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Antje
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 8
zuletzt 31. Jan.

Wenn Hundi Scheibe spielt...

Hallo ihr tollen Hundeeltern, bei mir steht bald pudeliger Nachwuchs an, und ich nutze dass hier einfach mal schamlos aus, um vielleicht ein paar Ratschläge und Tipps für die zukünftige Zeit zu bekommen... 😇 Wenn Hundi mal richtig drüber ist, -mit haufenweise Zoomies, Aufregung und Blödsinn im Kopf, was waren oder sind so eure Tricks um Hundi wieder runter zu holen? Vielleicht habt ihr da ja schon eure Erfahrungswerte die ihr teilen könnt und möchtet?! 😉 Ich wünsche allen Zwei- und Vierbeinern alles Gute! Bleibt gesund, und passt auf euch auf ⛄️
 
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Sonja
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31. Jan. 09:55
Das wichtigste ist das du denn Welpen nicht überforderst, ich meine damit nicht nur körperlich. Die meisten Welpen die "drüber sind", sind, sind dies nicht weil sie "unausgelastet" sind sondern genau das Gegenteil, sie sind überfordert. Die bekannte Redewendung : ..."...nach müde kommt blöd...." gilt nicht nur für ( klein)kinder. Viele Welpen sind relativ schell überfordert, besonders in den ersten Wochen/Monaten prasseln viele neue eindrücke auf sie ein, und je nach Rasse/Individium kann das schnell zum durchdrehen führen. Rionnag war schon immer sehr gechillt, sozusagen "...ein Fels in der Brandung..." oder einfach eine "Schnarchnase..." 🤔🤭🤗. Was andere Welpen überforderte/aufdrehen lies, entlockte ihm meist einfach ein .."müdes Gähnen...."🤣🤪....die wenige male die er in seiner Welpenzeit "überdrehte" überstanden wir am besten indem ich ihn einfach ignorierte...(also keine kommandos, und oder auf den platz schicken/ in die Box sperren, Hausleine oder ähnliches). Wenn er mal überdrehte und ich ihn ignorierte dauerte sein "drüber-sein" wenige Minuten, dann wars ihm wohl zu langweilig und er verzog sich etweder auf sein Bett/Decke oder in seine Höhle ( Höhle = abgedeckte stehts offene grosse Gitterbox). Wie es bei euch am besten klappt musst dann ausprobieren, patentlösung gibts keine....wichtig ist das ihr euch nicht gegenseitig hochschaukelt, also egal was passiert ruhig/gelassen bleiben. Und wie gesagt: wenn ein Welpe aufdreht ist es in den aller meisten Fällen Überforderung und nicht wie oft fälschlicherweise angenommen wird Unterforderung ! Einen aufgedrehten Welpen "auspowern" zu wollen ist in 9xy% genau das verkehrte...😉
 
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Maria
31. Jan. 09:27
Huhu Antje, so ein liebenswerter Einführungstext.

Ich hatte nie einen Welpen, aber meine Jüngste kam mit ca 2 Jahren zu mir und hat SEHR VIEL Aufregung mitgebracht (Spitznamen: Terror Else und Dognado).

Mittlerweile würde ich sagen, dass es bei ihr zwei Arten von “Zoomies” gibt/gab.

Damals ist sie komplett orientierungslos und aufgeregt umhergeschossen, um irgendwie klarzukommen. Die Bewegungen waren umgerichtet, der Blick irgendwie wild und verloren. So hat sie in solchen Momenten auch gewirkt: verloren. Dann hab ich sie kurz festgehalten und dann angeleint. Ich denke, sie hat das in diesen Situationen gebraucht (die eigenen Grenzen durch den leichten Druck des Festhaltens fühlen). Ich denke, dass sie dadurch wieder im Moment ankommen konnte/ zu sich kommen konnte.

Heute kann sie sich selbst besser regulieren, auch wenn ihre Aufregung in bestimmten Situationen hoch bleibt. Ihre Zoomies wirken nicht mehr so kopflos. Sie selbst wirkt dabei nicht mehr verloren. Wenn sie es heute also zeigt, lasse ich sie das machen, schaue erst, ob sie selbst herausfindet, wenn ich weiter möchte oder sage, es ist genug. Wenn sie es doch gar nicht schafft, leine ich sie an. Dann weiß ich aber auch, dass sie überfordert ist und ich ein paar Tage für Ruhe und weniger Aktion sorgen muss.
 
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Maria
31. Jan. 09:47
Ich würde dir noch den Begriff Co-Regulation mitgeben:

https://www.die-etwas-andere-hundeschule.ch/post/hypervigilanz-beim-hund-co-regulation-und-grenzen

