Was mich mittlerweile viele eher interessiert.. wäre allerdings ein Thema für einen neuen Thread.
Warum es in manchen Rudel, Gruppen oder wie wir es gerne nennen mögen.
Nie zu solchen Veränderungen kommt und bei anderen schon.
Vielleicht kann es auch hier jemand beantworten.
Hunde sind einfach extrem unterschiedlich, besonders Genetik spielt eine große Rolle. Manche Rassen und auch einzelne Individuen neigen eher zur Ressourcenaggression, als andere.
Auch ist nicht jeder Hunde Persönlichkeit jede Art von Status wichtig, manchen ist sogar alles völlig Wurst.
Ich selber hatte z.B. lange Jahre eine schwer ressourcenaggressive Terrier Hündin, die für ein Stück Fleisch über Leichen gegangen ist, auch ein Stock oder Ball konnte zu blutigen Auseinandersetzungen führen. Natürlich spielen da auch Lerrnerfahrungen eine große Rolle. Irgendwann hat sie zum ersten Mal eine Ressource verteidigt, ihr Gegenüber war ein B Typ (abwartend, Konflikte vermeidend), während sie absolut der A Typ war (konfliktbereit, Vorwärts - anstatt Rückwärtsgang), Terrier halt, als Solitärjäger fackeln die meist nicht lange.
Sie hat leider gelernt, Aggression bringt sie weiter. Durch Training und Management ließ sich das ganz gut in den Griff bekommen, in unübersichtlichen Situationen war sie aber bis zu ihrem Tod nicht zu 100% verlässlich.
Meine jetzige Truppe kommuniziert und verhandelt über Ressourcen, aber es würde nicht zu Beschädigungen kommen. Sie können unbeaufsichtigt fressen und auch Knochen etc. knabbern.
Allerdings ist meine kleinste recht territorial und sie hat vor allem neue Hunde bei uns zuhause eingegrenzt und auch meine jüngere Hündin, als diese neu dazu kam, für zu wildes und raumeinnehmendes Spiel gemaßregelt, was die jüngere auch akzeptiert hat. Bis zu einem Tag, an dem sie offenbar alt, reif und angekommen genug war, dass sie meine Alte für das begrenzende Verhalten insgesamt drei Mal auf den Rücken gedreht hat, wohlgemerkt ohne ihr auch nur ein Haar zu krümmen. Seit dem nimmt die alte Hündin sich zurück, ist im gesamten ruhiger und entspannter geworden. Ich sage immer, sie ist jetzt in Rente, die jüngere hat übernommen.
Ich kann verstehen, wenn da jetzt viele schreien, wie kann ich das zulassen, dass die Hunde so viel selber regeln. Ich habe aber immer ein Auge drauf und würde eingreifen, wenn etwas aus dem Ruder läuft. Ein gewisses Maß an Eigenständigkeit kann ich diesen Hunden aber gewähren, eben weil sie über Kommunikation und nicht über - wie die Terrier Dame früher - Beschädigungsbeißen ihre Belange regeln.