Dysbiose & Kottransplantation
Hallo zusammen,
es wird jetzt hier etwas medizinisch. Aber vielleicht hat jemand damit Erfahrung oder kann uns jemanden empfehlen oder vielleicht auch eine Klinik empfehlen oder noch Denkanstöße geben.
Folgendes Problem: Meine Hündin hat in den letzten 10 Monaten leider 3 Antibiosen bekommen müssen. 2 davon waren retrospektiv übertrieben, eine war nötig (OP). Egal wie, zu spät - passiert mir nie wieder!
In jedem Fall verlor sie seit einigen Monaten Gewicht. Meine Hündin ist schon immer schwerfuttrig und er der sportlich-nervöse Typ.
Als sie dann trotz Futtererhöhung und Umstellung weiter abgenommen hat und die OP einige Monate her war, war ich zum großen Check-Up. Das mache ich sowieso immer 1x im Jahr, obwohl meine Hündin erst 3 Jahre alt ist.
Die Ernährung habe ich auf Kochration umgestellt, weil mir Barf einfach zu heiß war. Ich wollte nicht ewig zu viele verschiedene Trockenfutter ausprobieren. Zumal ich persönlich bei Hunden, die zu Sodbrennen neigen, eher zu Nassfutter tendiere. Dass sie das Futter liebt, ist klar. Sie erhält alle Zusätze von Napfcheck und die Rationsprüfung auf Nährstoffe habe ich aufwendig errechnet. Zu Beginn hat sie auch noch zugenommen. Dann kam die Core-Impfung und eine Giardiose und die 3. Antibiose und seit dem geht’s steil bergab. Ich war dann also nach der Impfung (August) direkt im September beim Facharzt für Innere Medizin. Dort wurde verschiedene Diagnostik durchgeführt, um zu klären, wo der Gewichtsverlust und mittlerweile auch Durchfall herkommen könnte.
Bisher untersucht wurde folgendes:
- Abdomen-Sono -> ohne Befund
- Blutbilder (inklusive klinischer Chemnie) -> o.B; lediglich Folsäure war erniedrigt
- Bauspeicheldrüse und Hormone -> ohne Befund
- ACHT Test -> ohne Befund
-> Gallensäureverlust Test -> ohne Befund (wohl Blut als auch Kot)
-> PLE negativ
-> Parasiten negativ
-> der Kotprobe bei Enterosan ohne jegliche Auffälligkeit
Dysbiose -Index unterirdisch!
Befund:
- niedrige Foläure
- Dysbiose 4,6 mit fehlenden Clostridien H. (Gallensäure)
Mit diesem Befund hat mich die Klinik und eine niedergelassene Praxis allein gelassen.
Einzige Info war, ich solle Darmbakterien füttern und Schonkost füttern. Dass ich schon Schonkost füttere und man Clostidium hiranonis nicht anfüttern kann, ist mir das zu wenig bei der Klinik, die meine Hündin zeigt.
Da die Befunde nun auch schon wieder 8 Wochen alt sind, habe ich diese Woche nochmal Blutbilder und einen Dysbiose-Index angefordert. Schlimm genug; dass ich als TH das alles entscheide und untersuchen lasse.
Ich koche seit einigen Wochen nun Schonkost (Reis, Moro, Kürbis, Muskelreinfleischdosen mit unbekanntem Protein, obwohl keine Unverträglichkeit bekannt ist).
Ich habe hier im Forum nun noch einen Tipp für eine TÄ im Fachbereich Diätik erhalten, die ich sobald die Befunde da sind, kontaktieren werden. Ich ahne nur; dass nicht viel dabei rauskommt, aber ich bin gespannt.
Was wir schon probiert haben:
- Haufenhilfe Napfcheck
- Olimond BB
- Sivomixx
- Vivomixx
- Cobalaplex
- Colibiogen
- MoroSuppe
- GUT Rebuild von Animal Biome
- Heilerde
- L-Glutamin
- Boswaillia Serreta
- Sobamin
- CaniKur Pro Paste
Davon nutzen wir aktuell noch:
- Sivomixx/ Vivomixx
- Cobalaplex
- Olimond BB
Was ich jetzt noch(mal) probieren will:
- GUT Rebild
- reines Pektin (Futtertierärztin)
- Ulmenrinde
- Colostrum (Ziege)
- Synbiotic DC
Das Problem:
Das Mikrobiom erholt sich nicht wirklich. Sie nimmt nicht zu und hat immer wieder Schleimhautauflage, obwohl sie nicht per se Durchfall hat!
Ich würde gern eine Kottransplantation probieren, aber im Großraum Leipzig bietet das niemand an. Ich habe bereits die TiHo angeschrieben, ob es die Möglichkeit gäbe, die Kapseln an eine Tierarztpraxis hier in der Nähe zu senden.
Hat noch jemand Tipp, Denkanstöße oder eine Idee oder kennt eine Praxis, die FMT anbietet?
Danke euch 🤝