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Helen
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Anzahl der Antworten 6
heute 15:33

Wie kann ich wachsames Verhalten umlenken?

Hallo ihr Lieben, meine Mia ist nun 1 Jahr und 2 Monate alt. Seitdem sie einmal fälschlicherweise (war für einen anderen Hund bestimmt) eine mächtige Ansage bekommen hat, meldet sie fast jedes Geräusch außerhalb der Wohnung. (Wir sind dann in der Wohnung) Ihr fällt es allgemein eher schwer, von selbst zur Ruhe zu kommen. Ich habe ihr jetzt eine Box eingerichtet, die sie zumindest nachts auch gut als Ruheort annimmt und benutzt. Die Tür ist selbstverständlich immer geöffnet. Da nun bald der Sommer kommt und wir ganz oben wohnen, möchte ich nachts gerne die Fenster öffnen. Letzten Sommer ging das super, diesen Sommer ist es aktuell nicht denkbar. Ich freue mich über jeden Hinweis, Tipp oder jede Übung. Ein schönes Wochenende wünsche ich euch 🌞
 
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Helen
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heute 15:10
Thema Box: Manchmal hilft es auch den Hund zu seinem Glück zu ‚zwingen‘. Man kann die Box auch mal verschließen und ihr zeit geben, schauen ob sie dann besser zur ruhe kommt weil der raum kleiner ist. viele hunde, vor allem wenn sie jung sind, sind überfordert mit eine großen raum den man ‚kontrollieren‘ kann oder in ihren augen vielleicht auch muss. in dem man diesen reiz raus nimmt, zumindest zeitweise, gibt man den hunden die möglichkeit ruhe zu finden und gewisse situationen entspannter zu sehen. es ist ja nicht ihre aufgabe aufzupassen, manchmal können wir sowas ja auch erledigen 😉 und vielen hilft dafür eine genaue Platz zuweisung, in diesem fall die box. man kann es ja mal probieren! :)
Vielen Dank für deine Nachricht! Meine Angst ist dann sofort, dass sie die Box negativ verknüpft.

Etwas anderes, was ich begonnen habe, ist es zu „kontrollieren“, wenn sie warnt. Sobald sie ein „Warnungswuff“ abgibt, schaue ich etwas länger irgendwo hin und dann sage ich „Alles gut“. Das klappt an sich auch ganz gut. Ich bin wahrscheinlich auch einfach etwas ungeduldig 😅
 
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Lion
heute 15:00
Thema Box:
Manchmal hilft es auch den Hund zu seinem Glück zu ‚zwingen‘. Man kann die Box auch mal verschließen und ihr zeit geben, schauen ob sie dann besser zur ruhe kommt weil der raum kleiner ist. viele hunde, vor allem wenn sie jung sind, sind überfordert mit eine großen raum den man ‚kontrollieren‘ kann oder in ihren augen vielleicht auch muss. in dem man diesen reiz raus nimmt, zumindest zeitweise, gibt man den hunden die möglichkeit ruhe zu finden und gewisse situationen entspannter zu sehen.
es ist ja nicht ihre aufgabe aufzupassen, manchmal können wir sowas ja auch erledigen 😉 und vielen hilft dafür eine genaue Platz zuweisung, in diesem fall die box.
man kann es ja mal probieren! :)
 
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Helen
heute 15:10
Thema Box: Manchmal hilft es auch den Hund zu seinem Glück zu ‚zwingen‘. Man kann die Box auch mal verschließen und ihr zeit geben, schauen ob sie dann besser zur ruhe kommt weil der raum kleiner ist. viele hunde, vor allem wenn sie jung sind, sind überfordert mit eine großen raum den man ‚kontrollieren‘ kann oder in ihren augen vielleicht auch muss. in dem man diesen reiz raus nimmt, zumindest zeitweise, gibt man den hunden die möglichkeit ruhe zu finden und gewisse situationen entspannter zu sehen. es ist ja nicht ihre aufgabe aufzupassen, manchmal können wir sowas ja auch erledigen 😉 und vielen hilft dafür eine genaue Platz zuweisung, in diesem fall die box. man kann es ja mal probieren! :)
Vielen Dank für deine Nachricht! Meine Angst ist dann sofort, dass sie die Box negativ verknüpft.

Etwas anderes, was ich begonnen habe, ist es zu „kontrollieren“, wenn sie warnt. Sobald sie ein „Warnungswuff“ abgibt, schaue ich etwas länger irgendwo hin und dann sage ich „Alles gut“. Das klappt an sich auch ganz gut. Ich bin wahrscheinlich auch einfach etwas ungeduldig 😅
 
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Johanna
heute 15:11
Ich würde dieses Verhalten unterbinden. Wenn der Hund gar nicht zur Ruhe kommt, ist das für den Hund überhaupt nicht gut.

