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Ilka
Einleitungs-Beitrag
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zuletzt 11. Feb.

Trainingsmotivation

Hello! Ich bin jetzt mit meinem Hund, 7 Monate alt, in der Hundeschule. Da (und zu Hause auch meistens) reagiert er nicht auf Leckerchen. Andere halten ihren Hunden ein Leckerchen hin und das motiviert, egal ob für Kommandos oder Leinentraining. Spielzeug vor die Nase halten bringt auch nichts. Da bleibt nur meine Stimme, dafür ist er allerdings zu abgelenkt, aufgeregt und auch etwas ängstlich… zB ‚Sitz‘ macht er, aber nur drinnen. Er ist seit 3 Monaten bei uns. Habt ihr eine Idee oder Alternative zum Leckerchen, hab auch schon viel ausprobiert. Interessiert ihn wenig. Bin für jeden Tipp dankbar.
 
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Yvonne
8. Feb. 21:33
Ich denke da kommt es so ein wenig an auf die Menge an die ein Hund täglich braucht. Wenn ich einen kleinen Hund habe und der mit wenig Futter auskommt steht dem nichts entgegen würde ich sagen. Warum sollte das jetzt was schlechteste sein. Besser der Hund muss sich das Futter bei seinem Halter erarbeiten durch Zusammenarbeit. Als das der Hund sich seine eigene Beschäftigung sucht beim Spaziergang. Es sollte halt an den Hund angepasst sein wieviel Futter er sich erarbeiten muss und wie er es sich erarbeiten darf.
Futter soll motivieren, ja. Aber den Gehorsam mit Futter zu „erzwingen“, weil der Hund Hunger hat…, weiß ich nicht.
Meiner Meinung und auch Erfahrung nach, ist das nicht notwendig.
Hier, bei Rico, stimmen die Rahmenbedingungen nicht.
Dieser Hund wird unter dieser Anspannung und evtl. Unsicherheit, die er in der Hundeschule steht, auch bei größtem Hunger nicht mit Futter zur Arbeit zu motivieren sein.
Die Rahmenbedingungen müssen erstmal stimmen. Der Hund muss soweit in die Ruhe und Entspanntheit gebracht werden, dass er in der Lage ist, überhaupt Konzentration für das Arbeiten mit seiner Halterin aufzubringen.

Meiner Meinung nach, ist das bei Rico nicht eine Frage der Leckerlis, sondern es sollte die Frage gestellt werden, wie schafft man es, dass er die Hundeschulsituation besser ertragen kann. Und zwar möglichst ohne Angst, ohne Unsicherheit und mit dem Fokus auf seine Halterin.
Das fängt allerdings ganz woanders an und ist ganz eng mit dem Beziehungsaufbau verknüpft.
 
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Jörg
9. Feb. 06:24
Futter soll motivieren, ja. Aber den Gehorsam mit Futter zu „erzwingen“, weil der Hund Hunger hat…, weiß ich nicht. Meiner Meinung und auch Erfahrung nach, ist das nicht notwendig. Hier, bei Rico, stimmen die Rahmenbedingungen nicht. Dieser Hund wird unter dieser Anspannung und evtl. Unsicherheit, die er in der Hundeschule steht, auch bei größtem Hunger nicht mit Futter zur Arbeit zu motivieren sein. Die Rahmenbedingungen müssen erstmal stimmen. Der Hund muss soweit in die Ruhe und Entspanntheit gebracht werden, dass er in der Lage ist, überhaupt Konzentration für das Arbeiten mit seiner Halterin aufzubringen. Meiner Meinung nach, ist das bei Rico nicht eine Frage der Leckerlis, sondern es sollte die Frage gestellt werden, wie schafft man es, dass er die Hundeschulsituation besser ertragen kann. Und zwar möglichst ohne Angst, ohne Unsicherheit und mit dem Fokus auf seine Halterin. Das fängt allerdings ganz woanders an und ist ganz eng mit dem Beziehungsaufbau verknüpft.
Hast du den ersten Satz gelesen. Es kommt auf den Hund darauf an. Zwänge und Druck sind erstmal nichts schlimmes. Es wird dann schlimm wenn es in schmez und leiden für den Hund ausartet. Manche Junge Hunde musst du zur Ruhe zwingen. Sonnst hat man eine 24 stunden Dauerbeschäftigung. Sehe ich nicht als schlimm. Hund will mist bauen und man blockt ihn baut also Druck auf. Das ist nichts schlimmes. Um so früher ein Hund solche Sachen mitbekommt um so weniger Probleme gibt es später. Den wenn dies alles erst gemacht wird wenn irgendwas ist dann wird es schwierig weil es dann der Hund Punkt eins nicht versteht und Punkt zwei der Hund mit etwas in Verbindung bringt. Klar soll das alles nicht die Regel werden. Aber es macht nichts wenn der gesunde Hund sich auch mal eine Mahlzeit verdienen muss. Das bekommen selbst Welpen bei ihrer Mutterhündin mit das sie was tun müssen um die Beste Zitze zu erreichen. An ansonsten geht der Welpe leer aus. Natürlich soll man das alles nicht übertreiben.
 
