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Britta
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zuletzt 25. März

Herzstillstand in Narkose - junger Hund

Guten Morgen zusammen, Unser knapp 5-jähriger ParsonRussel Terrier war gestern zum Zahnsteinentfernen unter Kurznarkose. Bei der Einleitung war ich dabei, das Medikament wurde langsam injiziert. Bei der Hälfte wurde er sehr unruhig und zappelig, dann schlief er vermeintlich ein. Er wurde in den OP Raum getragen. So wie ich es verstanden habe, hat er dort angekommen bereits einen Herzstillstand gehabt. Die Tierärztin konnte ihn mit einer Adrenalin-Injektion ins Herz retten. Ich bin so dankbar, dass das gelungen ist 🙏🏼 Hat sowas schon mal gehört, erlebt? Das Herz wird nun kardiologisch untersucht Termin ist leider erst in zwei Wochen. Habe überall herum telefoniert. Von meinem Gefühl her, vermute ich aber eher, dass er das Medikament nicht vertragen hat. Direkt davor wurde unser herzkranker Senior ebenso behandelt. Er war direkt topfit. Ich freue mich über Ideen, Hinweise… Liebe Grüße - Britta
 
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Sabine
24. März 14:56
Es gibt bei bestimmten Rassen ( auch Jack Russell )manchmal genetische Ursachen…
Ich habe es tatsächlich im Freundeskreis schon zwei Mal erlebt….

Bei bestimmten Hunderassen (oft in Verbindung mit Englischen Bulldoggen, aber relevant für Hunde mit ähnlichem Erbgut) wurde ein Cholinesterasemangel als Ursache für Überempfindlichkeit gegenüber Narkosemitteln identifiziert.

MDR1-Defekt: Bestimmte Rassen (z. B. Collie, Border Collie, Australian Shepherd) können einen genetischen Defekt (MDR1) tragen, der dazu führt, dass bestimmte Narkosemittel nicht korrekt abgebaut werden und toxisch wirken können.
 
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Britta
24. März 14:59
Es gibt bei bestimmten Rassen ( auch Jack Russell )manchmal genetische Ursachen… Ich habe es tatsächlich im Freundeskreis schon zwei Mal erlebt…. Bei bestimmten Hunderassen (oft in Verbindung mit Englischen Bulldoggen, aber relevant für Hunde mit ähnlichem Erbgut) wurde ein Cholinesterasemangel als Ursache für Überempfindlichkeit gegenüber Narkosemitteln identifiziert. MDR1-Defekt: Bestimmte Rassen (z. B. Collie, Border Collie, Australian Shepherd) können einen genetischen Defekt (MDR1) tragen, der dazu führt, dass bestimmte Narkosemittel nicht korrekt abgebaut werden und toxisch wirken können.
Okay, danke, das werde in der Tierklinik ansprechen. Weißt du ob es getestet werden kann?
 
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Ker
24. März 15:03
Es gibt bei bestimmten Rassen ( auch Jack Russell )manchmal genetische Ursachen… Ich habe es tatsächlich im Freundeskreis schon zwei Mal erlebt…. Bei bestimmten Hunderassen (oft in Verbindung mit Englischen Bulldoggen, aber relevant für Hunde mit ähnlichem Erbgut) wurde ein Cholinesterasemangel als Ursache für Überempfindlichkeit gegenüber Narkosemitteln identifiziert. MDR1-Defekt: Bestimmte Rassen (z. B. Collie, Border Collie, Australian Shepherd) können einen genetischen Defekt (MDR1) tragen, der dazu führt, dass bestimmte Narkosemittel nicht korrekt abgebaut werden und toxisch wirken können.
Das mit dem MDR1 wurde hier schon angemerkt. Er ist aber, soviel man im Profil sieht, ein JRT und kein Mischling, in dem die typischen Rassen für MDR1-Defekt stecken. Von daher ist MDR1-Defekt eigentlich nicht naheliegend, da das Hütehunderassen betrifft, vor allem collieartige, weiße Schäferhunde und Rassen in denen Collie eingekreuzt wurde.
 
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Ker
24. März 15:07
Okay, danke, das werde in der Tierklinik ansprechen. Weißt du ob es getestet werden kann?
Ja, das kann getestet werden, aber wie ich schon darauf geantwortet hatte, Dein Hund gehört nicht zu den üblichen Rassen die den MDR1 haben! Es gibt 1000de Gendefekte, worauf willst Du denn alles testen? Warte erstmal ab, was die Ärzte sagen. Und dann frage gezielt nach, sofern nichts anderes gefunden wird, ob es bei JRT entsprechende Gendefekte gibt, die eine Rolle spielen KÖNNTEN.
 
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Britta
24. März 15:10
Ja, das kann getestet werden, aber wie ich schon darauf geantwortet hatte, Dein Hund gehört nicht zu den üblichen Rassen die den MDR1 haben! Es gibt 1000de Gendefekte, worauf willst Du denn alles testen? Warte erstmal ab, was die Ärzte sagen. Und dann frage gezielt nach, sofern nichts anderes gefunden wird, ob es bei JRT entsprechende Gendefekte gibt, die eine Rolle spielen KÖNNTEN.
Ja, danke dir. Das stimmt natürlich auch 🙈 und ich weiß nicht, ob ich es schon gesagt hab. Er hat bei seiner Kastration ähnliche Mittel erhalten. Ciapam, cepedex und ketamamin, danach isofloran.
Das lief gut 👍🏼
 
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Britta
24. März 15:10
Ja, danke dir. Das stimmt natürlich auch 🙈 und ich weiß nicht, ob ich es schon gesagt hab. Er hat bei seiner Kastration ähnliche Mittel erhalten. Ciapam, cepedex und ketamamin, danach isofloran. Das lief gut 👍🏼
Und spricht wohl eher gegen einen solchen Defekt.
 
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Britta
24. März 15:11
Das mit dem MDR1 wurde hier schon angemerkt. Er ist aber, soviel man im Profil sieht, ein JRT und kein Mischling, in dem die typischen Rassen für MDR1-Defekt stecken. Von daher ist MDR1-Defekt eigentlich nicht naheliegend, da das Hütehunderassen betrifft, vor allem collieartige, weiße Schäferhunde und Rassen in denen Collie eingekreuzt wurde.
Nein, er ist kein Mischling…
 
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Christine
24. März 15:33
Wurde denn vorher keine Röntgenaufnahme oder Ultraschall vom Herz gemacht?

So kenne ich das vor Operationen.
 
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Britta
24. März 15:35
Wurde denn vorher keine Röntgenaufnahme oder Ultraschall vom Herz gemacht? So kenne ich das vor Operationen.
Nein, das habe ich noch nie gehört. Und es ging auch nur um Zahnstein…
 
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Carola
24. März 19:36
Das ist wirklich ein schlimmes Erlebnis und was für ein Glück dass alles gut ausgegangen ist! Es gibt tatsächlich Hunde die kein Ketamin vertragen und daran sterben können. Bei Spitzen ist es bekannt dass sie keine ketamin-narkose bekommen dürfen, weil sie dieses Medikament nicht verstoffwechseln können. Ich weiß nicht wie es bei Parson Russel ist.
Ich würde immer eine Intubationsnarkose vorziehen da sie einfach sicherer ist.