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Vic
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Anzahl der Antworten 30
heute 18:47

Mantrailing - wer hat damit Erfahrung ?

Das ist Mantrailing : (aus Englisch: man = Mensch, trail = Spur) ist die gezielte Suche nach vermissten Personen durch ausgebildete Spürhunde. Die Hunde verfolgen den individuellen Körpergeruch einer Zielperson (auch Tage später) über weite Strecken, oft in städtischen Gebieten, und werden von ihrem Halter an der Schleppleine geführt.  Der Hund bekommt einen Geruchsartikel der Person (z. B. getragenes Kleidungsstück) als "Duftprobe" und filtert diesen spezifischen Geruch aus einer Vielzahl anderer Düfte heraus. Mantrailing eine beliebte, auslastende Freizeitbeschäftigung für Haushunde, die die Konzentration und Bindung zum Menschen fördert. Der Mensch lernt, seinen Hund zu lesen und ihm zu vertrauen, während der Hund selbstständig arbeitet. Mantrailing bietet eine artgerechte, mentale und körperliche Auslastung für den Hund. Wer hat damit Erfahrung, wie schwer ist das einem Hund richtig beizubringen und welche Vorteile habt ihr gesehen? Lohnt sich das für jeden Hund?
 
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Johanna
23. Feb. 14:05
Beim Mantrailing gibt es verschiedene Ansätze.
Ich würde einen Hund NIE auf Sicht antrailen.
Der Hund sieht vorher nicht wenn er suchen soll. Die Person rennt auch nicht weg.
Ich würde das immer mit Profi machen und VORHER erfragen wie das gemacht wird
 
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Johanna
23. Feb. 14:12
Wir machen das jetzt seit 3,5 Jahren und es hilft unserer jagdlich motivierten Hündin sehr. Beim Training weiß ich als Hundeführer nicht wo es lang geht, weder vorher, noch bekomme ich unterwegs die Info wo ich abbiegen muss.
Habe ich Schwierigkeiten oder mich verlaufen greift die Trainerin in sofern ein, dass sie uns dabei hilft wieder „synchron“ zu drehen und selbst auf die richtige Spur zu kommen.

Ich denke alle Hunde können das machen, wenn sie Interesse daran zeigen. Ausprobieren hilft.
Mit sehr ängstlichen Hunden würde ich sehr ländlich anfangen, Fortgeschrittene Hunde blenden beim Mantrailen aber viel aus. Meine sozial unverträgliche Hündin kann beim Trailen alle anderen Hunde außer der Erzfeindin ignorieren. Hunde mit Angst in der Stadt, Trailen später meiner Erfahrung nach auch dort als hätten sie damit kein Problem und es hilft ihnen diese Angst generell zu überwinden/verbessern.

Gerichtsartikel sind bei uns ganz an Anfang T-Shirts, später Taschentücher, Socken, Handschuhe, Kastanien, oder was einem sonst so einfällt. Es sollte nur möglichst kein Fremdgeruch (andere Menschen, Hund) dran sein.
 
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Mara
23. Feb. 14:30
Zu den positiven Effekten kann ich noch sagen: in unserer Gruppe ist ein Hund dabei, der besonders Angst vor fremden Menschen hat. Durch das Mantrailen lernt er, dass es sich lohnt, zu fremden Menschen zu gehen und wenn ich mich für diesen Hund verstecke, kommt er, wenn er mich gefunden hat, mittlerweile so nah zu mir, dass er mich sogar berührt.
 
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Johanna
23. Feb. 14:43
Ich weiß nicht, ob das ein anderer Ansatz ist, aber so wie ich Mantrailing kenne, sieht es nicht so aus wie auf dem Bild in der Beschreibung, sondern eher so:
Leine gespannt, beide Arme vorne, um mit der Leine zu arbeiten (Leine geben, nachfassen und spannen)
 
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Sonja
23. Feb. 15:03
Was benutzt ihr als Riechobjekt zum Duft verfolgen? Tshirt?
besser eignen sich z.B. getragene Socken, oder ein Kleidungsstück welches die "Suchperson" direkt auf der Haut getragen hat ( z.B.Socken, Mütze, Cappy , Schal) oder, für fortgeschrittene , einen Gegenstand welcher einige zeit in den Händen hielt resp. immer wie z.B. Handy, Kugelschreiber, Lippenstift, Schlüssel, Schmuck etc.
 
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Sonja
23. Feb. 15:10
Wor trailen seit Rionnag ungefähr 1Jahr alt ist , also mittlerweile 6 Jahre ( mit Corona unterbrechung...) Das eigentliche "Beibringen ist nicht "schwer" ABER man sollte zumindest die Grundlagen in einem Kurs mit dafür kompetenten Trainer, am besten speziellen "Mantrail-Trainer mit Ausbildung darin" lernen und nichtnur durch Bücher/Videos onlinkurse etc. Das eigentlich "schwierige" ist den Hund und seine Suchweise, Körpersprache etc beim Suchen lesen zu können und richtig zu verstehen/interpetieren....Das ist nhmlich bei jeden Hubd individuell, und es gibt auch kein "Richtig oder Falsch"
 
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Sonja
23. Feb. 15:12
Ich weiß nicht, ob das ein anderer Ansatz ist, aber so wie ich Mantrailing kenne, sieht es nicht so aus wie auf dem Bild in der Beschreibung, sondern eher so: Leine gespannt, beide Arme vorne, um mit der Leine zu arbeiten (Leine geben, nachfassen und spannen)
Leine darf/soll beim Matrail nicht durchängen ,
 
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Sonja
23. Feb. 15:24
Gelesen hab ich dass Bluthunde gefolgt von Bassets hätten den absolut besten Riecher in der Hundewelt.
Nach den Wolfhunden ja...😉 Aber in Erst Wolfhunde haben da "nochmal bischen mehr die Nase vorn" ( im wahrsten sinne des Wortes🙃) , also der allgemeine Geruchsinn ist nochmal bischen mehr ausgeprägt. Das hst z.b. auch den Grund das die Italienische Forst/Zollbehörde hauptsächlich die Hunderasse "Cane Lupo Italiano" als Suchhunde ausbildet/einsetzt. Die Zucht dieses unbekannten Wolfhundes obligt alleine den genannten Behörden. Auch ist es unmöglich als "otto Normal" ab so einen Hund zu kommen, die werden nur Italienischen Dienstlichen Hundeführer "ausgehändigt"...🤗
 
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Johanna
23. Feb. 15:32
Leine darf/soll beim Matrail nicht durchängen ,
Genau so kenne ich es auch…
Aber ich kenne es auch so, dass die VP nicht vorher zu sehen ist und höre hier teilweise von antrailen über weglaufen/verfolgen…
 
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Melanie
23. Feb. 16:08
Meine Milky und ich machen auch Mantrailing. Die meisten Hunde lernen das unheimlich schnell und es ist faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich Hunde arbeiten. Wir haben anfangs größere Geruchsproben genommen (T-Shirt o. ä.), aber die Hundenasensind so sensibel, da reicht z.B. auch ein Haargummi welches eine kurze Zeit am Handgelenk getragen wurde. Viele ängstliche Hunde schaffen es durch Mantrailing Selbstbewusstsein zu erlangen, wirklich tolle Momente!