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Nadine
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Anzahl der Antworten 6
zuletzt 28. Sept.

Blasenentzündung/Nierenbeckenentzündung übersehen?

Hallo ihr Lieben, ich habe schon mal ein Thema im Trauerbereich verfasst. Nun ist es bald ein halbes Jahr her und ich grübel täglich weiter.

Da sie leider fort ist, würde ich trotzdem gerne ihre Krankengeschichte zusammenfassen und da anknüpfen wollen, wie man hätte vorgehen müssen, wäre sie noch am Leben. Da sie das nicht mehr ist, frage ich danach, ansonsten wäre ich natürlich beim Tierarzt..

Ende Februar wurde sie etwas unruhiger und musste vermehrt raus. Ich war an einem Tag dann mit ihr eine kleine Runde Gassi. Wir saßen auf einer Bank und ich hatte sie so auf dem Arm, sodass ich ihre Vulva sehen konnte und da fiel mir sofort auf, dass dort etwas Eiter rauslief. Sofort gingen die Alarmglocken an. (Sie war kastriert) ich sofort nach Hause gelaufen und meinem Mann das gezeigt. Ich bestand auf einen sofortigen Tierarzttermin.
Ich schilderte den Fall. Es kam kein Eiter mehr raus und die Tierärztin schien mir nicht zu glauben oder nicht ernst zu nehmen. Sie sagte: "Ich sehe da jetzt nichts!" Dabei deutete ich auf ihr Fell an der Rute, die Stelle war noch verklebt.

Wie ließen ein Ultraschall machen. Sie konnte aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen die Niere uns Blase nicht sehen und versteifte sich nur auf die Leber, die vergrößert war.
Sie meinte am Ende beiläufig, dass es eine Infektion sein kann. Auf dem Zettel stand sogar Vaginitis - obwohl ja nix in die Richtung getestet darauf. Ich wollte noch ein Bluttest machen. Leberwerte erhöht, Nierenwerte da noch normal. Entzündungswerte normal. (Aber eine eventuelle Blasenentzündung hätte man im Blut nicht unbedingt sehen können,zumal Cushing gut maskieren kann)

Sie schlug keinen Urintest vor und ich -Tomaten auf den Augen - habe nicht daran gedacht!!

Daher vermute ich, dass drei Wochen später das System kippte und zu einer Nierenbeckenentzündung wurde und Leber und Nieren daraufhin versagten. Es ging alles viel zu schnell und ich ich war einfach bei den falschen Tierärzten und habe dann nach diesem Termin den Fehler begannen und bin so nach Hause.. und es kam kein Eiter mehr - was aber ja keine wundersame Heilung hieß.

Sie wurde etwas müder aber lief große Runden mit, sie war aktiv. Sie stand viel und sie lag öfter mit dem Popo auf dem kalten Boden, weil er runterrutschte.. nach drei Wochen stellte sie das Essen ein und übergab sich. Ich war sofort in der Klinik. Es wurde gesagt, Organversagen, da kann man nichts mehr tun. Sie bekam Spritzen. Und dann wieder Zuhause kam es mir, was ist mit dem Urin. Wieso will niemand ihren Urin sehen? Ich düste also am nächsten Tag erneut hin mit Urin und gab es ab. Dann zur Tierärztin (wieder eine andere) und sagte das es noch nicht getestet wurde bisher. Da ließ ich mich leider beeinflussen. Wozu noch ihren Urin untersuchen? Es würde ja nix bringen. Das wars. Ich werde nie erfahren, ob sie eine Entzündung hatte. Ich verstehe nicht, wie man das nicht einfach untersuchen konnte.

An einem anderen Tag verzweifelt wieder hin. Auf mein Bitten gab es zu den Spritzen Antibiotika. Am nächsten Tag fing sie an zu essen! 2urde munterer
!Lief rum und man merkte wie ea anschlug. Doch sie kotzte es wieder aus.. Ich zu einer anderen Klinik und keine Ahnung, aber wir haben sie eingeschläfert. Es ging nur ums Blutbild. Er hat sie gar nicht untersucht.. ich weiß nicht, wo mein Kopf war.. ich wollte natürlich nicht, dass sie leidet aber mir war bis dahin ja keine Diagnose dafür bekannt und es wurde ja auch nicht therapiert. Er sagte noch sie steht aber gut dafür hier. Und das Blutbilder nicht immer zu ernst genommen werden sollten und dennoch kam es dann daraufhinaus, dass man sie gehen lässt.

Es tut mir so wahnsinnig leid. Sie stand da und wollte wieder zur Tür. Sie lief eine Woche vorher noch ganz normal unsere zwei Stunden mit. Die letzten vier Tage war ich immer bei ihr und doch habe ich im Feburar nicht reagiert.