Wichtig für Hunde- (und Menschen-) Kinder 😊
 
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Sonja
31. Jan. 09:55
Das wichtigste ist das du denn Welpen nicht überforderst, ich meine damit nicht nur körperlich. Die meisten Welpen die "drüber sind", sind, sind dies nicht weil sie "unausgelastet" sind sondern genau das Gegenteil, sie sind überfordert. Die bekannte Redewendung : ..."...nach müde kommt blöd...." gilt nicht nur für ( klein)kinder. Viele Welpen sind relativ schell überfordert, besonders in den ersten Wochen/Monaten prasseln viele neue eindrücke auf sie ein, und je nach Rasse/Individium kann das schnell zum durchdrehen führen. Rionnag war schon immer sehr gechillt, sozusagen "...ein Fels in der Brandung..." oder einfach eine "Schnarchnase..." 🤔🤭🤗. Was andere Welpen überforderte/aufdrehen lies, entlockte ihm meist einfach ein .."müdes Gähnen...."🤣🤪....die wenige male die er in seiner Welpenzeit "überdrehte" überstanden wir am besten indem ich ihn einfach ignorierte...(also keine kommandos, und oder auf den platz schicken/ in die Box sperren, Hausleine oder ähnliches). Wenn er mal überdrehte und ich ihn ignorierte dauerte sein "drüber-sein" wenige Minuten, dann wars ihm wohl zu langweilig und er verzog sich etweder auf sein Bett/Decke oder in seine Höhle ( Höhle = abgedeckte stehts offene grosse Gitterbox). Wie es bei euch am besten klappt musst dann ausprobieren, patentlösung gibts keine....wichtig ist das ihr euch nicht gegenseitig hochschaukelt, also egal was passiert ruhig/gelassen bleiben. Und wie gesagt: wenn ein Welpe aufdreht ist es in den aller meisten Fällen Überforderung und nicht wie oft fälschlicherweise angenommen wird Unterforderung ! Einen aufgedrehten Welpen "auspowern" zu wollen ist in 9xy% genau das verkehrte...😉
 
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Katrin
31. Jan. 10:41
Sonja hat eigentlich schon alles gesagt. Wir hatten für Suki einen eigenen Raum (direkt am Wohnzimmer) eine Box die sie liebte und wo sie auch sehr schnell zur Ruhe kam und notfalls Geschirr plus Hausleine. Das räumliche Begrenzen und abschirmen von weiteren Reizen (die Box war abgedunkelt) half beim runterkommen. Wenn sie aber doch mal drüber war und durch zoomies Energie rausmusste durfte sie das im Garten (auch dort gab es einen sicheren Welpenbereich) auch machen.

Ziel sollte halt sein ein Gefühl dafür zu entwickeln den Welpen rechtzeitig und ausreichend Ruhe zu ermöglichen. Dann werden auch die zoomies weniger.

Letztendlich ist das aber auch eine Charaktersache. Manche Hunde haben schlicht Spaß am rennen oder tun dies vor freudiger Aufregung.
 
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Momo
31. Jan. 10:49
Ich würde dir noch den Begriff Co-Regulation mitgeben: https://www.die-etwas-andere-hundeschule.ch/post/hypervigilanz-beim-hund-co-regulation-und-grenzen Wichtig für Hunde- (und Menschen-) Kinder 😊
Guter wichtiger Punkt.
Denn genau das habe ich bei meinem sehr reizoffenen Hund leider die ersten zwei Jahre nicht klar kommuniziert und dadurch warscheinlich Probleme entstehen lassen.
 
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M.
31. Jan. 11:07
Als Kiki noch ein Welpe war, hat ignorieren nicht viel gebracht. Wir haben unsere Hand auf ihre Brust gehalten und wenn sie tief einatmete, das Wort "chill" aufgebaut. Mit der Zeit wusste sie was "chill" bedeutet. Das hat sie nur als Welpe gebraucht. Sie wurde mit der Zeit ruhiger. Auch das, was Sonja geschrieben hat, weniger ist mehr. Wir haben zu Beginn diesen Fehler gemacht, so dass wir sie wohl überfordert haben.
 
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Lisa-Eileen
31. Jan. 12:34
Ganz viel Ruhe und entschleunigung, weniger aufregende Aktivitäten.
Ansonsten da Rocket ja auch rassetypisch sehr sensiebel und reaktiv ist/ war hat mir desensibilisierung sehr viel gebracht damit er halt nicht auf jede Kleinigkeit anspringt und sich wieder aktiviert sondern wirklich zur Ruhe kommen kann und sich regulieren lernt.
Grad da wir in der Stadt wohnen (auch wenns eher dörfliches Flair hat und net Großstadt ist) wo viele Reize sind sehr wichtig damit er damit nicht überfordert ist.
Aber das Training natürlich auch nicht übertreiben und überstrapazieren, der Hund braucht ja auch Zeit zum verarbeiten und regenerieren.
Training findet bei mir immer im Alltag nebenbei statt, ich hab das immer gemacht wenn man eh raus muss oder reinkam damit ich ihn außerhalb dessen in Ruhe lassen kann damit er generell runter kommt.
Als Welpe meinte mein Ex leider ihn ständig bespaßen zu müssen und so kam er halt garnicht zur Ruhe.
Erst als ich von ihm weg war konnte Rocket endlich Ruhe lernen.
Auch sagen viele ja man soll so und so viele Minuten nur üben, das halte ich etwas anders... je nachdem wie fit der Hund im Training und Üben schon ist frage ich eine Übung nur 2-5 mal ab, danach ist fertig.
Weil wenn du jetzt wie man meist sagt zb 5-15 Minuten da ständig Sitz abfragst kommen da ziemlich viele Wiederholungen zusammen was grad auch intelligenten Hunden schnell zu blöd wird, er soll ja auch motiviert bleiben.
Deswegen setz ich mich auch nicht extra für Training hin sondern läufts im Alltag nebenbei wo man es sowieso braucht/ nutzt.
Wenn man ständig kommt und was vom Hund will fixt man ihn ständig wieder an und dann kommt er eben auch nicht runter und steckt dauerhaft in Erwartungshaltung fest.
 
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Nicky
31. Jan. 12:37
https://dogorama.app/de-de/forum/Welpen_Junghunde/Tipps_und_Tricks_fuer_alle_Erst-Welpenbesitzer-rKr8hHzNCyN9dmQzDdQH/