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Kirsten
9. Feb. 06:43
@Jörg Magst du vielleicht ein separates Thema dazu eröffnen? Dann könnte dort wirklich ausgiebig diskutiert werden.

Alternativ wurde das Thema auch schon hier besprochen und man könnte es auch wieder aufgreifen.
https://dogorama.app/de-de/forum/Verhalten_Psychologie/Napf_wegnehmen_bei_Maekeligkeit_-_tatsaechlich_der_richtige_Weg-7wcBfgZ1qXr5NdvuADgA/

Mir tut es immer ein wenig Leid, wenn Nebendiskussionen ohne sichtbares Interesse oder Beteiligung der TE für diesen Punkt ausufern, weil es in der Vergangenheit oft dazu geführt hat, dass Leute die Kommentare in ihrem eigenen Thread nicht mehr lesen möchten. Wäre doch schade :(

Wenn ich Ilka richtig verstanden habe, ist es aktuell so, dass es Abends das Futter so gibt und ein Teil der Tagesration mal für Training eingesetzt wird.
 
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Jörg
9. Feb. 06:55
@Jörg Magst du vielleicht ein separates Thema dazu eröffnen? Dann könnte dort wirklich ausgiebig diskutiert werden. Alternativ wurde das Thema auch schon hier besprochen und man könnte es auch wieder aufgreifen. https://dogorama.app/de-de/forum/Verhalten_Psychologie/Napf_wegnehmen_bei_Maekeligkeit_-_tatsaechlich_der_richtige_Weg-7wcBfgZ1qXr5NdvuADgA/ Mir tut es immer ein wenig Leid, wenn Nebendiskussionen ohne sichtbares Interesse oder Beteiligung der TE für diesen Punkt ausufern, weil es in der Vergangenheit oft dazu geführt hat, dass Leute die Kommentare in ihrem eigenen Thread nicht mehr lesen möchten. Wäre doch schade :( Wenn ich Ilka richtig verstanden habe, ist es aktuell so, dass es Abends das Futter so gibt und ein Teil der Tagesration mal für Training eingesetzt wird.
Nein ich möchte kein separates Thema eröffnen da ich hier darauf angesprochen worden bin und ich darauf geantwortet habe.
 
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Yvonne
9. Feb. 07:39
Hast du den ersten Satz gelesen. Es kommt auf den Hund darauf an. Zwänge und Druck sind erstmal nichts schlimmes. Es wird dann schlimm wenn es in schmez und leiden für den Hund ausartet. Manche Junge Hunde musst du zur Ruhe zwingen. Sonnst hat man eine 24 stunden Dauerbeschäftigung. Sehe ich nicht als schlimm. Hund will mist bauen und man blockt ihn baut also Druck auf. Das ist nichts schlimmes. Um so früher ein Hund solche Sachen mitbekommt um so weniger Probleme gibt es später. Den wenn dies alles erst gemacht wird wenn irgendwas ist dann wird es schwierig weil es dann der Hund Punkt eins nicht versteht und Punkt zwei der Hund mit etwas in Verbindung bringt. Klar soll das alles nicht die Regel werden. Aber es macht nichts wenn der gesunde Hund sich auch mal eine Mahlzeit verdienen muss. Das bekommen selbst Welpen bei ihrer Mutterhündin mit das sie was tun müssen um die Beste Zitze zu erreichen. An ansonsten geht der Welpe leer aus. Natürlich soll man das alles nicht übertreiben.
Ja, ich habe den ersten Satz gelesen und bin der Meinung, dass sich kein Hund das Grundbedürfnis Nahrung in Bezug auf Gehorsam erarbeiten muss.
Gehorsam ist Beziehungsarbeit, die u.a. soziale Zuwendung und Grenzen setzen beinhaltet.
Futter kann man als Motivation einsetzen, muss man aber nicht.
Es geht darum, dem Hund die Mitarbeit als etwas Schönes und Freudiges zu vermitteln. Der Hund sollte als inneren Antrieb immer die Beziehungsebene sehen, nicht das Futter alleine, nicht das Spielzeug alleine, sondern die gemeinsame Interaktion.
Der Mensch ist Antrieb, Motivation, Interaktions- und Gesprächspartner.