Zur Vorgeschichte: ca. 17 Jahre alt. Kleiner Terrierpinschermix. Krankheit nur Cushing bekannt seit 2023. Sie bekam Vetoryl. Nur 5mg. Im November 2025 vertug sie es nicht mehr gut. Ein hin und her und die Tablette wurde abgesetzt (was definitiv nicht gut war). Ja und Februar 2026 fing alles mit dem Tag an, wo ich Eiter sah. Weitere Krankheiten nicht bekannt. Lange stabil gewesen.
Mit ca. 15 Jahren platze ihre entzündete Gebärmutter und sie hatte eine Sepsis dadurch. Sie hat das mit einer OP überlebt! Oh doch, und Mammatumore wurden auch erfolgreich in der Vergangenheit über Miöchleistenentfernung operiert und da kam nichts mehr nach. Jede Narkose anstandslos vertragen. Organe stabil gewesen, Herz, Lunge kräftig bis zum Schluss. Das Blutbild sah bis auf Leber und Niere sogar erstaunlich gut für ihr Alter aus..

Also wieso habe ich aufgegeben und kam nicht auf eine Entzündung die ihr System zum kippen brachte?
 
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Stef
Beliebteste Antwort
28. Sept. 21:31
Manchmal steht man im Leben vor schweren Entscheidungen.
Mein Hund wurde vor einem Jahr eingeschläfert.
Ich hatte mir auch viele Gedanken gemacht.
Es scheint immer falsch zu sein, egal wie man sich entscheidet!
War es zu früh, war es zu spät, habe ich etwas übersehen, habe ich falsch reagiert.....
Wir lieben unsere Tiere und versuchen, richtig zu handeln, alles so gut wie möglich zu machen aber wir sind Menschen und können nicht in die Zukunft sehen-bei unseren Entscheidungen gibt es ein Restrisiko und oft keine 100%ige Sicherheit und wir müssen lernen, damit klarzukommen!
Irgendwann ist der Zeitpunkt da, wo ein Leben sein Ende erreicht.
Ein Tier lieb zu haben bedeutet für mich auch, dass ich ihm Leid erspare, dass ich es in Würde und ohne Qualen gehen lasse.
Auch wenn es sich nicht richtig anfühlt ist es für ein Tier auch nicht fair wenn man es noch leiden lässt nur um noch ein bisschen Zeit zu gewinnen, das ist meiner Meinung nach egoistisch.
Der richtige Zeitpunkt ist gefühlt nie da aber so hart es ist, wir werden als Tierbesitzer vor solche schweren Entscheidungen gestellt.
In Liebe loslassen, bis zum letzten Atemzug unseren Hund begleiten, für ihn da sein und aber auch in Liebe zu sich selbst sagen:"Ich habe es so gut ich konnte entschieden, ich habe dem Hund mein Herz geschenkt, habe Verantwortung übernommen, meinen Hund bis zum Schluß begleitet und jetzt muss ich lernen, diese Entscheidung zu akzeptieren!
Und auch darauf vertrauen, dass die Tierärzte nicht leichtfertig ein Tier einschläfern!
 
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Nadine
28. Sept. 20:37
Zumal Cushing Hunde doch sogar zu Infektionen neigen. 😭
 
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Stef
28. Sept. 21:31
Manchmal steht man im Leben vor schweren Entscheidungen.
Mein Hund wurde vor einem Jahr eingeschläfert.
Ich hatte mir auch viele Gedanken gemacht.
Es scheint immer falsch zu sein, egal wie man sich entscheidet!
War es zu früh, war es zu spät, habe ich etwas übersehen, habe ich falsch reagiert.....
Wir lieben unsere Tiere und versuchen, richtig zu handeln, alles so gut wie möglich zu machen aber wir sind Menschen und können nicht in die Zukunft sehen-bei unseren Entscheidungen gibt es ein Restrisiko und oft keine 100%ige Sicherheit und wir müssen lernen, damit klarzukommen!
Irgendwann ist der Zeitpunkt da, wo ein Leben sein Ende erreicht.
Ein Tier lieb zu haben bedeutet für mich auch, dass ich ihm Leid erspare, dass ich es in Würde und ohne Qualen gehen lasse.
Auch wenn es sich nicht richtig anfühlt ist es für ein Tier auch nicht fair wenn man es noch leiden lässt nur um noch ein bisschen Zeit zu gewinnen, das ist meiner Meinung nach egoistisch.
Der richtige Zeitpunkt ist gefühlt nie da aber so hart es ist, wir werden als Tierbesitzer vor solche schweren Entscheidungen gestellt.
In Liebe loslassen, bis zum letzten Atemzug unseren Hund begleiten, für ihn da sein und aber auch in Liebe zu sich selbst sagen:"Ich habe es so gut ich konnte entschieden, ich habe dem Hund mein Herz geschenkt, habe Verantwortung übernommen, meinen Hund bis zum Schluß begleitet und jetzt muss ich lernen, diese Entscheidung zu akzeptieren!
Und auch darauf vertrauen, dass die Tierärzte nicht leichtfertig ein Tier einschläfern!
 
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Stef
28. Sept. 21:39
Und falls Du das Gefühl hast, die Situation nicht alleine bewältigen zu können-soweit ich weiß gibt es auch professionelle Trauerbegleitung wenn ein Tier stirbt/gestorben ist!
Alles Gute!
 
