Home / Forum / Erziehung & Training / Mantrailing - wer hat damit Erfahrung ?

Verfasser-Bild
Vic
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 30
heute 18:47

Mantrailing - wer hat damit Erfahrung ?

Das ist Mantrailing : (aus Englisch: man = Mensch, trail = Spur) ist die gezielte Suche nach vermissten Personen durch ausgebildete Spürhunde. Die Hunde verfolgen den individuellen Körpergeruch einer Zielperson (auch Tage später) über weite Strecken, oft in städtischen Gebieten, und werden von ihrem Halter an der Schleppleine geführt.  Der Hund bekommt einen Geruchsartikel der Person (z. B. getragenes Kleidungsstück) als "Duftprobe" und filtert diesen spezifischen Geruch aus einer Vielzahl anderer Düfte heraus. Mantrailing eine beliebte, auslastende Freizeitbeschäftigung für Haushunde, die die Konzentration und Bindung zum Menschen fördert. Der Mensch lernt, seinen Hund zu lesen und ihm zu vertrauen, während der Hund selbstständig arbeitet. Mantrailing bietet eine artgerechte, mentale und körperliche Auslastung für den Hund. Wer hat damit Erfahrung, wie schwer ist das einem Hund richtig beizubringen und welche Vorteile habt ihr gesehen? Lohnt sich das für jeden Hund?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sylvia
Beliebteste Antwort
23. Feb. 11:59
Es macht sehr viel Spaß, und gibt dem Hund Selbstbewusstsein. Bei uns sind alle Größen und Rassen vertreten. Bei sehr ängstlichen Hunden die nicht „Stadtsicher“ sind, hätte ich bedenken. Aber ausprobieren solltest du es auf jeden Fall. Wir machen es nur zum Spass.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sylvia
23. Feb. 11:59
Es macht sehr viel Spaß, und gibt dem Hund Selbstbewusstsein. Bei uns sind alle Größen und Rassen vertreten. Bei sehr ängstlichen Hunden die nicht „Stadtsicher“ sind, hätte ich bedenken. Aber ausprobieren solltest du es auf jeden Fall. Wir machen es nur zum Spass.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Vic
23. Feb. 12:01
Es macht sehr viel Spaß, und gibt dem Hund Selbstbewusstsein. Bei uns sind alle Größen und Rassen vertreten. Bei sehr ängstlichen Hunden die nicht „Stadtsicher“ sind, hätte ich bedenken. Aber ausprobieren solltest du es auf jeden Fall. Wir machen es nur zum Spass.
Was benutzt ihr als Riechobjekt zum Duft verfolgen? Tshirt?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sylvia
23. Feb. 12:22
Was benutzt ihr als Riechobjekt zum Duft verfolgen? Tshirt?
Getragenes Kleidungsstück von einem Teilnehmer der die vermisste Person spielt. Z.B T-Shirt
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Mara
23. Feb. 13:29
Es macht sehr viel Spaß, und gibt dem Hund Selbstbewusstsein. Bei uns sind alle Größen und Rassen vertreten. Bei sehr ängstlichen Hunden die nicht „Stadtsicher“ sind, hätte ich bedenken. Aber ausprobieren solltest du es auf jeden Fall. Wir machen es nur zum Spass.
Das kann ich genauso bestätigen, wir machen das auch zum Spaß. 👍
Zu der Frage wie schwer es ist das beizubringen: gar nicht schwer, ich denke es hängt aber vom Hund ab. Meine Hündin hat sofort beim 1x Mal verstanden, worum es geht.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Miriam
23. Feb. 13:33
Es macht sehr viel Spaß, und gibt dem Hund Selbstbewusstsein. Bei uns sind alle Größen und Rassen vertreten. Bei sehr ängstlichen Hunden die nicht „Stadtsicher“ sind, hätte ich bedenken. Aber ausprobieren solltest du es auf jeden Fall. Wir machen es nur zum Spass.
Wir haben einen sehr ängstlichen Tierschutzhund, der auch die Trails in der Stadt im Winter super meistert 🙏🏻 Zwar trailen sie auch eher in Seitenstraßen, aber während der Arbeit kann er sich super konzentrieren und wirkt dabei auch gar nicht ängstlich.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Mirja
23. Feb. 13:37
Ich mache es mit Mila, seit sie 8 Monate alt ist und wir machen es beide super gerne. Grundsätzlich kann man es mit jedem Hund machen. Er sollte schon Interesse daran haben, zu Suchen und vor allem zu schnüffeln. Bei Mila als Schäferhund gar kein Problem, aber wir hatten schonmal einen Herdenschutzhund zur Probe da, der fand das ziemlich uninteressant 🤷🏼‍♀️. Am Anfang nimmt man eher einen großen GA (Geruchsartikel), T-Shirt oder Schal (später reicht dann ein Haargummie, ein Taschentuch…) und die Person, die gesucht werden soll, bleibt auf Sicht, relativ nah. Dann lässt man den Hund am GA schnüffeln und auf Kommando die Person „suchen“. Der Abstand wird dann immer mehr vergrößert, bis die Person irgendwann außer Sicht ist. Das ist jetzt nur ganz einfach erklärt, es gibt natürlich noch sehr viele Sachen zu beachten, aber das würde jetzt hier den Rahmen sprengen😅. Ich würde mir an deiner Stelle eine nette Gruppe suchen und das ganze mal ausprobieren. Wie gesagt, es macht sehr viel Spaß und ist immer wieder sehr faszinierend, was die Hunde können 🥰. Und eine bessere Auslastung könnte ich mir für Mila nicht vorstellen 🤗.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Miriam
23. Feb. 13:42
Wir trailen jetzt seit über 2 Jahren.
Ich würde sagen, dass es per se nicht schwer ist, dem Hund das Trailen beizubringen. Ich würde aber jedem empfehlen, der wirklich ernsthaft Trailen möchte, das zusammen mit einem Profi aufzubauen. Es sollten anfangs möglichst keine Fehler bei der Konditionierung zwischen dem Geruch des Menschen und der Jackpot-Belohnung passieren. Wenn das aber einmal sicher sitzt, kann man natürlich auch selbst üben. ☺️

