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Nadine
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heute 10:49

Welpe (6 Monate) bellt andere Hunde an

Hallo, unsere Cookie (Chihuahua) fängt nun an andere Hunde anzubellen. Sie ist 6 Monate. Sie ist draußen noch etwas ängstlich. Ablenken lässt sie sich durch Rufen ihres Namens auch nicht. Nur mit Leckerlies. Aber wie kann man ihr denn das Bellen am besten abgewöhnen? Lg
 
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Annett
17. März 17:10
Sie kennt bisher leider noch keine anderen Hunde. Ich glaub auch, dass es Unsicherheit ist. Sie ist ziemlich ängstlich allen neuen Situationen gegenüber.
Mit 6 Monaten kennt sie noch keine anderen Hunde? Da musst du dich nicht wundern. Sie braucht dringend Hundekontakt mit gut sozialisierten Hunden, sonst wird das sehr wahrscheinlich immer schlimmer werden. Gerade so ein Zwerg (wie natürlich auch jeder andere Hund) sollte gut sozialisiert werden. Wenn ein so winziger Hund größere Hunde anpöbelt, kann das für ihn ganz schnell auch mal richtig gefährlich werden.
 
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Nessa
17. März 17:12
Also, meine Erfahrung ist, dass kleine Hunde gerne große Hunde anbellen, um ihre Grenzen auszuprobieren. Ich hatte mal eine Art Zwergspitz, der wurde vom Größeren angepöbelt. Danach kam an unserer Haustüre ein etwas Größerer an ihm vorbei und er fing an, ihn anzubellen. Es könnte natürlich auch eine Schutzvorrichtung gewesen sein. Es kommt immer auf den Hund drauf an. Manch einer versucht, seine Grenzen auszuprobieren, andere aus Schutzmaßnahmen, um zu gucken, wie der andere reagiert. Kommunikation unter Hunden von wegen "Lass mich in Ruhe und geh weiter", um zu sehen, wie der andere darauf reagiert. Aber es gibt auch Hunde, die seitdem sie geboren waren, auf den Arm genommen wurden und es selten kannten, selber zu laufen, wodurch sie besitzergreifend wurden und jeden anbellten, egal ob Mensch oder Tier. Ihr Besitz war ihr Mensch. Du musst halt gucken, wo es herkommt und in welchem Umfang dein Hund es macht. Und dann daran arbeiten das er es lässt.
"Lass mich in Ruhe und geh weiter" ist mMn kein Test.
Grenzen testen kenne ich eher aus Bereichen, wo Lebewesen sich sicher fühlen.
Meine persönliche Erfahrung mit kleinen Hunden ist eher, dass sie entweder zu wenige oder eher schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden haben, beides weil sie wenig ernst genommen werden (von Mensch wie von anderen Hunden).
Ihre Lautstärke ist aufgrund ihrer Größe dann das einzige Mittel, Abstand herzustellen.
Aber ja, individuell muss man eh immer schauen was es genau ist 👍
 
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Nessa
17. März 17:15
Sie kennt bisher leider noch keine anderen Hunde. Ich glaub auch, dass es Unsicherheit ist. Sie ist ziemlich ängstlich allen neuen Situationen gegenüber.
Dann wird es dafür auf jeden Fall Zeit. Wenn man so ein Mini ist und dazu nie gelernt hat, dass die zehn Mal so großen Raubtiere auch nett sein können, ist der akustische Abstandhalter finde ich verständlich, ich wäre auch gegruselt 😁
Wie du schon schriebst, sowas wie mal länger nebenher laufen ohne dass was passiert ist ja schon ein guter Lerneffekt, das brauchts nur ein paar Mal öfter.
 
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Nadine
17. März 17:15
Den Gedanken hatte ich auch. Wo kommt sie denn her, also wie lange habt ihr sie und wie wurde sie sozialisiert, gibt es einen oder mehrere Vorbesitzer? Wenn ja, was haben sie berichtet über das Verhalten und über das, was sie ihr bereits beigebracht/gezeigt haben?
Wir haben sie seit November. Direkt von der Züchterin, wo noch drei, vier andere Hunde lebten.
Sie war beim Kennenlernen total aufgeschlossen.
 
