ist dann im Endeffekt 2 Jahre später an dutzenden Tumoren gestorben bzw. musste erlöst werden. Die kamen einfach über Nacht über 20 Stück, am ganzen Körper, vor allem auf dem Rücken und an den Seiten. Sind dann auch 2 Tage später teilweise aufgeplatzt.