Bei uns hat es geholfen, wenn der Hund zum Fenster/Tür wollte, sich dazwischen zu stellen und den Hund von dort weg zu schicken. (Alternative zum Beispiel auf den Platz)
Wichtig: dabei immer zwischen Hund und Tür/Fenster stehen, sonst denkt der Hund du pöbelst mit oder stärkst ihm den Rücken.

Es geht darum den Hund zu zeigen, dass es nicht seine Aufgabe ist.
Generell würde ich einen Hund, der dieses Verhalten zeigt niemals so am Fenster stehen lassen. Die Plätze würde ich dann verbieten/verstellen
 
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Karin
heute 15:21
Mein Herdenschutzhund hat ein sehr ausgeprägtes Aufpass-syndrom 😏.
Ich gebe Plätze vor auf denen sie sich aufhalten darf, nicht vor der Tür, vor dem Fenster...So entziehe ich ihr die Aufgabe aufpassen zu müssen. Hört sie etwas und will aufspringen bekommt sie von mir nur ein "Hey" und gut ist. Entspannt sie sich gibt es ein suuuper, allles guuut. Das haben wir hin bekommen durch sehr viel Managment. Ich hab sie gut beobachtet um die Sekunde abzupassen bevor sie hoch springen wollte. Da kam dann von mir eine nette und freundliche Korrektur. Wenn es z.b. klingelt darf sie bis zum Flur, aber mit keiner Pfote über die Schwelle.
Ich regle dann den Rest.
Der Hund muss erkennen können das du das im Griff hast. Auch ein "Allles guuut " kann zur Entspannung sehr beitragen. Das kannst du üben indem du den Hund in entspannter Lage ganz sanft streichelst und allles guut flüsterst. Wenn Mia dann nachts etwas hört brauchst du es dann nur zu sagen und sie entspannt sich sehr schnell wieder. Roxy fährt gar nicht mehr hoch. 👍
 
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Helen
heute 15:23
Ich würde dieses Verhalten unterbinden. Wenn der Hund gar nicht zur Ruhe kommt, ist das für den Hund überhaupt nicht gut. Bei uns hat es geholfen, wenn der Hund zum Fenster/Tür wollte, sich dazwischen zu stellen und den Hund von dort weg zu schicken. (Alternative zum Beispiel auf den Platz) Wichtig: dabei immer zwischen Hund und Tür/Fenster stehen, sonst denkt der Hund du pöbelst mit oder stärkst ihm den Rücken. Es geht darum den Hund zu zeigen, dass es nicht seine Aufgabe ist. Generell würde ich einen Hund, der dieses Verhalten zeigt niemals so am Fenster stehen lassen. Die Plätze würde ich dann verbieten/verstellen
Hallo Johanna, vielen Dank für deine Nachricht. Das werde ich auf jeden Fall machen!
 
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Helen
heute 15:33
Mein Herdenschutzhund hat ein sehr ausgeprägtes Aufpass-syndrom 😏. Ich gebe Plätze vor auf denen sie sich aufhalten darf, nicht vor der Tür, vor dem Fenster...So entziehe ich ihr die Aufgabe aufpassen zu müssen. Hört sie etwas und will aufspringen bekommt sie von mir nur ein "Hey" und gut ist. Entspannt sie sich gibt es ein suuuper, allles guuut. Das haben wir hin bekommen durch sehr viel Managment. Ich hab sie gut beobachtet um die Sekunde abzupassen bevor sie hoch springen wollte. Da kam dann von mir eine nette und freundliche Korrektur. Wenn es z.b. klingelt darf sie bis zum Flur, aber mit keiner Pfote über die Schwelle. Ich regle dann den Rest. Der Hund muss erkennen können das du das im Griff hast. Auch ein "Allles guuut " kann zur Entspannung sehr beitragen. Das kannst du üben indem du den Hund in entspannter Lage ganz sanft streichelst und allles guut flüsterst. Wenn Mia dann nachts etwas hört brauchst du es dann nur zu sagen und sie entspannt sich sehr schnell wieder. Roxy fährt gar nicht mehr hoch. 👍
Liebe Karin, vielen Dank für deine Nachricht. Das werde ich machen. Ich bin sehr dankbar, mir Tipps und Erfahrungen holen/anhören zu können. 🌞

„Alles gut“ haben wir schon gut etabliert. Damit konnte ich sie zu Silvester gut beruhigen. Wir sind dann mitten im Geknall eingeschlafen. Das klappt draußen meist besser als drinnen. Das Verhalten zeigte sich dann erst später durch die heftige Ansage des anderen Hundes. Wahrscheinlich habe ich da einfach versagt und es ist etwas Vertrauen weggebrochen.

Hast du für Roxy eine Alternative gefunden, bei der sie ihr Herdenschutzdasein gezielt auch mal ausleben kann?