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Sylvia
28. Sept. 21:40
Manchmal steht man im Leben vor schweren Entscheidungen. Mein Hund wurde vor einem Jahr eingeschläfert. Ich hatte mir auch viele Gedanken gemacht. Es scheint immer falsch zu sein, egal wie man sich entscheidet! War es zu früh, war es zu spät, habe ich etwas übersehen, habe ich falsch reagiert..... Wir lieben unsere Tiere und versuchen, richtig zu handeln, alles so gut wie möglich zu machen aber wir sind Menschen und können nicht in die Zukunft sehen-bei unseren Entscheidungen gibt es ein Restrisiko und oft keine 100%ige Sicherheit und wir müssen lernen, damit klarzukommen! Irgendwann ist der Zeitpunkt da, wo ein Leben sein Ende erreicht. Ein Tier lieb zu haben bedeutet für mich auch, dass ich ihm Leid erspare, dass ich es in Würde und ohne Qualen gehen lasse. Auch wenn es sich nicht richtig anfühlt ist es für ein Tier auch nicht fair wenn man es noch leiden lässt nur um noch ein bisschen Zeit zu gewinnen, das ist meiner Meinung nach egoistisch. Der richtige Zeitpunkt ist gefühlt nie da aber so hart es ist, wir werden als Tierbesitzer vor solche schweren Entscheidungen gestellt. In Liebe loslassen, bis zum letzten Atemzug unseren Hund begleiten, für ihn da sein und aber auch in Liebe zu sich selbst sagen:"Ich habe es so gut ich konnte entschieden, ich habe dem Hund mein Herz geschenkt, habe Verantwortung übernommen, meinen Hund bis zum Schluß begleitet und jetzt muss ich lernen, diese Entscheidung zu akzeptieren! Und auch darauf vertrauen, dass die Tierärzte nicht leichtfertig ein Tier einschläfern!
Du sprichst mir aus dem Herzen. Genau so ist es🫶
 
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Nadine
28. Sept. 21:50
Primär geht es mir ja um den Februar. Es geht mir um eine Infektion die man hätte behandeln können als es ihr soweit noch gut ging. Es geht mir darum, dass Infektionen behandelt werden müssen und im Februar wäre es untersucht worden, wäre da eine Chance gewesen, weil an sich keiner damit gerechnet hat, dass sie jetzt in wenigen Wochen so ein gekipptes Symstem bekommt. Ich wollte nicht einfach nur Zeit gewinnen.

Und Infektionen wie die Gebärmutterentzündung sind übel und natürlich ist das eine Qual, aber vehandelt man, ist der Hund danach ja wieder fit wenn er es überstanden hat. Infektionen wüten zu lassen ist lebensbedrohlich..
Vlt. Kann ich einfach nicht ausdrücken, was ich meine.

Vielen Dank für deine Antwort.

Bisher habe ich keine Kraft gefunden zu schauen, ob es in meiner Nähe eine Trauerbegleitung für Tierhalter gibt und wie viel das Kosten würde.

Ich bin in meiner Trauer noch nicht so weit. Nach 6 Monaten schaffe ich es jetzt erst aktiver in meinem Leben zu werden. Soweit, dass ich meine Entscheidung akzeptiere, bin ich noch nicht.. ich weiß, dass muss ich.. aber so, dass ich sagen kann ja, man hätte im Februar mehr machen können, aber ich habe es falsch entschieden oder nicht daran gedacht.. irgendwie so.

Ich versuche es noch zu rekonstruieren und was wäre, wenn sie heute leben würde und vlt. hätte da ja jemand Rat und hatte sowas ähnliches. Auf jeden Fall wäre der Urin noch wichtig gewesen. Noch mal mit einem Internisten auch vorher noch mal alles durchgehen .. Jeder hat ja so sein Spezialgebiet.


.
 
Beitrag-Verfasser
Stef
28. Sept. 22:04
Du weißt es sicher selber, diese Gedanken bringen, hart ausgedrückt-nichts.
Du kannst nichts mehr ändern, es ist jetzt so geschehen.
Ausserdem überdenkst du nur eine Seite!
Vielleicht war da auch keine Chance, vielleicht hätte der Urin überhaupt nichts dazu beigetragen, vielleicht hätte dein Hund noch 2 Wochen gelebt, vielleicht hätte er eine Sepsis bekommen, vielleicht, vielleicht, da gibt es tausend Möglichkeiten, Vermutungen, Gedankengänge!
Deine ganzen Überlegungen sind nur Annahmen!
Du wirst vermutlich nie eine klare Antwort bekommen, die dich zufriedenstellt!
Der einzige Weg ist lernen, damit umzugehen, zu akzeptieren, dass es eben manchmal Situationen gibt, wo man nicht eine ganz klare Handlungsentscheidung haben kann!
Es gibt sicher Trauerbegleitung auch online!
Bleibe weiter aktiv in deinem Leben, gehe Schritt für Schritt!
Gute Nacht!