Hallo, es tut mir sehr leid zu hören, dass Nova Clusteranfälle hatte.
Die aktuelle Studienlage beim Hund zeigt, dass CBD in manchen Fällen die Anfallshäufigkeit etwas reduzieren kann, aber die Wirkung ist uneinheitlich und wissenschaftlich bislang nur als ergänzende Therapie untersucht worden, NICHT als Ersatz für antiepileptische Medikamente (z. B. McGrath et al., 2019; Reviews u. a. Wakshlag, 2020). Es gibt derzeit keine belastbare Evidenz dafür, dass CBD eine klassische Epilepsietherapie sicher ersetzen kann. Gerade bei Clusteranfällen ist die Situation medizinisch besonders ernst. Ein zu frühes Ausschleichen der Medikamente kann die Anfallskontrolle deutlich verschlechtern und sogar Rebound-Anfälle begünstigen. Das ist kein theoretisches Risiko, sondern klinisch gut dokumentiert. Naturmedizin klingt verständlich und nachvollziehbar, aber bei Epilepsie ist Stabilität des Gehirns das zentrale Ziel. Zudem ist CBD kein harmloses Wundermittel. Die Dosierungen sind nicht standardisiert, die Produktqualität schwankt stark und es gibt bekannte Wechselwirkungen mit Antiepileptika sowie mögliche Veränderungen der Leberwerte. Ich würde daher wirklich davon abraten, die Medikamente eigenständig auszuschleichen und das unbedingt mit der Tierklinik oder einer neurologisch spezialisierten Tierärztin zu besprechen, bevor irgendetwas verändert wird.