Ich habe mich ebenfalls mit Mönchspfeffer beschäftigt und auch Rückmeldungen aus dem Trainer- und Tierarztumfeld eingeholt.
Die Erfahrungen sind sehr unterschiedlich: Bei manchen Hunden scheint es eine leichte dämpfende Wirkung auf hormonell getriggertes Verhalten zu haben, bei vielen zeigt es jedoch gar keinen messbaren Effekt.
Wichtig zu wissen ist, dass Mönchspfeffer kein „Erziehungsmittel“ ist und Training, Struktur und Management in der Pubertät nicht ersetzen kann. Konzentrationsprobleme, Markieren und hormonelle Unruhe gehören in dieser Phase oft einfach dazu.
Zur Gabe und Dosierung gibt es keine einheitlichen, wissenschaftlich abgesicherten Empfehlungen für Hunde, deshalb sollte man das unbedingt vorher mit Tierarzt oder Tierheilpraktiker absprechen. Vereinzelt werden auch Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Probleme oder Verhaltensveränderungen beschrieben.
Aus meiner Sicht kann man es – wenn überhaupt – nur als begleitende Unterstützung sehen. Der wichtigste Faktor bleibt weiterhin konsequentes, ruhiges Training, ausreichend Auslastung und Geduld in dieser Entwicklungsphase.