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Josi
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 5
zuletzt 14. Feb.

Zum Training motivieren

Hii meine Hündin is jetzt 2½ monte bei mir und 8 monate alt, da mir das geld für eine hundeschule aktuell fehlt weil andere dinge prio haben wollte ich mein glück selbst versuchen hab avmber fest gestellt das sie nur einfach denke spiele versteht und wenn ich es ein stück schwerer mache ist sie schnell frustriert genau so wenn ich ihre Aufmerksamkeit möchte und das sie beim Training dabei is ist sie schnell abgelent oder tapst weg.. ich hab schon überlegt es mit Leine zu machen um wenigstens zu verhindern das sie ständig abhaut aber das ist für mich keine lösung ich hab wenigstens schon leckerlies gefunden die sie sehr mag also daran scheitert es nicht 🤣 Ich würde mich freuen wenn ich ein paar Tipps bekommen könnte wie ich sie motiviere oder dazu bringen kann sich an mir zu orientieren und sich nicht so schnell ablenken zu lassen. Danke schon mal im voraus ✨️
 
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Kirsten
Beliebteste Antwort
8. Feb. 07:30
Na, einfache Denkspiele klingen doch klasse ☺️
Hab Spaß mit deiner Hündin.

Gestalte die Übungen so, dass sie Freude daran hat und neugierig auf mehr wird – ganz ohne Vergleiche mit anderen Hunden. Jeder entwickelt sich im eigenen Tempo. Wer übt, wächst ganz von selbst. Und wenn Frust oder Druck entsteht, kann schnell die Lust verloren gehen. Umso wichtiger ist es, dass Training etwas Positives bleibt.

Als jemand, der die Übung anleitet, hast du die Gestaltungsfreiheiten, sie komplett auf deine Hündin anzupassen. Du kannst sie so konzipieren, dass sie lernt „Ich kann etwas schaffen und bewirken, das fühlt sich gut an!“

Es mag helfen aufzuhören, wenn’s am schönsten ist, und nach einem ausgiebigen Nickerchen oder am nächsten Tag weiterzumachen. Kurze, gut machbare Übungseinheiten wirken oft Wunder ☺️

Meine Hündin kennt Frust bei Tricks auch, besonders dann, wenn ein Trick noch im Aufbau ist. Wenn ich zu schnell vorgehe (mein Fehler!), wird sie schnell ungeduldig. Uns hat ein Touch-Signal und das Arbeiten mit Zeigegesten geholfen, damit wir vom Futter etwas unabhängiger sind. Das nimmt ein bisschen Druck raus.

Wenn sie unruhig oder hektisch wird, versuche ich selbst ruhig zu bleiben und ihr kurz Zeit zu geben, sich wieder zu sammeln. Sobald sie wieder in einen Bereich kommt, in dem sie nachdenken kann, geht’s weiter. Das hilft hier mehr, als Signale zu wiederholen oder zu schnell neu anzuleiten.

Frust sehe ich inzwischen als wertvolles Feedback an mich, dass
- ich kleinschrittiger arbeiten muss
- die Übungseinheit bereits zu lang war
- ich irgendwo missverständlich anleite und rausfinden muss wo.
(wie führe ich Leckerchen, in welcher Position belohne ich, …)
- ich möglicherweise zu ehrgeizig werde und den Spaß mehr in den Vordergrund rücken muss.
(Leichtere Aufgaben, mehr auflockern, öfter aus der Übung rausgehen, mal ein wenig rumkaspern)
- womöglich der Kopf schon voll ist, zuvor in anderen Situationen (z.B. der Umwelt) schon viel passiert ist.

Manchmal hilft es auch, die Einheit mit einer leichten Leckerchensuche oder einem anderen Ritual, ruhig und sanft ausklingen zu lassen, als abrupt auszusteigen und wegzuräumen.

Bei 8 Monaten würde ich die Pubertät im Kopf behalten. Mit ein wenig Glitzerknete im Kopf mag die Konzentrationsfähigkeit nach Tagesform schwanken. Völlig normal (:

Vielleicht sind ja ein paar Gedanken dabei, die dir helfen können.
Ich finde es toll, dass du dir Gedanken machst, wie du das Lernen besser gestalten kannst. Viel Erfolg für euch beide 🌼
 
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Kirsten
8. Feb. 07:30
Na, einfache Denkspiele klingen doch klasse ☺️
Hab Spaß mit deiner Hündin.

Gestalte die Übungen so, dass sie Freude daran hat und neugierig auf mehr wird – ganz ohne Vergleiche mit anderen Hunden. Jeder entwickelt sich im eigenen Tempo. Wer übt, wächst ganz von selbst. Und wenn Frust oder Druck entsteht, kann schnell die Lust verloren gehen. Umso wichtiger ist es, dass Training etwas Positives bleibt.

