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Franziska
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Anzahl der Antworten 13
zuletzt 21. Dez.

Verändertes Verhalten (Bellen) nach Umzug

Hallo zusammen, wir sind vor ca. 3 Wochen in eine neue Wohnung gezogen und ich möchte gerne ein paar Tipps einholen, da Mali seitdem bei Geräuschen im Treppenhaus bellt. Ich weiß, dass für sie alles neu ist und ich habe auch nicht die Erwartung, dass sie sich sofort wie vorher (kein Bellen bei Geräuschen) verhält. Ich möchte nur nichts verschlimmern durch mein Verhalten. Sie bellt, wenn ich in der Wohnung bin und jemand im Treppenhaus ist. Ich habe zuerst leider mit „Nein“ reagiert - will das Verhalten aber nicht negativ bestätigen. Also versuche ich es nun mit ruhigem Verhalten und lenke sie durch Signale/Kommandos ab. Sie bellt jedoch auch, wenn ich die Wohnung verlasse und sie mich im Treppenhaus hört. Könnte die Lösung sein, dass ich sie weiterhin ablenke, wenn sie bellt und ich zuhause bin? Festigt sich so das Verhalten, wenn ich nicht zuhause bin? Sie ist generell entspannt in der Wohnung, schläft, läuft nicht hinterher. Draußen ist sie schon weniger aufgeregt und bellt nicht mehr jeden Hund an. Ich schiebe es draußen jedoch auch zum Großteil auf die Dunkelheit und Leuchthalsbänder. Die mag die nämlich so gar nicht. Ich freue mich auf Tipps und Erfahrungen :-)
 
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Kuba88
20. Dez. 07:37
Normal, dass sie reagiert, wenn jemand oft da umher geht. Es ist eine komplett neue Umgebung. Irgendwelches Schnüffelspiele lösen nicht dein Problem. Immer wenn sie bellt, rufst du sie und schickst sie auf ihren Platz. Sie weiß gar nicht, was ihre Aufgabe is oder besser gesagt, dass sie keine Aufgabe in der neue Wohnung hat. Labradore sind in ihrer Aufgabe zum aufpassen ziemlich sicher. Oft is es au Unsicherheit, weil da eine Tür dazwischen ist und sie nicht gucken kann. Es kommt ebenso drauf an, wie lange du sie täglich allein lässt. Nach nem Umzug musst du quasi bei vielen Hunden das allein bleiben au wieder neu erfinden..da Hunde an Trennungsangst leiden.
 
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𝑺𝒉𝒆𝒍𝒍𝒚 &
21. Dez. 08:02
Normal, dass sie reagiert, wenn jemand oft da umher geht. Es ist eine komplett neue Umgebung. Irgendwelches Schnüffelspiele lösen nicht dein Problem. Immer wenn sie bellt, rufst du sie und schickst sie auf ihren Platz. Sie weiß gar nicht, was ihre Aufgabe is oder besser gesagt, dass sie keine Aufgabe in der neue Wohnung hat. Labradore sind in ihrer Aufgabe zum aufpassen ziemlich sicher. Oft is es au Unsicherheit, weil da eine Tür dazwischen ist und sie nicht gucken kann. Es kommt ebenso drauf an, wie lange du sie täglich allein lässt. Nach nem Umzug musst du quasi bei vielen Hunden das allein bleiben au wieder neu erfinden..da Hunde an Trennungsangst leiden.
Das sehe ich deutlich anders. Einen Hund aus Unsicherheit wegzurufen und auf den Platz zu schicken, löst das Problem nicht – es unterdrückt nur das Symptom. Die Ursache (Unsicherheit/Überforderung durch neue Reize) bleibt bestehen.
Und ganz ehrlich: Das kannst du auch nicht umsetzen, wenn der Hund allein ist. Dann fehlt genau dieses „Ruf-mich-auf-den-Platz“-Konstrukt komplett.

Ein Hund braucht in einer neuen Umgebung Orientierung und Sicherheit, keine Distanzierung vom Halter. Ruhiges Begleiten, Umorientieren und positives Umlernen der Situation sind nachhaltig – Wegschicken ist es nicht.
Gerade sensible Hunde verknüpfen Geräusche sonst negativ oder fühlen sich allein gelassen.

Kurz gesagt: Unsicherheit wird nicht durch Wegschicken gelöst, sondern durch Führung.
 
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Lorina
21. Dez. 08:08
Hallo,
das war bei meiner Hündin genauso. Habe leider auch erst "nein" gesagt, was das Problem nur verschlimmert hat, da sie ja aus Unsicherheit gebellt hat. Hab dann zu "alles gut" gewechselt. Das hat Wunder gewirkt 😅. Seitdem weiß sie, dass sie sich keine Sorgen machen muss, wenn ich sage, dass alles gut ist und legt sich dann hin. Mittlerweile bellt sie auch gar nicht mehr, obwohl man echt viel von draußen hört in der Wohnung.