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Clara
17. März 17:24
Sie kennt bisher leider noch keine anderen Hunde. Ich glaub auch, dass es Unsicherheit ist. Sie ist ziemlich ängstlich allen neuen Situationen gegenüber.
Da würde ich schauen ob du nicht mit Hilfe von professioneller Anweisung erklärt bekommst wie gute Hundebegegnungen aussehen. Bellen "abstellen" kann man nicht. Es ist eine Kommunikationsform und kann aus unterschiedlichen Gründen heraus geäußert werden. Hier ist Unsicherheit naheliegend. Den Hund dann zu füttern macht es weder besser noch schlechter. Ihr arbeitet an einem Gefühl. Ich würde es Gegenkonditionieren. Leider ist die Erklärung viel einfacher als es klingt. Sowas muss man mit einer qualifizierten Kraft machen und parallel dem Hund auch gesitteten Kontakt bieten. Die ersten 21 Wochen sind dafür gedacht das Hunde Sozialverhalten lernen. Das hat eurer nicht, nun müsst ihr aufpassen das er nicht ins kippen kommt da er schon die Mittleren Anzeichen davon zeigt!

Also fix eine Fachkraft suchen namens GUTER Hundetrainer. Nur einer von zehn hat's leider wirklich drauf, also zur Not auch wechseln wenn ihr kein gutes Bauchgefühl habt. Bitte keinen Trainer nehmen der das Verhalten abbrechen will, das ist bei Unsicherheit und Angst kontraproduktiv für die Bindung U Beziehung und bei Bellproblemen eh.
Viel Erfolg euch ✊🍀
 
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Michi
18. März 13:21
Wir haben sie seit November. Direkt von der Züchterin, wo noch drei, vier andere Hunde lebten. Sie war beim Kennenlernen total aufgeschlossen.
Bei der Züchterin war sie auch ein Welpe und hat in ihrem vertrauten Umfeld gelebt.
Für alles , was danach kommt, ist der neue Besitzer zuständig.
Ich gebe Allen recht, die geschrieben haben, dass dein Hund dringend Sozialkontakte braucht, um zu lernen, wie man sich als Hund verhält.
Und zwar unbedingt auch im Freilauf mit souveränen Hunden.
 
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Sonja
18. März 15:47
Wir haben sie seit November. Direkt von der Züchterin, wo noch drei, vier andere Hunde lebten. Sie war beim Kennenlernen total aufgeschlossen.
Warum habt ihr sie nicht weiter sozialisiert? Dass sie aufgeschlossen war spricht immerhin dafür, dass dem Züchter daran erstmal nichts vorzuwerfen ist - allerdings hättet ihr als neue Halter darauf aufbauen müssen. Nachdem die Sozialisierungsphase abgeschlossen ist, ist zwar noch etwas möglich, aber der einfache Teil wurde leider verpasst... Auch dass sie allen neuen Situationen gegenüber ängstlich ist liegt daran, dass sie offensichtlich nicht weiter sozialisiert wurde. Das ist wirklich traurig für sie und macht nun alles schwieriger.
 
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Olli
18. März 15:53
Einmal konnten wir tatsächlich neben einem größeren Hund nebenher laufen. Da hat sie sich auch langsam entspannen können.
Fein, dann macht das doch öfter, bzw. sucht euch große, souveräne Hunde, die die kleine Püppi nicht für voll nehmen und sich entspannt von ihr beschnüffeln lassen.
 
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Nadine
18. März 16:55
Warum habt ihr sie nicht weiter sozialisiert? Dass sie aufgeschlossen war spricht immerhin dafür, dass dem Züchter daran erstmal nichts vorzuwerfen ist - allerdings hättet ihr als neue Halter darauf aufbauen müssen. Nachdem die Sozialisierungsphase abgeschlossen ist, ist zwar noch etwas möglich, aber der einfache Teil wurde leider verpasst... Auch dass sie allen neuen Situationen gegenüber ängstlich ist liegt daran, dass sie offensichtlich nicht weiter sozialisiert wurde. Das ist wirklich traurig für sie und macht nun alles schwieriger.
Das Problem war einfach auch, dass der eisige Winter ihr nicht gefallen hat und sie sich einfach geweigert hat raus zu gehen bzw. eine Weile draußen zu laufen. Wir haben leider auch niemanden mit Hund, mit dem man sich hätte drinnen treffen können.
Die Ängstlichkeit draußen hat sie von Anfang an, aber das haben wir mittlerweile gut in Griff bekommen. Nur plötzlich auftauchende unbekannte Geräusche erschrecken sie.
 
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Nadine
18. März 16:56
Fein, dann macht das doch öfter, bzw. sucht euch große, souveräne Hunde, die die kleine Püppi nicht für voll nehmen und sich entspannt von ihr beschnüffeln lassen.
Das werden wir.