Es tut mir sehr leid, was ihr gerade durchmacht 😔 Das muss unglaublich schwer und überfordernd sein.
Ich selbst habe das (bisher zum Glück ) nicht mit dem eigenen Hund erleben müssen, aber ich habe es bei einer guten Freundin sehr nah miterlebt.
Ihr Hund Odi hatte Leberkrebs mit Metastasen und ich kannte ihn persönlich sehr gut – wir haben viel gemeinsame Zeit mit ihm verbracht, Urlaube, Treffen, Geburtstage. Deshalb hat mich sein Weg auch sehr berührt.
Nach der Diagnose hatte Odi noch einige Monate mit wirklich schönen Momenten. Natürlich ist jeder Verlauf anders und ich möchte da keine Hoffnung oder Zeiträume vorgeben – aber was ich bei ihm als besonders wertvoll erlebt habe: Der Fokus lag irgendwann nicht mehr auf „Wie lange noch?“, sondern auf „Wie schön können wir die Zeit machen?“.
Sie sind mit ihm nochmal an Orte gefahren, die er geliebt hat – bei ihm war das z. B. das Meer. Viel Nähe, schöne gemeinsame Zeit, Lieblingsorte, Lieblingsrituale, all das, was dem Hund Freude gemacht hat. Vielleicht gibt es bei deiner Hündin auch Dinge, bei denen du weißt: Da strahlen ihre Augen immer besonders.
Was ich außerdem mitgenommen habe: Hunde zeigen oft erstaunlich ehrlich, wenn etwas nicht mehr geht oder etwas zu anstrengend/schmerzhaft wird. Deshalb würde ich wahrscheinlich eng mit der Tierärztin schauen, welche Möglichkeiten es palliativ und fürs Schmerzmanagement gibt, damit die Zeit möglichst lebenswert bleibt.
Und wenn eure TÄ nach der schweren ersten OP und der Streuung von einer weiteren OP abrät, würde ich persönlich vermutlich Vertrauen in diese Einschätzung haben.
Ich wünsche euch von Herzen noch möglichst viele schöne, ruhige und glückliche Momente miteinander ❤️