Druck entsteht immer zwangsläufig. Den Druck nehmen zu können und Situationen positiv auflösen zu können, das ist die Kunst.
Daraus wächst Vertrauen.
 
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Momo
9. Feb. 07:55
Du schreibst er macht Sitz nur im Haus, dann dieses Verhalten loben/positiv verstärken und die Ablenkung leicht steigern.
Draußen würde ich mit ihm gemeinsam Dinge erleben, kennen- und aushalten lernen.
Grenzen zu setzen gibt gerade einem reizoffenen Hund Sicherheit und Halt. Darüber würde ich noch einmal mit einem geeigneten Hundetrainer Rücksprache halten weil hier Timing wichtig ist.
Ob und was letzendlich für euch passt wirst du daran merken ob es für euch stimmig ist. Hier ist es wichtig gefühlsmässig bei euch als Team bleiben, du kennst deinen Hund am besten.
 
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Jörg
9. Feb. 09:27
Ja, ich habe den ersten Satz gelesen und bin der Meinung, dass sich kein Hund das Grundbedürfnis Nahrung in Bezug auf Gehorsam erarbeiten muss. Gehorsam ist Beziehungsarbeit, die u.a. soziale Zuwendung und Grenzen setzen beinhaltet. Futter kann man als Motivation einsetzen, muss man aber nicht. Es geht darum, dem Hund die Mitarbeit als etwas Schönes und Freudiges zu vermitteln. Der Hund sollte als inneren Antrieb immer die Beziehungsebene sehen, nicht das Futter alleine, nicht das Spielzeug alleine, sondern die gemeinsame Interaktion. Der Mensch ist Antrieb, Motivation, Interaktions- und Gesprächspartner. Druck entsteht immer zwangsläufig. Den Druck nehmen zu können und Situationen positiv auflösen zu können, das ist die Kunst. Daraus wächst Vertrauen.
Na dann können wir uns alle Leckereien ersparen. Funktioniert ja alles mit reiner Sozialen Motivation. Es mag Hunde geben wo das funktioniert. Ich kenne kaum jemand der seinem Hund ohne Futter sitz Platz oder Rückruf beigebracht hat. Ja sozial motivieren und dafür belohnen durch Spiel Futter oder was auch immer ist der rein positive weg. Aber nur durch den wird es nicht funktionieren.
 
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Maria
9. Feb. 09:28
Guter Plan, er bekommt eh, hat sich so eingespielt, abends fressen, und auch das normale Fressen hab ich schon statt lecker eingesetzt.
Ich würde das nicht machen. Stell dir vor, du bekaemst dein Essen nur, wenn du jemandem einen Gefallen tust. 😉
 
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Maria
9. Feb. 09:31
Es geht auch nicht um den Druck ansich und sollte nicht zur Gewohnheit werden sondern es geht erstmal darum das der kleine Kerl versteht worum es geht. Und da helfen solche Druckpunkte bei so jungen Hund schon ein wenig. Es soll keine gewalttätiges runterdrücken sein. Die Motivation befindet sich ja dabei in der Hand die über den Kopf geführt wird. Und zu dem Thema Druck ist keine Motivation. Das stimmt so nicht ganz. Ganz ohne Druck wird es schwierig. Druck wird schon dann erzeugt wenn der Hund vor dem Futternapf warten muss bis er fressen darf.
Meine Omi hat das mit dem Sitz gar nicht verstanden bzw. Fiel es ihr einfach sehr schwer, es umzusetzen. Ich hab mich zu ihr gesetzt und gewartet. Als sie sich dann irgendwann von selbst hingesetzt hat, hab ich geklickt und ihr den Keks gegeben. Da hat sie sehr schnell gemerkt, worum es geht.
 
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Jörg
9. Feb. 09:39
Meine Omi hat das mit dem Sitz gar nicht verstanden bzw. Fiel es ihr einfach sehr schwer, es umzusetzen. Ich hab mich zu ihr gesetzt und gewartet. Als sie sich dann irgendwann von selbst hingesetzt hat, hab ich geklickt und ihr den Keks gegeben. Da hat sie sehr schnell gemerkt, worum es geht.
Oh Mist das klickern keine Emotionen hat genauso wenig die Hundepfeife. Auch die Frage warum du ihr dafür Futter gibst ist ja Blödsinn wenn es rein durch emotionale Ebene erziehen willst. Also wenn ich hier so manche Beiträge lese ist dies nicht richtig. Wobei ich es jetzt nicht als negativ sehe.