Na, einfache Denkspiele klingen doch klasse ☺️
Hab Spaß mit deiner Hündin.
Gestalte die Übungen so, dass sie Freude daran hat und neugierig auf mehr wird – ganz ohne Vergleiche mit anderen Hunden. Jeder entwickelt sich im eigenen Tempo. Wer übt, wächst ganz von selbst. Und wenn Frust oder Druck entsteht, kann schnell die Lust verloren gehen. Umso wichtiger ist es, dass Training etwas Positives bleibt.
Als jemand, der die Übung anleitet, hast du die Gestaltungsfreiheiten, sie komplett auf deine Hündin anzupassen. Du kannst sie so konzipieren, dass sie lernt „Ich kann etwas schaffen und bewirken, das fühlt sich gut an!“
Es mag helfen aufzuhören, wenn’s am schönsten ist, und nach einem ausgiebigen Nickerchen oder am nächsten Tag weiterzumachen. Kurze, gut machbare Übungseinheiten wirken oft Wunder ☺️
Meine Hündin kennt Frust bei Tricks auch, besonders dann, wenn ein Trick noch im Aufbau ist. Wenn ich zu schnell vorgehe (mein Fehler!), wird sie schnell ungeduldig. Uns hat ein Touch-Signal und das Arbeiten mit Zeigegesten geholfen, damit wir vom Futter etwas unabhängiger sind. Das nimmt ein bisschen Druck raus.
Wenn sie unruhig oder hektisch wird, versuche ich selbst ruhig zu bleiben und ihr kurz Zeit zu geben, sich wieder zu sammeln. Sobald sie wieder in einen Bereich kommt, in dem sie nachdenken kann, geht’s weiter. Das hilft hier mehr, als Signale zu wiederholen oder zu schnell neu anzuleiten.
Frust sehe ich inzwischen als wertvolles Feedback an mich, dass
- ich kleinschrittiger arbeiten muss
- die Übungseinheit bereits zu lang war
- ich irgendwo missverständlich anleite und rausfinden muss wo.
(wie führe ich Leckerchen, in welcher Position belohne ich, …)
- ich möglicherweise zu ehrgeizig werde und den Spaß mehr in den Vordergrund rücken muss.
(Leichtere Aufgaben, mehr auflockern, öfter aus der Übung rausgehen, mal ein wenig rumkaspern)
- womöglich der Kopf schon voll ist, zuvor in anderen Situationen (z.B. der Umwelt) schon viel passiert ist.
Manchmal hilft es auch, die Einheit mit einer leichten Leckerchensuche oder einem anderen Ritual, ruhig und sanft ausklingen zu lassen, als abrupt auszusteigen und wegzuräumen.
Bei 8 Monaten würde ich die Pubertät im Kopf behalten. Mit ein wenig Glitzerknete im Kopf mag die Konzentrationsfähigkeit nach Tagesform schwanken. Völlig normal (:
Vielleicht sind ja ein paar Gedanken dabei, die dir helfen können.
Ich finde es toll, dass du dir Gedanken machst, wie du das Lernen besser gestalten kannst. Viel Erfolg für euch beide 🌼