Als jemand, der die Übung anleitet, hast du die Gestaltungsfreiheiten, sie komplett auf deine Hündin anzupassen. Du kannst sie so konzipieren, dass sie lernt „Ich kann etwas schaffen und bewirken, das fühlt sich gut an!“

Es mag helfen aufzuhören, wenn’s am schönsten ist, und nach einem ausgiebigen Nickerchen oder am nächsten Tag weiterzumachen. Kurze, gut machbare Übungseinheiten wirken oft Wunder ☺️

Meine Hündin kennt Frust bei Tricks auch, besonders dann, wenn ein Trick noch im Aufbau ist. Wenn ich zu schnell vorgehe (mein Fehler!), wird sie schnell ungeduldig. Uns hat ein Touch-Signal und das Arbeiten mit Zeigegesten geholfen, damit wir vom Futter etwas unabhängiger sind. Das nimmt ein bisschen Druck raus.

Wenn sie unruhig oder hektisch wird, versuche ich selbst ruhig zu bleiben und ihr kurz Zeit zu geben, sich wieder zu sammeln. Sobald sie wieder in einen Bereich kommt, in dem sie nachdenken kann, geht’s weiter. Das hilft hier mehr, als Signale zu wiederholen oder zu schnell neu anzuleiten.

Frust sehe ich inzwischen als wertvolles Feedback an mich, dass
- ich kleinschrittiger arbeiten muss
- die Übungseinheit bereits zu lang war
- ich irgendwo missverständlich anleite und rausfinden muss wo.
(wie führe ich Leckerchen, in welcher Position belohne ich, …)
- ich möglicherweise zu ehrgeizig werde und den Spaß mehr in den Vordergrund rücken muss.
(Leichtere Aufgaben, mehr auflockern, öfter aus der Übung rausgehen, mal ein wenig rumkaspern)
- womöglich der Kopf schon voll ist, zuvor in anderen Situationen (z.B. der Umwelt) schon viel passiert ist.

Manchmal hilft es auch, die Einheit mit einer leichten Leckerchensuche oder einem anderen Ritual, ruhig und sanft ausklingen zu lassen, als abrupt auszusteigen und wegzuräumen.

Bei 8 Monaten würde ich die Pubertät im Kopf behalten. Mit ein wenig Glitzerknete im Kopf mag die Konzentrationsfähigkeit nach Tagesform schwanken. Völlig normal (:

Vielleicht sind ja ein paar Gedanken dabei, die dir helfen können.
Ich finde es toll, dass du dir Gedanken machst, wie du das Lernen besser gestalten kannst. Viel Erfolg für euch beide 🌼
 
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Ilona
8. Feb. 09:40
Kirsten hat das schon sehr gut erklärt, wie du die Motivation steigern kannst.
Manchmal hilft ein höherwertiges Leckerli. Auf alle Fälle solltest du mit viel Freude und Spass an die Sache gehen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, je ehrgeiziger ich zb bei der Dummyarbeit war, desto unmotivierter war Yuna. Deshalb gibt es bei uns im Moment nur Spassdummy...und halte die Einheiten kurz. Je länger, desto frustiger wird es für beide, wenn es mal nicht so klappt, wie man möchte...mach auch mal ein Trainingsfreien Tag zur Erholung. Gerade in dem Alter brauchen Hunde noch viel Zeit erlerntes zu verarbeiten.
 
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S.W.🌸
8. Feb. 09:51
Wichtig ist das man das Training immer mit einer Übung beendet wo du weißt das dein Hund es 100%kann ! Geh nie frustriert aus den Training nach Hause!
Benutz deine Stimme wenn dein Hund etwas richtig macht hohe Stimme und Party und rein mit den besonderen leckerli ( beim trainieren gerne Käse/fleischwurst und das nur!!!! Beim Training geben)
 
