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Nancy
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zuletzt 6. Jan.

Rückruf Tips und Tricks benötigt

Meine Nala weiß ganz genau was das Kommando hier und die Pfeife bedeutet. Leider hat sie einen eigenen nordischen dickkopf und entscheidet oft selbst ob sie kommen möchte oder nicht. Ohne Ablenkung funktioniert dies ziemlich gut, sobald Ablenkung dazu kommt bin ich abgeschrieben. Habt ihr Tipps und Tricks für mich was ich tun kann. Ein kleines Beispiel video. Gestern ist sie einen Hasen hinterher weil ich nicht schnell genug war. Alles rufen schreien und Pfeifen ist gar nicht bei ihr angekommen.
 
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Michelle
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5. Jan. 09:44
Meine ist jetzt 3 und es wird immer besser. Ich denke es braucht auch einfach Zeit.
Allerdings bleibt meine konsequent an der Schleppleine, damit sie gar nicht erst den Erfolg des nachhetzen hat und als Schutz für das Wild.
 
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Michelle
5. Jan. 09:44
Meine ist jetzt 3 und es wird immer besser. Ich denke es braucht auch einfach Zeit.
Allerdings bleibt meine konsequent an der Schleppleine, damit sie gar nicht erst den Erfolg des nachhetzen hat und als Schutz für das Wild.
 
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Nancy
5. Jan. 09:59
Meine ist jetzt 3 und es wird immer besser. Ich denke es braucht auch einfach Zeit. Allerdings bleibt meine konsequent an der Schleppleine, damit sie gar nicht erst den Erfolg des nachhetzen hat und als Schutz für das Wild.
Nala war als sie durch ging an der Schleppleine. Hatte sie nur nicht in der Hand weil ich nicht mit gerechnet hatte😅
Versuche jetzt etwas mehr draußen mit ihr an der Bindung zu arbeiten
 
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Markus
5. Jan. 10:11
Du hast da schon einen sehr eigenständigen Hund. Ich finds toll wie gut sie ohne Ablenkung hört.
Ich persönlich würde darauf achten, dass sie zB nicht im Freilauf ins Unterholz geht. In diesen baumreihen sind dermaßen oft Hasen und Rehe, da ist die Versuchung des nachhetzen zu gros.
Von der Jagd abrufen ist definitiv die Königsdisziplin und einfach nicht mit jedem Hund erreichbar. Das liegt aber nicht an der Bindung, ihr könnt die beste Bindung der Welt haben, aber das Reh macht hald super viel Spaß.

Ich würde mal schauen, was sie an Belohnung toll findet und mich dabei nicht auf Leckerlies beschränken. Stell dir vor du rufst sie vom Hetzen ab und dann gibt’s ein Stück Schinken, Nice to have, aber hetzen macht mehr Spaß. Daher schau dich mal ob du selber ein Hetzspiel mit ihr machen kannst. Also bedürfnisorientiert belohnen.
Machst du evtl. Schon Jagdersatz für die Maus?

Und ich würde die nächste Zeit definitiv die Schleppleine nicht aus der Hand legen, gerade wenn sie jetzt jagderfolg hatte.
 
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Sebbi
5. Jan. 10:27
Die Bindung zwischen euch ist enger, als du vermutest. Das ist eine hervorragende Basis. Bei der richtigen Herangehensweise wird ein expliziter Rückruf vermutlich gar nicht nötig sein.
Zudem hast du ihre Aufmerksamkeit. Sie bringt die besten Voraussetzungen für das weitere Training mit; du musst sie nur gezielt nutzen. Als nächsten Schritt würde ich ihr beibringen, „anzufragen“. Die Ansätze dazu zeigt sie bereits. (letztes Video)

Nachtrag:
*solltest du
Klingt bevormundend🙄
In „würde ich“ geändert😉
 
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Lisa-Eileen
5. Jan. 10:32
Ich hab da konsequent die Schleppleine drangelassen bis er aus der Pubertät raus war.
Regeln immer durchsetzen und alles so gestalten das der Hund sich definitiv richtig entscheiden kann.
Die Schleppleine wird erst schleppen gelassen wenn der Hund eigentlich schon safe ist.
Es wird nur so viel Leine gegeben wie der Hund sich benimmt, wenn alles bei ganzer Leinenlänge (20 Meter dann) klappt hab ich sie schleifen lassen.
Dabei ist auch wichtig das immer so 2-3 Meter neben dir sind damit du Notfalls eingreifen kannst, nicht den Hund samt Leine iwo rumrennen lassen.
Sonst bist du net schnell genug.
 
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Svenja
5. Jan. 10:34
Zum einen solltest (hast Recht, Rainer, ich korrigiere in "könntest") du einmal überlegen, wie es drinnen aussieht, wer trifft denn da die Entscheidungen? Gehst du auf das, was sie möchte ein, also initiiert sie Spiel, Streicheln usw. und reagierst du darauf oder umgekehrt? Denn wer drinnen alle Entscheidungen trifft, der entscheidet auch draußen, was ihm gerade wichtiger ist...

Zum anderen würde ich gezielt Situationen schaffen, in denen sie irgendwo hin will, sie dabei aber an der Schleppleine lassen und dann warten, bis sie sich vom reizvollen Ziel ab- und dir zuwendet und exakt den Moment würde ich benennen und unglaublich feiern, bestenfalls mit einer super Belohnung, die wie gerade schon geschrieben wurde, am ehesten das Bedürfnis erfüllt, von dessen Selbsterfüllung du sie gerade abgerufen hast.
Und im aller besten Fall darf sie dann zusätzlich noch zu dem Reiz, von dem du sie abgerufen hast (natürlich jetzt nicht Wild 😅) hin.

