Oje, die arme Chili!
Das klingt nach einem richtigen Marathon. Wenn Bravecto und Co. nicht helfen, sind Parasiten eigentlich vom Tisch.
Dass es bei der Ausschlussdiät nach einer Woche schlimmer wird, ist fies, aber leider oft ein Zeichen, dass der Körper erst mal reagiert – das braucht meist sechs bis acht Wochen für echte Ergebnisse.
Was mich immer wieder erstaunt, sind Ärzte, die irgendwelche Mittel darreichen wollen, ohne sich den Hund näher anzusehen. Von wegen Spot-on oder ähnliche Mittel – das ist oft nur ein Herumprobieren auf Kosten des Immunsystems, anstatt den Kern des Problems zu suchen.
Die Sache mit den Augen und den Stellen an den Beugen und Pfoten schreit förmlich nach einer Umweltallergie, also zum Beispiel Hausstaubmilben oder Pollen. Das würde auch erklären, warum das Futter-Umstellen bisher nicht den Durchbruch gebracht hat.
Frag die neue Tierärztin am Montag am besten direkt nach diesen drei Punkten:
* Hautcheck: Sie soll sich die wunden Stellen unter dem Mikroskop ansehen. Oft setzen sich Bakterien oder Hefepilze auf die gereizte Haut, die den Juckreiz massiv befeuern.
* Umwelt-Fokus: Da die Augen tränen, frag gezielt nach einem Test auf Milben oder Pollen. Das Futter ist nämlich nur in etwa 10 % bis 15 % der Fälle der alleinige Übeltäter.
* Juckreiz-Stopp: Frag nach Mitteln wie Cytopoint. Das ist eine Spritze, die den Juckreiz-Botenstoff blockiert. Das heilt zwar nicht die Allergie, nimmt Chili aber sofort den Stress und lässt die Haut erst mal abheilen.
Achte bei der neuen Ärztin darauf, ob sie wirklich die Haut genau untersucht oder wieder nur blind etwas verschreiben will. Eine gute Dermatologin sucht die Ursache, statt nur Symptome zu deckeln.
Sebbi kratzt sich übrigens auch ständig und bekommt Tabletten dagegen. Mein Tierarzt meint aber, dass sich das bei ihm vermutlich mit dem Ende der Pubertät wieder legen wird, da das Immunsystem in der Phase wohl einfach überreagiert.
Toi toi toi für Montag!👍🏼