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Ilka
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 80
zuletzt 11. Feb.

Trainingsmotivation

Hello! Ich bin jetzt mit meinem Hund, 7 Monate alt, in der Hundeschule. Da (und zu Hause auch meistens) reagiert er nicht auf Leckerchen. Andere halten ihren Hunden ein Leckerchen hin und das motiviert, egal ob für Kommandos oder Leinentraining. Spielzeug vor die Nase halten bringt auch nichts. Da bleibt nur meine Stimme, dafür ist er allerdings zu abgelenkt, aufgeregt und auch etwas ängstlich… zB ‚Sitz‘ macht er, aber nur drinnen. Er ist seit 3 Monaten bei uns. Habt ihr eine Idee oder Alternative zum Leckerchen, hab auch schon viel ausprobiert. Interessiert ihn wenig. Bin für jeden Tipp dankbar.
 
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Mel und
9. Feb. 10:32
Danke das ich wenigstens eine eigene Meinung haben darf (außen darf ich sie scheinbar nicht). Und du hast vollkommen Recht ich muss niemand überzeugen und Brauch sie daher auch nicht rechtfertigen. Danke für diese Tolleranz.
Entschuldige bitte, aber das ist hier doch einfach nicht das Thema.Ich meine das überhaupt nicht böse.
Das hier ist ein Thread zum Thema „Napf wegnehmen bei Mäkeligkeit“.

https://dogorama.app/de-de/forum/Verhalten_Psychologie/Napf_wegnehmen_bei_Maekeligkeit_-_tatsaechlich_der_richtige_Weg-7wcBfgZ1qXr5NdvuADgA/
 
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Katie
9. Feb. 10:32
Das war hier die ersten 18 Monate auch so. Ursache: Stress

Er war draußen so überreizt, dass er keine Leckerli genommen hat und auch drinnen war er nicht futtermotiviert.

Hier haben viele kleine Stellschrauben dazu beigetragen, dass er entspannter ist.

Spoiler: Ihn viele Reize auszusetzen gehörte nicht dazu. 😉
 
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Elke
9. Feb. 10:43
Gerne, ich Sprech die Nachricht mal, bitte Fehler ignorieren. Rico ist Mega lieb. Wir haben Spielzeiten die ihr genießt. Er versteht sich mit den beiden Katzen ganz gut. Er geht regelmäßig in den Garten und tobt dort mit mir oder auch alleine. Wir gehen große Runden mit der Schleppleine, was auch gut klappt. Befehle üben wir halt noch, schlafen tut er nachts durch in einer Box neben meinem Bett. Ist sehr auf mich fixiert. An alleine bleiben ist noch kein Denken, aber das finde ich nicht so schlimm. Er akzeptiert mittlerweile zur Türen (zum Beispiel Bad) ist noch nicht 100 % stubenrein, aber auch das klappt schon ziemlich Gut. Es hat länger gedauert, bis er gerne draußen spazieren ging, das kam aber von einem Tag auf den anderen und klappte dann richtig gut. Nur ist es halt schwierig mit ihm zu üben da kein Leckerchen zieht. Er macht Sitz und springt dann sofort auf. Und in der Hundeschule klappt das gar nicht. Was aber auch nicht schlimm ist, die Trainerin ist super nett und sagte auch, dass er halt mehr Zeit braucht. Nur alle reagieren da auf Leckerchen und ich glaube meine Stimme alleine reicht nicht. Vielleicht brauchen wir auch einfach mehr Zeit. Bin aber offen für Vorschläge.
Hallo Ilka. Das alles klingt so, als ob Ricos Nervensystem überfordert ist. Wenn das vegetative Nervensystem auf Flucht (Angst, Unsicherheit) steht, ist Futter aufnehmen und Lernen nicht möglich. Das bedeutet, dass Ihr für Rico erst das Umfeld schaffen müsst, in dem er überhaupt die Möglichkeit hat zu lernen. Arbeitet an seiner Sicherheit und seinem Vertrauen. Leckerchen oder Futter nehmen zu können ist ein Indikator, dass er aus dem Fluchtmodus raus ist. Sein Nervensystem muss erst runter fahren und Rico muss sich sicher fühlen. Im Moment überfordert ihn das alles. Gebt ihm Zeit, vermittelt ihm Sicherheit durch Routinen und dadurch dass ihr von ihm nichts fordert. Futter ist in diesem Moment ein wichtiger Bestandteil, auf den er sich verlassen können muss. Er bekommt es, weil er es braucht. Fahrt erstmal alle Anforderungen zurück, damit er sich in seinem neuen Leben zurecht finden kann.
Viel Erfolg für Euch! 🙏
 
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Jörg
9. Feb. 11:29
Entschuldige bitte, aber das ist hier doch einfach nicht das Thema.Ich meine das überhaupt nicht böse. Das hier ist ein Thread zum Thema „Napf wegnehmen bei Mäkeligkeit“. https://dogorama.app/de-de/forum/Verhalten_Psychologie/Napf_wegnehmen_bei_Maekeligkeit_-_tatsaechlich_der_richtige_Weg-7wcBfgZ1qXr5NdvuADgA/
Das wäre auch das verkehrte Thema. Das Thema müsste eher heißen dem Hund etwas vorenthalten damit er es sich verdienen kann. Wegnehmen ist eine ganz andere Sache. Aber sorry für meine Meinung.
 