Ich mache das gerne so, wenn Hunde bei Hundesichtung nicht mehr abzurufen sind, das funktioniert super gut und meistens auch echt schnell.
 
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Kirsten
5. Jan. 10:35
Nancy, ich verstehe es so gut 😃 Ich finde die Nala sehr herzig in den Videos und du bist unheimlich lieb mit ihr.

Konsequenz sowieso ausgiebiges Rückruf üben, hat hier nicht geholfen, diese Schwierigkeiten zu überwinden. Genau wie du sagst, Mira wird immer entscheiden, ob sie kommen möchte.
Ich musste über die Videos sehr schmunzeln. Nala kommt wegen dem Rückruf, und geht dann schnell wieder nach vorne, ab zu den nächsten Abenteuern. Genau so war es bei uns auch.

Ich bin dann auf die beiden Ulli Reichmann Bücher „Wege zur Freundschaft“ gestoßen. Der damit verbundene Perspektivwechsel hat mir geholfen zu reflektieren, warum viele meiner Bemühungen nicht besonders gut funktioniert haben und es sich manchmal leider mehr danach angefühlt hat, als würden wir Gegeneinander arbeiten.

Auch „Leben mit Jagdhund“ von Ines Scheuer-Dinger empfinde ich als schönes Buch, besonders für Leute die ein wenig emsiger trainieren möchten.

Beide Autorinnen regen dazu an mehr gemeinsam zu erleben und auch die jagdlichen Ambitionen anzunehmen und wertzuschätzen. Für mich sehr beruhigend: Ohne das Tiere dabei zu Schaden kommen.

Ich habe nun seit über einem Jahr viele Dinge angepasst. Die Mira entscheidet nach wie vor immer noch selber. Dinge gemeinsam zu tun hat für sie allerdings innerhalb dieser Zeit so viel Wert gewonnen, dass ich mit dem Ausgang ihrer Entscheidung heute überwiegend glücklich bin ☺️
Die anderen Situationen sind für mich in der Regel vorhersehbar und werden entsprechend über die Schleppleine abgesichert.
Die meisten jagdlichen Situationen bringen Freude rein, anstatt mir Sorgen zu bereiten, dass die Mira ein Tier hetzt.

Vielleicht etwas praxisnäheres, falls du Interesse an einem der Bücher haben solltest. Es lohnt sich, sich ausgiebig Gedanken zu machen, was der eigene Hund, die Nala, wirklich gerne mag und eine Liste anzulegen, um für sich selbst einen guten Überblick zu haben. Darauf ist Platz für alles, was die Nala gerne tut, egal ob du es als Fehlverhalten einstufen würdest oder nicht. Dafür darf man sich gerne 1-2 Wochen Zeit nehmen, um möglichst viele Dinge zu erfassen. Das bietet eine tolle Ausgangslage für weiteres ☺️
 
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Michelle
5. Jan. 10:36
Nala war als sie durch ging an der Schleppleine. Hatte sie nur nicht in der Hand weil ich nicht mit gerechnet hatte😅 Versuche jetzt etwas mehr draußen mit ihr an der Bindung zu arbeiten
Meine Schlepp ist an einem Gürtel befestigt. Ist vielleicht eine Möglichkeit. 🤷
 
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Sebbi
5. Jan. 10:36
Ich hab da konsequent die Schleppleine drangelassen bis er aus der Pubertät raus war. Regeln immer durchsetzen und alles so gestalten das der Hund sich definitiv richtig entscheiden kann. Die Schleppleine wird erst schleppen gelassen wenn der Hund eigentlich schon safe ist. Es wird nur so viel Leine gegeben wie der Hund sich benimmt, wenn alles bei ganzer Leinenlänge (20 Meter dann) klappt hab ich sie schleifen lassen. Dabei ist auch wichtig das immer so 2-3 Meter neben dir sind damit du Notfalls eingreifen kannst, nicht den Hund samt Leine iwo rumrennen lassen. Sonst bist du net schnell genug.
Mein Vogel ist ja noch in der Pubertät. Freilauf ist sein zweiter Name. Ich nutze die Schleppleine nur für gezieltes Basic-Training.
Ich denke das ist von Hund zu Hund verschieden.
 
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Katja
5. Jan. 10:41
Das sieht doch in der Tat schon toll aus!🤗
Wie sieht’s denn mit etwas mehr Ablenkung aus, sozusagen die nächste Stufe?

Ich würde sie auch nicht wahllos überall abrufen, sondern gezielt da, wo‘s Dir wichtig ist… und da gezielt aus Situationen, wo sie gerade dabei ist, sich in was zu vertiefen. Das trainiert das „allmähliche Durchdringen“ denk ich mir immer so.🤔

Aus der vollen Jagd ist natürlich in der Tat die Königsdisziplin! Da muss man sich echt ganz langsam rantasten…
Es hilft aber auf alle Fälle, wenn der Hund einen interessant findet und gerne Dinge zusammen machen möchte -> siehe auch das Uli-Hunde-Thema!😀

Wir haben zwar nen Hütehund, der eh schon sehr auf uns ausgerichtet ist, aber auch wir „finden“ immer mal spannende Dinge, so dass Hundine dann gleich von egal wo angedüst kommt!
Oder zu zweit versteckt sich mal spontan jemand während des Spaziergangs… Hundine macht sich dann mit Begeisterung auf die Suche!

Alles darauf ausgelegt, dass der Hund immer ein halbes Ohr bei einem hat und dadurch (hoffentlich) nicht so schnell in nen Tunnel rutscht, wo man ihn nicht mehr erreichen kann…

PS: Ihr tippt einfach zu schnell…😉