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Ramona
13. Feb. 20:55
Na, einfache Denkspiele klingen doch klasse ☺️ Hab Spaß mit deiner Hündin. Gestalte die Übungen so, dass sie Freude daran hat und neugierig auf mehr wird – ganz ohne Vergleiche mit anderen Hunden. Jeder entwickelt sich im eigenen Tempo. Wer übt, wächst ganz von selbst. Und wenn Frust oder Druck entsteht, kann schnell die Lust verloren gehen. Umso wichtiger ist es, dass Training etwas Positives bleibt. Als jemand, der die Übung anleitet, hast du die Gestaltungsfreiheiten, sie komplett auf deine Hündin anzupassen. Du kannst sie so konzipieren, dass sie lernt „Ich kann etwas schaffen und bewirken, das fühlt sich gut an!“ Es mag helfen aufzuhören, wenn’s am schönsten ist, und nach einem ausgiebigen Nickerchen oder am nächsten Tag weiterzumachen. Kurze, gut machbare Übungseinheiten wirken oft Wunder ☺️ Meine Hündin kennt Frust bei Tricks auch, besonders dann, wenn ein Trick noch im Aufbau ist. Wenn ich zu schnell vorgehe (mein Fehler!), wird sie schnell ungeduldig. Uns hat ein Touch-Signal und das Arbeiten mit Zeigegesten geholfen, damit wir vom Futter etwas unabhängiger sind. Das nimmt ein bisschen Druck raus. Wenn sie unruhig oder hektisch wird, versuche ich selbst ruhig zu bleiben und ihr kurz Zeit zu geben, sich wieder zu sammeln. Sobald sie wieder in einen Bereich kommt, in dem sie nachdenken kann, geht’s weiter. Das hilft hier mehr, als Signale zu wiederholen oder zu schnell neu anzuleiten. Frust sehe ich inzwischen als wertvolles Feedback an mich, dass - ich kleinschrittiger arbeiten muss - die Übungseinheit bereits zu lang war - ich irgendwo missverständlich anleite und rausfinden muss wo. (wie führe ich Leckerchen, in welcher Position belohne ich, …) - ich möglicherweise zu ehrgeizig werde und den Spaß mehr in den Vordergrund rücken muss. (Leichtere Aufgaben, mehr auflockern, öfter aus der Übung rausgehen, mal ein wenig rumkaspern) - womöglich der Kopf schon voll ist, zuvor in anderen Situationen (z.B. der Umwelt) schon viel passiert ist. Manchmal hilft es auch, die Einheit mit einer leichten Leckerchensuche oder einem anderen Ritual, ruhig und sanft ausklingen zu lassen, als abrupt auszusteigen und wegzuräumen. Bei 8 Monaten würde ich die Pubertät im Kopf behalten. Mit ein wenig Glitzerknete im Kopf mag die Konzentrationsfähigkeit nach Tagesform schwanken. Völlig normal (: Vielleicht sind ja ein paar Gedanken dabei, die dir helfen können. Ich finde es toll, dass du dir Gedanken machst, wie du das Lernen besser gestalten kannst. Viel Erfolg für euch beide 🌼
Voll schön dass du dir so viel Zeit nimmst das so wunderbar zu erklären, hab ich für mich gleich was dazu gelernt 🥰
 
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Sebbi
14. Feb. 10:41
Wir haben hier eine acht Monate alte, pubertierende Hündin (Pyki). Sie lebt nun seit zweieinhalb Monaten bei Josy.
Vermutlich wissen wir nicht zu 100 %, was Pyki in den vorherigen fünf Monaten alles erlebt hat. Wir wissen, dass Pyki ein Mali-Labbi-Mix ist und dass Josy momentan wohl nicht die Mittel zur Verfügung hat, um sich professionelle Hilfe leisten zu können.
Josy möchte ihr Glück versuchen und mit ihr trainieren, stößt bei Pyki aber oft an ihre Grenzen.

Mein Fazit:
Du hast da ein Tier gerettet, dem du momentan weder finanziell noch von der Erfahrung her wirklich gewachsen bist.
Pyki ist ein Mali-Labbi-Mix. Das ist kein einfacher Familienhund, sondern ein hochreaktives Arbeitstier, das in der Pubertät jede Unsicherheit in deiner Führung gnadenlos ausnutzt. Wenn du schreibst, dass du dein ‚Glück‘ versuchst, klingt das eher nach dem Prinzip Hoffnung als nach einem echten Plan.
Doch Hoffnung allein bändigt keinen Mali-Mix, der gerade seine Welt (und dich) infrage stellt.

Du wirst hier im Forum viele Tipps bekommen, aber keiner von uns kann voraussagen, welche davon bei Pyki funktionieren oder nach hinten losgehen.
Wir kennen nur die Rasse, aber nicht ihr wahres Wesen. Das erlebst nur du täglich.
Ohne konsequente Erziehung und einen akribisch erarbeiteten Plan können sich gravierende Fehler in ihr Wesen einbrennen, die man später kaum oder nur mit noch mehr Arbeit beseitigen muss.

Ich bin ja nicht wirklich unerfahren, was Hunde betrifft, und lerne in Hundesportvereinen auch immer wieder Neues dazu, aber das wäre selbst mir eine Nummer zu groß.

Ich wünsche dir wirklich viel Erfolg.👍🏼