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Maria
9. Feb. 11:59
Das wäre auch das verkehrte Thema. Das Thema müsste eher heißen dem Hund etwas vorenthalten damit er es sich verdienen kann. Wegnehmen ist eine ganz andere Sache. Aber sorry für meine Meinung.
Warum nicht ein Thread zu Handfuetterung?
 
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Irmgard-Edit
9. Feb. 12:02
Servus! Vielleicht Mal mit 🍐, Apfel, Banane, Gemüse versuchen, frische Leckerli...
 
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Maria
9. Feb. 12:07
Podcast-Folge zum Thema Motivation: https://m.youtube.com/watch?v=C6C7mSIunBU&list=PLKtzQJSyC3ES5IVn7yJyyYb_e45z7Kaaa&index=1&pp=iAQB
 
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Momo
9. Feb. 12:24
Das war hier die ersten 18 Monate auch so. Ursache: Stress Er war draußen so überreizt, dass er keine Leckerli genommen hat und auch drinnen war er nicht futtermotiviert. Hier haben viele kleine Stellschrauben dazu beigetragen, dass er entspannter ist. Spoiler: Ihn viele Reize auszusetzen gehörte nicht dazu. 😉
Weil du schreibst, "ihn vielen Reizen auszusetzen gehörte nicht dazu"
fühle ich mich mal angesprochen.
Evtl. war meine Aussage missverständlich.
Natürlich darf man den Hund nicht überreizen aber ich denke man kann ihn mit der eigenen Sicherheit an Reize heranführen.
Nichts fordern. Einfach nur auf einer Bank sitzen, Reize, je nachdem wie reaktiv er ist, in der Entfernung geschehen lassen und wenn der Hund reagiert auch geschehen lassen. Ihm aber mit der eigenen Ruhe und Gelassenheit Sicherheit geben.
 
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Yvonne
9. Feb. 12:55
Danke das ich wenigstens eine eigene Meinung haben darf (außen darf ich sie scheinbar nicht). Und du hast vollkommen Recht ich muss niemand überzeugen und Brauch sie daher auch nicht rechtfertigen. Danke für diese Tolleranz.
Natürlich darfst Du Deine Meinung äußern und das tust Du doch auch. Ansonsten könnte ja niemand darauf eingehen und diskutieren und ebenfalls die eigene Meinung äußern.
Ist doch alles gut 🤷🏻‍♀️

Futter ist nicht notwendig, heißt nicht, dass man gar kein Futter nutzen sollte.
In dieser Konstellation mit Stress, Unruhe und evtl. Ängstlichkeit, ist Futter eben keine Hilfe.
Selbst dann nicht, wenn der Magen auf halb acht hängt.
Das ist der eigentliche Kern meiner Aussage.

Dass ich nicht mit hungrigen Hunden trainiere, muss nicht automatisch heißen, dass es keiner so machen darf. Das darf jeder selbst für sich entscheiden.
Ich äußere nur, dass es für mich nicht in Frage kommt und ich mehr auf Beziehungsebene mit meinen Hunden arbeite.
Nicht mehr und nicht weniger.
 
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Janine
9. Feb. 13:08
Unser Labrador, mittlerweile 2 Jahre, ist auch alles andere als begeistert von Leckereien. Er war ein sehr sehr ängstlicher Welpe. Ist nicht mal ohne einen anderen Hund rausgegangen, selbst in unserem Garten nicht!!!
ich habe das dann einfach akzeptiert und so blöd es auch war bei den Nachbarn geklingelt und gefragt ob die mitkommen können. Dort hat sich unser Hund dann Sicherheit geholt. Und nach ein paar Mal, konnte ich dann endlich mit ihm laufen ohne einen anderen Hund.
Gib ihm ruhig die Zeit die er braucht, geh raus und setz dich einfach auf eine Bank oder auf dem Weg, wenn er sich dann zu dir setzt oder dich beachtet immer schön loben, auch die Stimme zählt dazu.
Bei unserem hat es wirklich Monate gedauert bis er draußen leckerchen genommen hat.
Selbst jetzt, wenn zu viel Ablenkung da ist, nimmt er keine da hilft dann einfach nur Ruhe ausstrahlen und loben mit Stimme sobald das Verhalten da ist welches du haben möchtest. Unsere Border Collie Hündin jetzt 3 Monate, ist zum Beispiel ganz anders. Total verfressen und für jedes leckerchen zu haben, was ehrlich gesagt wirklich vieles einfacher macht.
Mach einfach alles mit Ruhe manche Hunde brauchen das eben mehr als andere.
Und hör auf dein Gefühl, wir hatten insgesamt 4 Hundeschulen durch, weil wir dachten, der muss doch draußen auch hören und reagieren, viele davon haben aber einiges schlimmer gemacht, mit Druck erreichst du bei so sensiblen Hunden nichts.