Nach 2 Jahren Training können wir bereits schon einige Herausforderungen meistern: Straßenübergänge, Unterführungen, Zielpersonen versteckt sich höher als Erdbodenlevel, Zielperson ist in Bewegung, Verleitung, Differenzierung, Aufzüge, Türen, Negativanzeigen und sogar die Fortführung eines bereits von einem anderen Hund begonnenen Trail. Gerade üben wir daran, die Trails zu verlängern und die Konzentration aufrechtzuerhalten.

Ich denke alle Hunde, die ein Thema mit Jagen haben oder auch viel mentale Auslastung benötigen, können vom Trailen sehr profitieren. Mantrailing hilft dem Hund dabei, selbst die Führung übernehmen zu dürfen, das stärkt vor allem der Bindung zwischen Mensch und Hund, weil hier die Stärken des jeweils anderen gefördert werden und man sich gegenseitig aufeinander verlassen können muss.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Vic
23. Feb. 13:58
Ich mache es mit Mila, seit sie 8 Monate alt ist und wir machen es beide super gerne. Grundsätzlich kann man es mit jedem Hund machen. Er sollte schon Interesse daran haben, zu Suchen und vor allem zu schnüffeln. Bei Mila als Schäferhund gar kein Problem, aber wir hatten schonmal einen Herdenschutzhund zur Probe da, der fand das ziemlich uninteressant 🤷🏼‍♀️. Am Anfang nimmt man eher einen großen GA (Geruchsartikel), T-Shirt oder Schal (später reicht dann ein Haargummie, ein Taschentuch…) und die Person, die gesucht werden soll, bleibt auf Sicht, relativ nah. Dann lässt man den Hund am GA schnüffeln und auf Kommando die Person „suchen“. Der Abstand wird dann immer mehr vergrößert, bis die Person irgendwann außer Sicht ist. Das ist jetzt nur ganz einfach erklärt, es gibt natürlich noch sehr viele Sachen zu beachten, aber das würde jetzt hier den Rahmen sprengen😅. Ich würde mir an deiner Stelle eine nette Gruppe suchen und das ganze mal ausprobieren. Wie gesagt, es macht sehr viel Spaß und ist immer wieder sehr faszinierend, was die Hunde können 🥰. Und eine bessere Auslastung könnte ich mir für Mila nicht vorstellen 🤗.
Jetzt bin ich sehr interessiert 👍
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Vic
23. Feb. 14:00
Wir trailen jetzt seit über 2 Jahren. Ich würde sagen, dass es per se nicht schwer ist, dem Hund das Trailen beizubringen. Ich würde aber jedem empfehlen, der wirklich ernsthaft Trailen möchte, das zusammen mit einem Profi aufzubauen. Es sollten anfangs möglichst keine Fehler bei der Konditionierung zwischen dem Geruch des Menschen und der Jackpot-Belohnung passieren. Wenn das aber einmal sicher sitzt, kann man natürlich auch selbst üben. ☺️ Nach 2 Jahren Training können wir bereits schon einige Herausforderungen meistern: Straßenübergänge, Unterführungen, Zielpersonen versteckt sich höher als Erdbodenlevel, Zielperson ist in Bewegung, Verleitung, Differenzierung, Aufzüge, Türen, Negativanzeigen und sogar die Fortführung eines bereits von einem anderen Hund begonnenen Trail. Gerade üben wir daran, die Trails zu verlängern und die Konzentration aufrechtzuerhalten. Ich denke alle Hunde, die ein Thema mit Jagen haben oder auch viel mentale Auslastung benötigen, können vom Trailen sehr profitieren. Mantrailing hilft dem Hund dabei, selbst die Führung übernehmen zu dürfen, das stärkt vor allem der Bindung zwischen Mensch und Hund, weil hier die Stärken des jeweils anderen gefördert werden und man sich gegenseitig aufeinander verlassen können muss.
👍
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Vic
23. Feb. 14:03
Gelesen hab ich dass Bluthunde gefolgt von Bassets hätten den absolut besten Riecher in der Hundewelt.